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Gemeinnütziges.
Weinstöcke in Blumentöpfen sind eine freundliche Zierde für das Balkonfenster oder die Veranda. Um dieselben aus Samen zu ziehen und zum schnellen Fruchltragen zu bringen, wird folgendes Verfahren empfohlen: Die Samen in ein Gefäß gebracht, und die Erde in demselben wird mit stark concentrirten Dünger gemengt. Nach der Saat wird das Gefäß mit Glas bedeckt und in einer Temperatur von 15 Grad gehalten; nach acht Tagen wird die Wärme auf 25 bis 30 Grad erhöht. Haben die Pflänzchen das dritte Blatt getrieben, so werden sie in 8 cm. große Schalen gesetzt und in gleicher Temperatur gehalten. Nach 3 Wochen erfolgt das Umsetzen in größere Töpfe. Haben sie eine Höhe von 60 cm. erreicht, so werden sie beschnitten, was in einer Höhe von 2 bis 4 m wiederholt wird. Auf diese Weise erlangt man schon im dritten Jahre Trauben.
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Amalgam für spiegelnde Glaskugeln. 80 Gr. Wirmuth, 20 Gr. Quecksilber- Das Wismuth wird mit dem erhitzten Quecksilber zusammengeschmolzen, die Flüssigkeit in die vorher innen vollkommen gereinigte Kugel gegosien und dann gleichförmig so geschüttelt, daß sich das Amalgam an allen Thetlen des Glases als spiegelnder Körper festsetzt. Die fertiggestellte Kugel wird mit einem Pfropf luftdicht verschloffen.
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Rostflecken entfernt man aus leineuen Taschen» tüchern durch Waschen in einer Lösung von einem Theil Ammoniak und sechszehn Thetlen Wasser- Auf dem Lande legt man sie zu diesem Zwecke mit bestem Erfolge in Buttermilch.
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Schleien mit Rahmsauce. In möglichst wenig Wasser, dem man 20 Gramm Butter, 10 Gramm Liebigs Fleischextract, Salz und eine kleine Zwiebel beigefügt hat, kocht man die zertheilten Schleien gar. Dann verdickt man die Brühe mit einer Mehlschwitze, würzt sie mit Pfeffer, Ci« tronensaft, Muskatblüthe und Capern, verkocht sie mit einem Viertel Liter dickem, sauerm Rahm, bindet sie mit 1 bis 3 Eigelb und gießt sie über die Fische-
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Beerenwein mit gleichem Quantum herbem Roth- wein verschnitten, gibt einen vorzüglichen Trank, bei dem die den Beerenweinen eigenthümliche, alkoholfcharse Eigenheit weg- fällt.
Knochen als Futter für Federvieh Die nicht ausgekochten Knochen der Rinder, Schafe und Schweine, grob zerstoßen und mit etwas Schrot, gekochten Kartoffeln und dergl. vermischt, sind sehr gut zur Fütterung des Federviehs, namentlich der^ Puten oder Truthüner, zu gebrauchen. Alles Federvieh frißt das Knochenmehl, auch ohne Zusatz von Schrot und anderen Dingen, mit Begierde und wird dadurch schnell und außerordentlich fett. Nur muß man es dabei nicht an Wasser und auch nicht an gründigem Sand fehlen lassen, mit dessen Zuthun es besser verdaut. Daß die Knochen so große Nahrhaftigkeit für das eine kräftige Verdauung habende Geflügel besitzen, erklärt sich daraus, daß sie 33 bis 38 pCt. Gallerte enthalten.
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Umlegbare Weinspaliere von A. Walfard in Reims bestehen aus einem um seine Fußpunkte drehbaren Gestell, welches zum Erdboden in verschiedene Winkelstellung gebracht werden kann, um die Reben bei Bodenbearbeitung oder bei sonstigem Schutz in eine vortheilhafte Stellung bringen zu können. Die Eckständer sind zu dem Zwecke in einen festen Bock seitlich drehbar, und die Zwischenständer stehen frei auf dem Boden.
