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Wanderung im Noaeksöera. i Nach der zweiten Nachtruhe in Eichelsachsen ging er wieder _____ a ü zu Fuß bis Eichelsdorf. Von letzterem Orte fuhr Einsender Al« am 10 (SotitPwhor «ihn» m hu , 11. . I ?er Bahn über Nidda, Gießen wieder' nach Haus. Der ÄX*" ""b -- w--,h. b.6 m°»ch°°° Zeilen die Sehnsucht, wieder einmal eine Wanderung nach dem ' '' ' 'W. V.

lieben Vogelsberg, seiner früheren Heimath, zu unternehmen. Mit dem Stab in der Hand, aber ohne Sträußel am Hut, pilgerte er, ein 70jähriger Greis, am vorigen Mittwoch von Butzbach über Münzenberg, Wohnbach, Berstadt, Salzhausen

nach Nidda. Von da aus benutzte er die Secundärbahn durch I Wie bringt man das Moos im Rasen weg *? das schöne Niddathal nach Schotten, wo er kurz nach 7 Uhr Von großem Werthe für Rasenflächen sind Kalkdüngungen; Abends wohlbehalten anlangte. Von dem Besitzer des Gast- ganz besonders sind sie aber da angebracht, wo es sich um die Hofes zumHessischen Hause" freundlich ausgenommen, beschloß Vertilgung von Moos handelt. Den ersten Rang unter den der Wanderer, dort zu übernachten. Nachdem er den knurren- kalkhaltigen Düngemitteln nimmt in diesem Falle die Holzasche den Magen gehörig befriedigt hatte, ließ er sich ein Zimmer I ein. Sie enthält alle diejenigen mineralischen Stoffe, welche anweisen und begab sich zur Ruhe. Das Bett, frisch mit die Pflanze zu ihrem Aufbau benöthigt. Neben größeren schneeweißer Leinwand überzogen, bot ein vortreffliches Nacht- Mengen Kali, Natron, Kalk, Kieselsäure, ist die Holzasche bis lager, so daß der müde Wanderer bald in Morpheus Armen zum fünften Theile ihres Gewichtes reich an phosphorsauren fest schlief bis zum kommenden Morgen. Ein guter Kaffee I Salzen. So vernichtet sie nicht nur das Moos, sondern trägt nach vorzüglicher Nachtruhe mundete vortrefflich. Nach Be- auch ungemein zum fröhlichen Gedeihen der Gräser bei. Man richtigung der Rechnung für Nachtlager und Verköstigung, verwendet auf den Quadratmeter etwa 250 Gramm, im Früh­äußerst billig bei sehr freundlicher Behandlung seitens der noch jahr ausgestreut. Sollte Holzasche nicht zur Verfügung stehen, jungen Wirthsleute, ging es nun weiter nach dem hohen f° leisten verrottete Sägespäne oder alte Gerberlohe bei Ver- Hohenrodskopf zu. Der Himmel hatte sich bewölkt und es j tilgung des Mooses auf Rasenflächen auch gute Dienste, war empfindlich kalt bei östlicher Windrichtung. Doch konnte * * *

man noch ziemlich weit sehen. Felder und Wiesen belebten Wie man Mauern an der Wetterseite schützt, sich nach und nach mit Landleuten, welche sich emsig mit Um durch Anschlägen des Regens feucht gewordene Mauer- Mähen des Grummetgrases und Heimholen von Roggen, wände auf der Wetterseite zu schützen, hat sich ein einfaches Gerste und Hafer beschäftigten. Ich begegnete mehreren I Mittel in der Praxis ungemein bewährt. Ueberstreicht man Wagen, vor welche sechs Kühe gespannt waren. Sämmtliches nämlich die Mauersteinwand in trockener Jahreszeit mit dünnem Vieh war ächt Vogelsberger Rasse und gut genährt. Eine I Seifenwasser von harter Seife, so füllen sich die feinen Poren Schafheerde bei Breungeshain erregte große Bewunderung. I der Steine damit an, und die rückständige harte Seife ver- Die Früchte im Felde haben allerdings durch vieles Regen- I stopft dieselben nach Verdunstung des Waffers. Die mit die- weiter Roth gelitten. Allein der wackere Schwabs (hier I tent Mittel zu erreichende Ersparniß gegen andere Schutzmittel Vogelsberger) furcht sich nett. Einsender hat mit vielen Land- ist außerordentlich groß.

