stehenden Wasser.
Vevinifchtes
Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
Vögel in Käfigen werden gesund erhalten durch Einlegen von einigen Safranfäden in ihr Trinkwasser. Eine große Anzahl von Vögeln stirbt in der Zeit des Mau- serns, wenn ein Eiterbläschen, das sich unter dem Schwänze bildet, nicht aufgeht oder aus Unwissenheit der Verpfleger nicht mit einer Nadel geöffnet wird. Safran befördert das Aufgehen der Blase.
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Goldfische werden am Leben erhalten durch Einlegung von einigen Dutzend Pflänzchen von Wasserbinsen in die Glasbehälter. Man findet diese Pflänzlein auf jedem
Kindermund. „Jetzt wirst Du bald mein kleiner Schwager werden. Deine Schwester und ich sind schon »et, lobt." — Fritzchen: „Uijel Die Schwester war schon so oft verlobt I" » ♦ *
Das richtige Wort. Offizier: „O, mein Fräulein, sprechen Sie doch das eine Wort aus, welches mich beglücken würde, nach welchem ich mich so sehne ..." — Reiche Erbin: „Kaution!"
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Aus Kindermund. Der Vater fragt seinen sieben- jäbrigen Sohn: „Wer war Columbus, Gustav?" — „Ich weiß es nicht," erwiderte dieser. — „Junge, wer hat denn Amerika entdeckt?" - „Ich nicht," antwortete der Kleine ängstlich.
Alte Tuchkleider reinigt man auf sehr einfache | Zahnstochern! — Kellner: „Entschuldigen Sie, das ist Weise mit folgender Brühe: 16 Gramm Tabak und ein Liter | Stangenspargel! — Gast: „Ach so!
Wasser werden einmal miteinander abgekocht. In diese Brühe \ • ■
taucht man eine steife Bürste und bürstet das Tuch nach dem j Strich. Der Erfolg ist ein vorzüglicher.
Sammelt den Rntz! Viele Jahrhunderte lang wurde | Frau A.: „Denken Sie, mein Mann wollte zuerst gar der Ofen- und Schornsteinruß als eine unnütze Masse von den I nichts von dem Maskenball wissen — er sagte mir, es koste Landwirthen auf die Straße oder hinter den Zaun geworfen, zuviel." — Frau L.: „Und was versetzten sie darauf? - weil man dessen Werth nicht kannte. Zunächst enthält der- Stimme der kleinen Minna aus dem Hintergründe: „Die selbe düngende Bestandtheile, insbesondere Ammoniak, also silbernen Löffel." Stickstoff. Man hat in dem Steinkohlenruß 2,5-5', Procent * * *
Ammoniak nachgewiesen, während in dem Holzruß sich, 1 bis ! Schreiber (zum Fenster hinausschauend): „Jetzt seh' 2 Procent nachweisen lassen; dieser enthält dagegen ziemlich | ^em g%aurer da drüben schon drei Stunden zu, aber auch viel Kali und Kalksalze. keinen Stein hat der Kerl bisher angefaßt. Jetzt möcht' ich
* * * I nur wissen, wofür solche Leute alle Sonnabend ihr Geld ein-
Sanee zn Häringen nnd Kartoffeln. Ein streichen." — Maurer: „Jetzt guckt der Schreiberknecht scho' Tassenkopf saure Sahne wird mit einem ganzen Ei, einem drei g'schlagene Stund' zu mir 'rüber und hat in dera ganze Theelöffel Senf, einer Prise Pfeffer und etwas geriebener Zeit noch koi Feder a'g'recht- Jetzt möcht i nur wissa, für Zwiebel gequirlt, eventuell wird auch die Häringsmilch dazu was so Tagdiev' ihr' B'soldung ei'nemmet." genommen und über zwei bis drei gut entwässerte und ent- I * *
grätete Häringe gegossen. Beides zusammen muß einige Stun- Eine fertige Sache. Ein Heirathsvermittler schlug den stehen; es schmeckt sehr sein zu Kartoffeln beim Abendbrod. jungen Manne vor, ein Mädchen zu heirathen, welches __________ er als hübsch, gebildet und reich schilderte. Auf das Andringen
des jungen Mannes, ihm nun auch die Schattenseiten, die Fehler des so sehr berühmten Mädchens zu sagen, gestand er endlich, daß sie hinke. — „Niemals," so antwortete der junge Mann, „werde ich ein Mädchen heirathen, welches hinkt." -
, , , r . r . Seien Sie kein Thor," erwiderte der Heirathsvermittler.
Fatales Versprechen. Em junger Schauspieler "Mgn @ie w daß Sie ein Mädchen ohne diesen Fehler tritt als Diener in einem größeren Stuck auf. Im letzten ^^athen, daß Sie mit ihr auf der Pferdebahn fahren, daß
Act hat er nur die Worte zu sagen: „Mit diesem Dolche er- Ne beim Absteigen ausgleitet, den Fuß bricht, schlecht kurirt
rette ich Dich." Der junge Mime, welcher noch nie auf einer ib unb schließlich auch hinkt. Dabei haben Sie Unruhe und Bühne gestanden, wird kurz vor seinem Auftritt von einem M das Alles sparen Sie, wenn Sie die Dame heirathen, furchtbaren Lampenfieber gepackt. Er murmelt fieberhaft 1 .- ’ c,bnen Vorschlags — da haben Sie gleich eine fertige immer die Worte vor sich hin: „Mit diesem Dolch errette ich I ß 8
Dich" — da endlich gibt der Regisseur das Zeichen- Wild 00(961 » »
stürzt der Mime heraus, umfaßt feine Partnerin, erhebt den • Donnerwetter dar
Dolch und ruft mit vollem Pathos: „Mit diesem Rettig er- I & a fe r n en gofblulh^"- Sergeant.„D -
dolche ich Dich!" - Unter donnernden Beifallsrufen fällt der wär mir das Wahre,daß ein Einjähriger. pa^ülmrt M
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* I Baron Tajo — mein Sohn läßt bei Ihnen arbeiten, und da
Der galante Ungar. „Mainen Baifall, (gnädige wö$te — Schneider: „Bitte, Herr Baron, keine
Frau, zu Ihrer Frajndin, sie ist bizony jung, schön und gajst- Umstände. Es pressirt durchaus nicht mit der Bezahlung.. •' rajch." - „Gewiß, aber finden Sie nicht, daß sie ein wenig Baron: „Das weiß ich! Mein Sohn hat mir geschrieben, eingebildet ist?" - „Ober, gnädige Frau, versetzen Sie sich ba6 Sie ihm schon drei Jahre kreditirt haben. Ich habe die in ihre Lage — wären Sie nicht auch ajngebildet? 1 Absicht— Schneider: „O bitte, bitte, Herr Baron.. •
* * * - Baron: „Ich habe daher die Absicht, da mein Schneider
Boshaft. Gast (zum Kellner, der eine Schüssel vorbei- nicht gern kredidirt, von nun an auch bei Ihnen arbeiten zu trägt): „Sie, Kellner, geben Sie mir mal den Teller mit den I lassen!"