Blumenkohl in Esstg einzumachen, um den- selben für den Winter zu conservieren, wird seltsamer Weise wenig gehandhabt. Man nimmt recht weiße, saubere Köpfe, entfernt alle grünen Blätter, sowie die holzartige Rinde an den Stielen, wäscht sie einige Male gründlich und läßt sie auf den Durchschlag ablaufen. Hierauf legt man sie so dicht wie möglich, aber ohne sie zu beschädigen, in Fäßchen oder steinerne Töpfe nnd zwar so, daß zu unterst eine Lage getrocknetes Pfefferkraut und darauf Blumenkohl, bis Jbas Fäßchen voll ist, abwechselnd zu liegen kommt. Das Ganze wird dann mit ein paar Mal gekochtem und wieder abgekühltem, gutem Weinessig begossen, den man zuvor durchwein Drittel Wasser verdünnt hat. Hierauf schlägt man das bis oben gefüllte Fäßchen fest zu. In steinernen Töpfen übergießt man Alles mit Talg und bindet dieselben mit einer Blase zu. Beim jedesmaligen Herausnehmen nimmt man den Talg weg, zerläßt ihn von Neuem und gießt ihn wegen des Luftabschlusses wieder darauf. Der Essig muß immer über dem Blumenkohl stehen. Die Gefäße sind an einem trockenen, kühlen Orte aufzubewahren.
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Wie werden gelbe Rüben eingemacht? Besonders für Kranke sehr zu empfehlen. Man nimmt hellgelbe und dunkle, von letzteren etwas mehr, schneide sie in Scheiben, diese in Streifen, wie ein dünnes Schwefelholz, koche sie hierauf in Wasser weich, schütte sie in einen Seiher, daß sie ablaufen, und lasse sie auf einem Tuch etwas trocknen. Dann schneide man die Schalen von zwei Citronen ebenso und koche sie im Wasser weich. l/2 Kilo Zucker geläutert, dann V2 Kilo Rüben, die Schalen und der Saft von Citronen und ein Bischen Vanille zusammen aufkochen lassen. Wenn erkaltet, in Gläser oder Steintöpfe gefüllt. Gut gefeuchtetes Arac- papier darauf gelegt. Außen mit weißem Papier und Pergamentpapier fest verbunden. Die Sauce von der Masse muß stets darüber gehen; sie halten sich fünf Jahre, müssen aber öfter nachgesehen werden, ob sie noch feucht sind, wenn nicht, frisch darüber gekocht.
Vermischtes.
In der Sommerfrische. Miether: „Was haben Sie mir denn für eine Schlafstube vermiethet! Es regnet ja hinein. Ist denn das immer so?" — Wirth: „O nein, nur wenns regnet."
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Verschiedener Vorzug. Hedwig: „Hör', Vater/ heute hat mich der Lehrer allen meinen Mitschülerinnen vorgezogen, so hat er sich über meine Arbeiten gefreut." — Vater: „Das gefällt mir sehr von Dir, Hedwig! Run Max, wie steht's nun denn bei Dir, hat Dich Dein Lehrer auch vorgezogen?" — Max: „Gewiß hat er das und noch dazu an den Ohren."
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Verschna ppt. Gast (der eine Portion Hasenbraten gegessen hat): „Der Hase hat aber wenig Fleisch an sich gehabt, Frau Wirthin!" — Wirthin: „Das ist aber seltsam, das Luder hat mir doch in den letzten Wochen mindestens zehn Pfund Wurst gestohlen."
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Heiliger Hubertus. Erster Sonntagsjäger (dessen Pulver alle geworden): „Hast Du noch Munition?" — Zweiter: „Schnaps habe ich noch, aber keine Wurst mehr!"
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Sein Bescheid. Förster: „Warum haben Sie denn \ nicht geschossen? Sie standen ja wunderbar!" — Sonntagsjäger: „Ja, ich stand schon wunderbar, aber der Hase nicht, 1 der lief wunderbar!"
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.


