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Vermischtes
Gemeinnütziges
aufgelegt.
Liternvisches
Porzellan rc. sehr gut.
den Aegyptern einnimmt.
Ich fürchte, wenn er erfährt, daß die Petite fchon ein kleines Abenteuer — man muß ihn doch davon in Kenntniß fetzen, nicht wahr? Mit einem Wort, dieser kleinen, unschuldigen Liaison wegen würde er sich vielleicht veranlaßt fühlen, die vortheilhafte Partie auszuschlagen und Nein zu sagen!" (Fortsetzung folgt.)
Frommer Wunsch. Bauer (zu seinem Sohne, der Theologie studirt): An's möcht' i von Dir no erleben, Bua, daß D' amal als Geistlicher mei Grabred" halten thät'st!"
Königsberger graue Erbsen (alte Weiber). Man nehme für sechs Personen 3/4 Liter Erbsen und weiche sie Tags vorher in Fluß- oder Regenwasser ein, brmge sie auch mit solchem Wasser zu Feuer, salze sie ziemlich flarf und lasse sie zwei Stunden lang kochen, dann auf einem Seiher
Mefferklingen einzukitten, nehme man zwei Theile pulverisirtes Kolophonium und einen Theil Kreide oder Ziegel- mehl. Das Pulver wird in das Loch eingefüllt und die Messerklinge möglichst heiß.hineingesteckt.
Einfacher Kitt. Man siedet ungefähr drei Blätter Gelatine in X U Liter Essig und kittet damit gebrochenes Glas,
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Schellfisch zu kochen. Man zerlege den Fisch in dreisingerbreite Streifen und salze ihn 1 bis 2 Stunden ein. Der Kochtopf darf nicht zugedeckt werden. Kurz vor dem Anrichten bringt man den sauber gewaschenen Frsch mit Salz und Zwiebeln in stark siedendes Wasser, läßt ihn einige Minuten tüchtig kochen, dann noch einen Augenblick in der Brühe ziehen, und servirt ihn mit klarer Butter und Mostrich oder mit Mostrichsauce. * #
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Weiße Bohnen auf englische Art. Man gebe, sowie die Bohnen abgekocht und rasch abgeseiht sind, ein gutes Stück sehr frischer Butter dazu und lasse sie damit nur durch und durch heiß werden und die Butter recht durchziehen, richte nun gleich an und bestreue sie mit Cayennepfeffer.
Blumig. „Kellner, dieser Käse riecht aber furchtbar!" — „Ja, er ist die Rose unter unseren Käsen!"
Genutzltben bei den allen Aegypiern. Wie mir in den vortrefflich angelegten und an neuen Gesichtspunkten überaus reicher „Jllustrirten Weltgeschichte von I- G. Vogt" lesen, hat man sich von dem geselligen Leben der Aegypter früher eine ganz falsche Vorstellung gemacht. Man dachte sie sich stets als ernste melancholische Leute, weil sie sich so viel mit ihren Tobten beschäftigten, ihnen so viel Sorgfalt zumendeten. Diese Anschauung ist durchaus unzutreffend. Die Aegypter waren vielmehr sehr lebensfroh, heiter und lustig. So liebten sie überaus Gastmähler, wie zahlreiche Darstellungen beweisen, und bekundeten dabei eine Raffinirthcit des Lebensgenusses, die, wenn auch in anderen Formen, vor der unserer modernen Lebensgenüsse keinesw-gs zurücksteht. Den Gästen wurde, sobald sie Platz genommen hatten, das Haupthaar gesalbt. Die dabei verwendeten Salben wurden in. sehr feinen Alabaster- oder Thongesäßen bewahrt und waren so vorzüglich lu||t, |1V .—„ , zubereitet daß die Ueberreste einer alten Salbe in einem Alabaster-
ablaufen und vermische sie mit folgender Sauce: Man brate fläschchcn,'das im Museum zu Alnwich-Castle ausbewahrt wird, noch
125 Gramm würfelig gefchnittenen Speck aus, entferne die heute nach 3000 Jahren, ihren Geruch erhalten haben. Nachdem das
? xa, i„ kam Soft ->m-> sein I Haupthaar gesalbt war, erhielt feder Gast eine Lotosblume, die er
Grieben und röste in dem zuruck! gebltebenen Fett e ne sein ®ge’b bcr%n$jeit in Hand behielt, auch wurde ihm ein Halsgehackte Zwiebel und einen Eßlöffel Mehl, gieße / 4 Liter I {ra(!en QUg Blumen umgelegt. Selbst der Kopf wurde Mit Blumen- Wasser und vier Eßlöffel Essig daran, würze mit einem Thee- gewindelt umkränzt. Bedient wurden die Gäste von Aufwärterinnen, lisssel Salr und streue die Grieben oben darüber. Beilagen I die nur Ohr und Armringe, Gürtel und Blumen trugen, 'M übrigen
' ... „omöbnkieben gelben Erbsen I aber höchstens mit einem vollständig durchsichtigen Stoff bekleidet waren,
wie zu gewoynucyen getven.Grofen. Beweis genug, wie üppig und schwelgerisch das wohlhabende Volk ge
worden war. Nach reichlichem Tafelgenuß folgten zum Schluffe gewöhnlich Trauben, Feigen, Melonen, ja sogar Confect. Unter dem herrlichen Tischgeräthe zeichneten sich vor allem schöne Weinflaschen aus, die mit Blumen besteckt wurden. Zur Kühlung der Luft ließ man aus Töpfen, die auf einen Ständer angebracht waren, frisches Wasser hin- durchsickcrn und abtropseln.