teilten über Malheur in der Ernte gesprochen, aber Niemand I * * *

"Wir haben einen guten Viehstand und Nutzen der Holzkohle. Die Holzkohle ist ein gutes reichlich Futter für denselben," hörte man sagen,und da desinficirendes Mittel. Infolge ihrer bedeutenden Porösstät wird die Scharte wiederausgewetzt." Was außerdem Freund- absorbirt und condensirt sie rasch übelriechende Luftarten. Ein llchkert, Genügsamkeit, Bescheidenheit und Gefälligkeit anlangt, Cubikzoll srtfche Kohle kann nahezu 100 Cubikzoll Ammoniak da ist der Vogelsberger Menschenschlag unübertrefflich. in Gasform absorbiren (einsaugen). Wird sie in mehreren Gegen 11 Ußr Mittags langte Schreiber dieses in I stachen Gefäßen auf dem Boden eines Gemaches aufgestellt, Breungeshain an. Bei Herrn Gastwirth Appel wurde ge- I f° reinigt sie die verdorbene Luft, 'indem sie die üblen Gerüche rastet. Eine gute Flasche Bier, ein kernhastes Stück Bauern- an sich zieht. Riechendes Fleisch kann wieder rein gemacht brod und ein Stück Wurst diente als Frühstück, alles zusam- I werden, wenn man es mit Kohlen bedeckt. Die Holzkohle

men kostete 40 Pfg. Nach einer Stunde Rast galt es, den I bildet ein unvergleichliches Verbandsmittel für bösartige Wun-

letzten Höhenzug zu ersteigen, um das Haus des Vogelsberger I den und Geschwüre, indem sie oft tobte« Fleisch in uuglaub-

Höhenclubs zu erreichen. Da hieß es aber gestiegen und lich kurzer Zeit verzehrt. In Fällen von sogenanntem wilden

immer langsam voran. Um halb 1 Uhr wurde das Ziel er- I Fleisch ist sie unschätzbar. Sie läßt keinen üblen Geruch auf­reicht. Dicht am Walde steht das Clubhaus. Der geräumige I kommen, greift kein Metall, kein Gewebe, keine Farbe an; Saal war bei der herrschenden kühlen Witterung hübsch er- I ste, ist ein einfaches, sicheres und ganz unschädliches Des- wärmt. Mehrere Damen und Herren waren schon vor mir I inficirungsmittel. Auf Brandwunden gelegt, stillt sie den angelangt. Ein guter Kaffee verscheuchte alle Müdigkeit. An I Schmerz augenblicklich und beschleunigt die Heilung ungemein. Eiern, Schinken und gutem Brod war kein Mangel. Ein Ein Theelöffel voll Kohlenpulver, in einem Glase Wasser ge- gutes Fernrohr stand jedem Gast zur unentgeltlichen Verfüg- uommen, mildert oft nervöses Kopfweh, das vom Magen aus- ung. Da der Himmel etwas bedeckt war, so konnte man nicht I geht. Sie ist eines der besten Mittel gegen Blähungs­sehr weit sehen, das war schade. Das Fremdenbuch aber öeschwerden, wenn der Leib von Gasen aufgetrieben ist. Sie leistete hinlänglich Ersatz. Die drolligsten Bemerkungen in I wirkt oft günstig bei Verstopfungen, Sodbrennen und Magen- demselben reizten zum Lachen. | krampf.

Punkt 3 Uhr Nachmittags trat Einsender dieser Zeilen I * * *

den Rückweg an. Er ging wieder zurück nach Breungeshain | Fleckenwasser gegen Rostflecken in Wäsche, und von da ab über Busenborn, Eschenrod und Wingershausen I Man mischt in einem Glase ein Theil Znckersäure (Kleesäure), nach Eichelsachsen. Dieses enge Thal mit feinen prächtigen I ein Theil Citrouensäure, ein Theil Salz und acht Theile Wiesen und steilen bewaldeten Höhen seitwärts und das krystall- I reines Wasser. Mit einigen Tropfen von der hieraus erhal- helle, plätschernde Gewässer in der Thalsohle, Alles ist zum I tenen Lösung überstreicht man den Flecken, hält diesen dann Entzücken schön. Rechnet man dazu die vortrefflich erhaltenen | an ein mit heißem Wasser gefülltes und dadurch erhitztes Kreisstraßen von Ort zu Ort, so muß man unwillkürlich aus- | zinnernes Gefäß, worauf der Flecken alsbald verschwindet, rufen:Was willst Du in die Ferne schweifen, sieh', das I Die betreffende Stelle wäscht man dann mit Seifeuwasier nach. Schöne ist so nahl" In Eichelsachsen wurde das zweite I * * *

Nachtquartier genommen. Ueberall die freundlichste Aufnahme; I Feuerfester Kitt. Feuerfester Kitt, welcher (hart von Uebervortheilung für Speisen und Getränke ist keine Rede. I geworden) der Hitze von kochendem Waffer wie auch der