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In seinen Armen, mein heißerglühendes Geflcht an seine! Brust verbergend, hauchte ich die Antwort auf diese Fraae gestand ich meine Thorheit, meinen Stolz, meinen Betrug, die mir zwei schwere, kummervolle Jahre bereitet und mich so lange von ihm ferngehalten hatten.

dieserZWelt genießt, hatte ich bereits mit dem Leben ab­geschlossen. Und als ich der freudlosen Zukunft, die meiner harrte, gedachte, füllten sich meine Augen mit Thränen.

(Nachdruck verboten.)

Die alte Kuckucksuhr schlug die elfte Abendstunde. - Knarrend war das kleine Thürchen im Gehäuse aufgesprun- gen, der kleine grüne Vogel spazierte heraus und machte bei

Da plötzlich sah ich in der Ferne eine Gestalt auftauchen sie kam näher die Thränen schwanden, bang klopfte mein Herz, ein heftiges Zittern ergriff meine Gestalt.

Sah ich recht oder täuschten mich meine Sinne? Nein, nein, das war sein Gang, das war seine schlanke Gestalt mit dem stolz erhobenen Kopf. Bis er die Stelle erreicht hatte, wo ich saß, hatte ich Zeit, wenigstens äußerlich meine völlige Ruhe wiederzugewinnen. Ich reichte ihm die Hand und hieß ihn ruhig und freundlich in der Heimath willkommen. Er setzte sich zu mir, er fragte, wie es mir, seit wir uns nicht gesehen, ergangen sei, er erzählte mir von seiner Reise, seinen . -----

Erlebnissen während des letzten Jahres; er unterhielt sich lange I eine tiefe graciöse Verbeugung beim elften

mit mir, aber trotz all' meines Bemühens blieb unsere Unter- I ®9rct klappte mit lautem Schlage das Thürchen wieder zu Haltung steif und gezwungen. Ini) .^ußer dem steten, behaglichen Gang der alten Wanduhr

Sie wollen, wie ich soeben von meinem Freund Pon- j herrschte Ruhe im Halbdunkeln, wohlig eingerichteten Zimmer, tinus hörte- wieder fort von hier?" fing er endlich an. I Eine junge Frau stand am Fenster und schaute über den Haben Sie aber auch bedacht, was Sie aufgeben, wenn Sie I weiten Hof, den strohgedeckte Wirthschaftsaebäude umrahmten Ihre Freunde, die es so gut mit Ihnen meinen, wieder ver- I Sie blickte hinauf zum Abendhimmel, über den sich ein glitzern- lassen, um allein gegen die Stürme und Gefahren, die Ihnen I der Sternenteppich breitete. Geheimnißvoll huschte von Zeit in der großen Welt nicht erspart bleiben werden, zu kämpfen?" I r» Zeit verhaltenes Leuchten eines fern in den Bergen ver-

Ich habe Alles bedacht, ich mache mir auch keine Jllu- I grollenden Wetters über den tiefdunklen Himmelsbogen.

sionen über die Zukunft aber mein Entschluß steht fest." I 3Kft"

Dänn wäre es wohl auch vergebene Mühe, wenn ich I , Bettchen, aus dem der leise Ruf scholl und

Ihnen noch weitere Vorstellungen machen wollte," entgegnete I beujt 1*$.. über den blonden Liebling:Bist Du er, meine Hand erfassend,Sie wissen, daß meine besten I §^di?

Wünsche Sie begleiten." I »D, Ma, mir war so Angst, ich träumte so schwer und

Davon bin ich überzeugt," sprach ich.Ach, könnte ich I mir ^!"

Ihnen doch sagen ..." I Wie die Wangen des Knaben glühten I Und dieses heiße,

Weiter kam ich nicht, die innere Aufregung erstickte meine I fast sprühende Feuer des Fiebers in den blauen, großen Stimme. I Augen, die ängstlich, wie hilfeflehend auf die junge Frau ge-

Sie wünschten, Sie könnten mir sagen, was ich schon I richtet waren. Es kam ihr selbst jetzt erst drückend heiß im weiß," sagte er, ohne meine Hand loszulaffen.Sie möchten | Zimmer vor. Sie öffnete das Fenster; laue Abendluft quoll mir sagen, daß Sie mich bemitleiden, daß es Ihnen leid I herein, ein leiser Windhauch trug stillen, würzigen Duft der thut, mir solchen Schmerz zu bereiten, und daß Sie hoffen, | Lindenblüthe in den Raum.

