aussühren, mußte der Herr Lieutenant doch nicht allzusehr von dem guten Gedächtniß seines Fritz überzeugt sein und deshalb erfolgte in jedem Quartier immer wieder dieselbe Mahnung: „Daß Sie mir nicht vergessen, die Handtücher mitzunehmen." — Das Manöver war vorbei und man rückte in die Garnison ein. Natürlich «ar, als Beide wieder zu Hause waren, die erste Frage: „Haben Sie auch nicht die Handtücher vergessen?" worauf Fritz ein Packet herbeischleppte und demselben mit sichtlicher Befriedigung, aber zum großen Erstaunen des Herrn Lieutenant — einunddreißig Handtücher entnahm. — Fritz hatte eben den Befehl falsch verstanden und überall, wo sie im Quartier waren, die Handtücher mitgenommen.
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Bekanntmachungen.
Das Durchgehen ist nur meinen Gästen gestattet- K. B., Braueretbesitzer.
Wer über diese Wiese geht, erhält fünf Mark zur Strafe. Der Besitzer.
Der Graswuchs auf den Grundwissen wird hiermit genehmigt. Der Ortrvorstand.
qu Ehren des Geburtstages Sr. Durchlaucht des regierenden Fürsten erscheint heute die hiesige Garnison nur im Helm auf der Straße. Die Militärbehörde.
Die Besitzer von Hunden, welche keinen Maulkorb tragen, werden unnachsichtlich eingefangen und binnen drei Tagen ge- töbtct- Die Polizeiverwaltung.
Elf Kleiderschränke für Mannschaften von Kiefernholz fudjt Die Garnisonverwaltung.
Wie man Krebse züchtet. Der Förster B. ist ein sehr großer Freund von gekochten Krebsen. Seitdem in Deutschland fast in allen Gewässern dieselben ausgeflorben, war auch der Bach in der Nähe seines Wohnhauses krebsleer. Der Förster entschloß sich, denselben von Neuem zu besetzen und kaufte 1 Schock theuere Krebse hierzu. Kaum waren dieselben einige Tage ausgesetzt, da kam freudestrahlend zu ihm ein Junge und rief schon von Weitem: „Herr Förschter, Herr Förschter! im Bach sinn widder Krebse, 59 Hamm mer schon gegessen." Tableau! * ,
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Ein unglückliches Weib. Sie: „Paul, das thut weh! Ich weiß es ja, ich seh' es ja, daß Du mich nicht mehr liebst!" — Er: „Aber liebe FraU, soll ich Dir denn noch öfter meine Liebe schwören?" - Sie (schluchzend): „Nein, nein, ich glaub' es nicht! Eine Frau mit einem so alten Hut kannst Du ja gar nicht lieben!"--
Aus der Schule. Ein Knabe wird von seinem Klassenlehrer zum Nector der Schule nach einem Teüurium geschickt. Der Schüler richtet nun den Auftrag, wörtlich hier niederge- schrieben, so aus: „Der Herr Cantor möchte das Delirium haben." „ , .
Das richtigeMittel. Photograph: „So jetzt machen Sie ein recht freundliches Gesicht!" — Student: „Sehr gern, aber pumpen Sie mir vorher zwanzig Mark!"
Ausgeplaudert. Chef (zum neuen Lehrling): „Hat Dir der Buchhalter schon gesagt, was Du Nachmittags zu thun hast?" — „Ja; ich soll ihn wecken, wenn ich Sie kommen sehe!" * *
Aus einem Liebesbrief. ... als Erkennungszeichen werde ich am Sonntag hellblondes Haar tragen.
Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Eichen.
Vor Gericht. Präsident: „Haben Sie etwas anzu- | führen, was zur Linderung Ihrer Strafe beitragen könnte i | - Angeklagter: „Ach ja, Herr Präsident, laffen Sie mr
Fritz, daß Sie mir nicht vergessen, die Handtücher mitzunehmen!" so lautete die eindringliche Mahnung, die der Herr Lieutenant X- an seinen Burschen richtete, als Beide sich anschickten, in's Manöver auszurucken Mama hatte dem Herrn Lieutenant anempfohlen, doch ia eigene ää äs »Vr S« «' Ä‘ auTtf»« 1 M -in & Meta Bette bringe»!"
stärksten Glühhitze widersteht, fertigt man aus vier bis fünf Theilen getrocknetem und gepulvertem Lehm, zwei Theilen feinen rostfreien Eisenfeilspänen, einem Theil Braunstein, einem halben Theil Kochsalz und einem halben Theil Borax. Alks dieses wird recht innig mit einander vermischt, dann mit Wasser zu einem dicken Brei angerührt und dieser Kitt, da er rasch verhärtet, schnell verbraucht. # ,
Perlmutter. Man reinigt die Sachen mit einer Mischung von weißem Thon und Wasser- Seife zerstört den Glanz. # ,
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^wetschen-Röster. Man entfernt die Kerne aus schönen reifen Zwetschen und kocht sie mit Waffer. etwas Mucker und ein Stückchen Zimmt, bis sie recht weich sind und der Saft dicklich ist, servirt sie so oder passirt sie und läßt sie noch etwas verkochen. Als Beigabe zu Schmarn, Knödeln u- dgl. e ,
Vöklinassalat. Gastwirthe und Gutsbesitzer, die im Winter öfter ganze Kistchen Pöklinge einkaufen, klagen zuweilen, daß sich dieselben nicht lange genug frisch erhalten. Diesem Uebelstande ist dadurch abzuhelfen, daß man noch rechtzeitig aus den übrigbleibenden Pöklingen einen Salat bereitet. Die aefchälten Pöklinge werden klar gewiegt und dann gekochtes Fleisch, Gurken, Zwiebel, Essig und andere Gewürze hinzufügt. Der wohlschmeckende, Salat ,hält noch mehrere Tage.
Kümmelkuchen zumFühstück. Von einem Mund Mehl wird mit etwas lauer Milch ein Teig gemacht- Wenn er aeaanaen ist, thut man 1 Ei, 64 Gramm Butter, etwas Salz^eine Hand voll Kümmel und soviel Milch dazu, als das Mehl annimmt, daß es ein fester Teig wird. Diesen verarbeitet man dann so lange auf dem Nadelbrett, bis der Kümmel anfängt wieder herauszufallen. Dann wird der Teig in eine hohe Form gegeben; nachdem er aufgegangen, wird er im Rohr gebacken., #
Kürbisbrei mit Reis bereitet man indem man die geschälten, von Kernen und Fasern befreiten Kürbisstücke 3/ Stunde in Wasser weichkocht, dann auf einem siebe ab laufen läßt und den Brei mit in Milch dick ausgequelltem Reis vermischt. Alsdann fügt man gut gereinigte KoMthen und etwas geriebene Muskatnuß hinzu und läßt das Ganze mit ÄW» S°„ Md einem «"-»»»-4 .Mm» verkochen. Beim Anrichten bestreut man den Brer mit Zucker und Zimmt. # *
Fischsuppe. Einen abgekochten Fisch kleinster Gattung man in kleine Stücke und wirst dieselben m üne aus 3/< Liier Wasser, 5 Gramm Liebigs Fleischextract und 10 Gramm getrockneter Julienne hergestellte Suppe, die vorher eine halbe Stunde gekocht hat. Dann säuert man diese Suppe mit Citronensaft, Essig oder auch s^erm Wein, salzt und pfessert sie und gibt sie mit gerosteten Brodschnitten zu Tisch. -------------
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