Mäßigkeit beim Gastmahle scheint nicht gerade die starke Seite der Aegypter gewesen zu sein. Wenigstens rechneten sie die Trunksucht und die Unmäßigkeit zu ihren 42 Todtsünden. Auch finden wir unter den uns erhaltenen Bildern zahlreiche Scene», in denen Betrunkene von Dienern heimgeschafft werden. Selbst weibliche Trunkenheit haben die aegyptischen Maler verewigt. Auf einem Gemälde sind die Folgen übermäßigen Weingenusses bei einer Frau geschildert, der eine Dienerin schleunigst mit einem Gefäße zu Hülfe eilen muß. Ueberhaupt nehmen die Frauen an den Gastmählern häufig Theil; wir haben Darstellungen, auf welchen nur Frauen vereinigt sind, und andere in denen die Gesellschaft gemischt ist, ein Beweis für die freie Stellung, die die Frau bei
Gesichert. Strolch: „Ist das der richtige Weg zur Waldschänke?" — Bauer: „Ja, aber nehmen Sie sich in Acht! Die Gegend ist unsicher und ehe Sie htnkommen ist'r Nacht." — Strolch: „O, mir geschieht nichts! Ich stehe ja
Das Unkraut im Garten wächst alle Jahre wieder, I unter 3lu^t 1 .
selbst wenn man es jedes Jahr noch so Geschmeichelt. Richter: „Er sind dem Zeugen
hat. Das kommt von der geradezu riesig>n -famenerz ugung Qu6etbem^inige größere wissenschaftliche Werke fortgekommen;
vieler Samen. So erzeugt z. B-einv emzige Pflanze ver öermutbe daß Sie die bei der Gelegenheit auch mitgenommen Kamille und der Saatmohnes je 60,000 Samenkörner; andere ^^n," - Angeklagte (geschmeichelt): „Na ja, - so ganz Unkräuter ähnlich. Aus diesem Grunde ist • eme sorgfältige istmangeradeauch nicht."
Reinigung jeder Saat erforderlich ; wenige Uakrautkörner I ungebuoet man gerave auy w.
können nach einigen Jahren ungemeines Unheil anrichten. 1 Zweideutig. Schwiegermutter: „Aber, lieber Franz, * • * l baß Du Dir noch die Mühe machst, mich aus die Bahn zu
Chamvignonzucht. Die Vorarbeitungen hierzu begleiten!" — „O, ich begleite Dich sehr gern auf die Bahn!" können jetzt getroffen werden- Guter frischer Pferdemist wird I * « *
ausgeschüttelt, langes Stroh ist nicht zu gebrauchen, dieser Verschnappt. Ein Mann bietet einem Juwelier eine Dtist wird auf 2 Fuß hohe Hausen geschichtet und ein Thermo- Anzahl gestohlener Diamanten zum Verkaufe an. „Waren meter hineingesteckt; steigt die Temperatur über 40 Grad fie schon einmal gefaßt?" so fragte der Juwelier. — „Hä, Reaumur, so mtrd umgefetzt, bleibt sie unter 40 Grad, so j nee dazu sind wir zu klug.!" kommt der Mist in Keller, in Stall oder sonst an warmen dunklen Ort. Nun wird die Brut eingesetzt, festgetreten und, wenn nöthig, mit warmem Wasser übergossen, sieht man die weißen Fäden der Brut, so wird 3 Centimeter hoch Erde
Redaction: A. Schcqda. — Druck und Verlag der Brühl schen Druckerei ;Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


