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Monaten keine schlechten Geschäfte gemacht. Wir werden leicht zu einer Verständigung gelangen, wenn Sie auf meine
Vorschläge eingehend (Fortsetzung folgt.)
G-M-rnnütziges.
Das Schwefel« der Conserven-Gefätze. Ein neues Verfahren, um Früchte, Gemüse und dergl- besser zu conservieren, ist folgendes: Die zum Einlegen bestimmten Gefäße sind gut zu reinigen, auszuspülen und an der Sonne oder bei Ofenwärme inwendig gut zu trocknen. Alsdann wird etwas Schwefel geschmolzen und ein kleines Stück Leinwand in diesen getaucht. Die Leinwand befestigt man an einem Stückchen Draht, brennt sie an, steckt sie in das Gefäß und verschließt dieses sogleich. Nach einer halben Stunde wird der Draht herausgezogen und die einzulegenden Früchte resp. Gemüse können nun in die Gefäße kommen. Eine andere Weise des Schwefelns besteht darin, daß man den angebrannten Schwefel auf einen Teller bringt, und das zu schwefelnde Gefäß darüber deckt, so daß der Schwefeldunst in dasselbe einziehen kann. Dieses Verfahren läßt keinerlei Schwefel geschmack zurück.
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Verwerthung der Preiselbeeren. Die sortirten und gewaschenen Beeren werden in ein flaches Gefäß gethan, zugedeckt und während einiger Zett bei 100 Grad Celsius so lange erwärmt, bis sich starke aromatische Dämpfe zu entwickeln beginnen und der Saft auszuscheiden anfängt. Hierauf werden die Beeren abgepreßt und der Saft filtrirt. Der so erhaltene Saft wird in Flaschen aufbewahrt und kann in solchem Zustande zur Darstellung von Limonaden, Gelee, und als Zusatz zum Thee verwendet werden. Gleiche Ge> wichtstheile Krümmelzucker und Beerensaft geben einen granat- rothen Zuckersaft, der namentlich zur Darstellung von Punsch und Glühwein Verwendnng finden kann. Die Dauerhaftigkeit des Beerensaftes wird erhöht, wenn man ihn abkocht, abschäumt und dann mit Zucker versetzt. Der eingekochte Beerensaft ist dunkelgranatroth und ziemlich stark aromatisch. Mit Gelatin und Albumin können aus demselben mancherlei andere Genußmittel hergestellt werden.
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Gesundheitssuppe. Einige Hände voll junger Sauerampfer, halb so viel wie Kerbelkraut, einige Häupter Kopfsalat und ein wenig Petersilie wird rein durchlesen, öfters gewaschen , dann mit dem Wiegemesser etwas geschnitten, doch nicht zu fein, und mit 140 Gramm frischer Butter eine halbe Stunde langsam gedämpft. Hierauf gießt man einige Liter gut kochende Kräuterbrühe darüber und läßt sie noch eine Weile sieden; die aufsteigende Butter wird abgenommen, die Suppe gehörig gesalzen und über kleine, in Butter geröstete Brodkrusten angegossen.
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Wo mutz der Baurnpfahl stehen? Nach Süden, hinter ihm das Bäumchen, damit gerade in dieser Jahreszeit die Sonne beim schnellen Temperaturwechsel, bei raschem Auf- und Zufrieren nicht an den Baum gelangt, sondern durch den Pfahl abgehalten wird. Denn nur die von der Sonne beschienenen Stamm- und Asttriebe erfrieren, die anderen nicht.
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Magermilch. Alle Ansichten der Sachverständigen stimmen darin überein, daß die Magermilch ein höchst werth- volles einflußreiches Nahrungsmittel, dessen Marktpreis um das fünf- und sechsfache niedriger ist, als sein Nährwerth. Das Eiweiß in der Magermilch wird etwa nur mit dem fünften Theil von dem bezahlt, was Eiweiß in Form von Rindfleisch kostet. Die Magermilch gehört jedenfalls zu den preiswürdigsten Nahrungsmitteln und kann deshalb mit Recht
den besten Volksnahrungsmitteln zugezählt werden. Es ist demnach sehr zu beklagen, daß noch immer auf Unkenntniß beruhende Vorurtheile, insbesondere den Arbeiterstand von dem täglichen Genuß der Magermilch abhalten.
Vermischtes.
Traurige Erfahrung. Kaufmann: „Sie haben sich um die Stells als Hausknecht beworben, wie steht es denn mit Ihren Militärverhältnissen?" — Hausknecht (zögernd): „Ja, von den ganzen is mich blos die Kathi treu geblieben!"
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Mißverständnis Richter: „Sie waren schon einmal wegen Milchfälschung angeklagt?" — Bauersfrau: „Ja." — Richter: „Wie viel haben Sie denn damals bekommen?" — Bauersfrau: „Bekommen hab' ich gar nichts; ich mußt' noch sechzig Mark dazu zahlen!"
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Zw ei Ansichten. Optimist (eine Raupe betrachtend): „Schau' nur, wie bequem es so ein Thier hat. Diese vielen Füße!" — Pessimist: „Ich danke — und dann diese Masse Hühneraugen!"
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Vorgebeugt. Hausknecht: „Sie möchten mir rasch irgend ein beruhigendes Mittel geben I" — Apotheker: „Was ist denn passiert?" — „Roch nichts; aber unser Herr will nachher dem Fremden die Rechnung geben!"
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Unangenehme Unterbrechung. Sonntagsjäger: „Denken Sie sich nur, ich verfolge den angeschossenen Hafen, da klettert er auf einen Baum —" Förster: „Und schreit Miau!"
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Das böse Gewissen. Gast (nachdem er gegessen hat): „Sagen Sie mal, heißt dies Wtrthshaus nicht auch zum „Roß"? — Wirth: „Hm — hat Ihnen der Sauerbraten vielleicht nicht geschmeckt, Herr?" ♦ ♦
Ein fjindiger Wirth. Wirth (zu seinem Nachbar, dessen Katze ihn durch Besuche belästigt): „Wissen Sie Herr Nachbar, wenn Ihre Katz nochmal in mein Haus kommt — am nächsten Tag steht sie auf der Speisekarte!" ♦ *
Verschnappt. Wirth: „Weshalb kosten denn eigentlich bei Ihnen die süßen Weine mehr als die herben?" — Reisender : „Na, glauben Sie vielleicht, wir bekommen den Zucker geschenkt?"
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Tigerjagd. Ein Engländer, der lange in Indien geweilt und dort der Tigerjagd obgelegen, wurde gefragt, ob das die richtige Weidmannslust sei. „Es ist ein ganz angenehmer Sport," erwiderte dieser, „so lange als Sie den Tiger jagen, jagt der aber Sie, so hat es seine Schattenseiten." ♦ ♦
Wie man Hasen fängt. Wer Hasen kriegen will, ohne den Balg durch Schrotkörner zu beschädigen, muß folgendermaßen zu Werke gehen: Er schießt dicht vor dem Hasen, wenn er gerade ein Männchen macht, in den Sand. Freund Langohr wischt sich ganz verwundernd den Sand aus den Augen, während dessen hat man bequem Zeit, sich ihm zu nähern, ihn an den Löffeln zu packen uud in die Jagdtasche zu stecken.
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Zerstreut. Dienstmädchen: „Herr Professor, Herr Professor, es ist ein Einbrecher im Haus I" — Professor (in eine Arbeit vertieft): „Er soll wiederkommen; jetzt habe ich keine Zeit!" —
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.
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