K f°erbe auch über dieses letzte Lebewohl Hinwegkommen. | Mit vollen Zügen athmete der Kleine die kühlende Lust

O, sparen Sie sich Ihre Worte des Mitleids! Ich hoffte, I ein, dann schien er ruhiger zu werden.Wo ist Papa?"

daß Zeit, Kummer und Ihre einsame Lage mich bei meiner IEr kommt bald" berubiate iie bett @r/iitafnnf m

Werbung unterstützen würden - ich kehrte zurück in die Hei- nur zur Sta^gefahren -M Da " *

math, um ein letztes Mal zu versuchen, ob ich keine Hoffnung nLm!" r«m unket, weißt Du. . . hätte, Sie zu gewinnen, ob meine heiße, leidenschaftlicheLiebe I eLwieber. f° Otters Medicin, seufzie

nicht wenigstens auf ein klein wenig Zuneigung von Ihnen I b ^, n rttber8°9 schmollend das Mündchen, hoffen dürfe aber nein! Der erste Blick aus Ihren Augen, j . ©ie wte ihn abzulenken von dieser trüben Erinnerung die ersten Worte von Ihren Lippen sagten mir genug; ich j ber verflossenen Stunden seiner schweren Nervenkrankheit, finde Sie kälter und fremder denn je! Thörichtes Mäd- I doch die vielen Tausend glitzernden Sternchen am Him- chen," fuhr er in immer hastigerem, erregterem Tone fort, I met' mein süßer Fredi, die leuchten Papa auf seinem Heim- »wie wenig wissen Sie, was Sie von sich stoßen! Wie I roe8e- t ..

nutzlos, sich an eine leere Erinnerung zu klammern! Glauben I . - Die heißen Blauaugen richteten sich hinauf zurHimmelr- Sie mir, es würde den Tobten nicht kränken. O, nie hätte I be(Je- * was sind denn das eigentlich, die Sterne?" ich gedacht, daß ich jemals so mich demüthigen, so bitten I frQ9te er bann plötzlich mit so altkluger Miene, wie er sie könnte! Aber versuchen Sie nur, mich zu lieben; schenken Sie I manchmal anzunehmen pflegte.

mir Ihr Vertrauen, Ihre Achtung, und ich nehme es auf I stehst Du, das sind die Augen der braven Kinder, mich, Ihnen noch Liebe einzuflößen. Ist es denn nichts, so | be ber »ebe Gott als Engelein zu sich gerufen hat," sagte sie.

geliebt zu werden, wie ich Sie geliebt habe? Die erste, letzte | »Ma, war ich denn immer recht brav?" lallte der kleine

und einzige Liebe eines Mannes zu fein, der unter so Vielen I Kerl, schon wieder in fieberischer Erregung dann sank der

wählen könnte. Denken Sie nur an ..." I heiße Kopf schwer in die Kissen. Ein Beben flog durch des

Durfte ich den Worten, die ich hörte, trauen? Hielt kein | mngen Weibes Körper, als sie sachte die Fensterflügel schloß. Traum mich umfangen? War es wirklich eines Menschen, I Vier Tage sind vergangen, da» kleine Bettchen ist leer, war es wirklich seine Stimme, die so zu mir sprach? I Die junge Frau steht, an ihren Gatten geschmiegt, wieder am

Ehe Sie weiter reden, lassen Sie mich Ihnen Eines I Inster, die Abendluft streicht lau herein, leiser, süßer Duft sagen, was meine Lippen bisher Niemandem verrathen haben; I . , Lindenblüthe bringt auf des Windes leichten Schwingen der Himmel vergebe mir, wenn es eine Sünde ist aber I Ammer. Das Heer der Sterne flirrt und flimmert am ich habe nie da geliebt, wo Sie glauben. Ich täuschte ihn I dunklen Himmel, eine Sternschnuppe huscht über das tiefblaue und täuschte Sie; aber ich bin bitter dafür bestraft worden I . und erblaßt im unendlichen Raum und da das

und habe es bitter, sehr bitter bereut. Zwischen mir und ihm I , eib nut1 hinaufbltckt, da« seinen Liebling verlor, bricht stand eine andere Liebe, die längst in meinem Herzen lebte, I mh,e,n ^utes Klagen aus ihrer Brust. Zwei Augensterne, bevor ich ihn kennen lernte eine Liebe, die heute noch so | bie l?re8 blonden Knaben, waren ja erloschen für immer.

I ott.B..«.*