Ausgabe 
13.2.1894
 
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willst!"

Vermischtes

Buden!"

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

Ganz einfach.Du, Bummel, ich muß heute au», ziehen, weil ich schon über ein Jahr keine Miethe bezahlt habe! g.Merkwürdig! Bei mir ganz der gleiche Fall!"Das trifft sich ja prächtig! Da tauschen wir ganz einfach .unsere

Ein lieber Neffe. Erbonkel:Wann hört denn Deine Studienzeit auf?" - Neffe:Nach Deiner Testament», eröffnung!"

gestorben."

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Schlagfertig.Paul, nicht so viel; es ist eine alte Regel: wenn's Einem am besten schmeckt, soll man auf» hören."Ach Papa, gib mir noch etwas, mir schmeckt'» noch nicht am besten !"

Freundliche Aufklärung.Herr Wilke, Ihr Fräulein Tochter hat mir gestattet, mich bei Ihnen um ihre Hand zu bewerben. Bevor ich aber meinen förmlichen Antrag stelle, möchte ich Sie fragen, da es sich um eine so überaus be» deutungsvolle Angelegenheit für mein Leben handelt, ob in Ihrer «erthen Familie schon Fälle von Irrsinn vorgekommen sind?" -Sie sagen, daß meine Tochter mit Ihrer Bewerbung

Aus der Jnstructionsstunde. Unteroffizier:Woran erkennen Sie Ihren Herrn Hauptmann ?" Rekrut:An der Glatze." Unteroffizier:Dummkopf! Wenn er nun den Helm auf hat?" - Rekrut:Hernach kenn' ich ihn an der rothen Nase." * ,

Das Entbehrlichste. Studiosus (beim Quartierwechsel zur Dienerin):Hören Sie, Monika, wenn Sie schon was sall'n laff'n, dann wenigstens nur die Studirlampe!"

* *

Splitter." Die Schneider leben von derUeber» zeugung" Anderer.

Alles umsonst.. . . . Siehst Du, liebe Freundin, Backfisch-UnterhaltZng. Leonie:Jst^DeinPapa ich möchte schon so lange einen neuen Salon!" -So suche ftu$ Qegen bie Civilehe?" - Ilse:Das Nicht, aber leider Deinen Mann durch Thränen dazu zu bewegen!"Nützt flegen bte Militärehe!" nichts! Da kauft er mir neue Handschuhe."Dann be« 1 "

kommst Du Deine Nerven!"Da meint er, ich wollt' einen neuen Hut."Und wenn Du in Krämpfe verfällst?" ,-Kauft er mir ein neues Kleid."So werde doch ohn» mächtig!"Dann meint er, ich wollte nach Nizza."Cv stirb!"O, das glaubt er nicht mehr; ich bin schon so ost

einverstanden ist?"Ich schätze mich glücklich, diese Frage bejahen zu dürfen."Dann erachte ich e» für meine Pflicht als Vater, Ihnen zu sagen, daß meine Tochter bedenkliche An» lagen zum Irrsinn an den Tag legt."

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Gutgemeinter Rath. Assessor (zu einem College«). Ich möchte um Ihren Rath bitten. Rechtsanwalt Grob hat mich vorhin einen Esel genannt. Soll ich ihn fordern, oder soll ich ihn verklagen?" College:Fordern Sie ihn lieber, denn wenn Sie ihn verklagen, ist er im Stande und beweist, was er gesagt hat!" * e

Gewissenhaft. Richter:Ich mache Sie daraus aufmerksam, daß Sie jedes Wort beschwören müssen. Sie dürfen also keine Thatsache behaupten, die Ihnen etwa nur vom Hörensagen bekannt ist Zuerst wollen wir nun mal Ihre Personalien feststellen. Wann sind Sie geboren?" - Zeuge:Ja, Herr Präsident, das kann ich nicht beschwören, das weiß ich wirklich nur vom Hörensagen."

Dadurch, daß Du da» Wildern läßt! Wohin willst I ^Jch steige de« Hang hinab und umgeh' das Küchel; dicht an der Straße habe ich mein Gefährt im Walde verborgen. Komm' mit!" _ - ix

Um Dir beizustehen, Bauer, wenns noth thut! Ja, ich will es thun!" erklärte Joseph.

Sie kletterten den steilen Abhang hinab und waren nach einer halben Stunde bei dem Wagen- Die Rappen wieherten, als sie ihren Herrn erkannten. Die beiden Männer hatten da» Gespann bald aus der Straße, saßen auf und fuhren rasch davon.

Es war ein ernstes Gespräch, das sie sodann führten.

Laß das Wildern nun sein, Bauer!" ermahnte Joseph. Sonst kommst Du noch in böse Häuser!"

Ja, Joseph, ich muß versuchen, es zu lassen, die Jäger passen mir zu sehr aus die Finger; aber daran ist Niemand schuld als der Schuft, der Pfilzer; er hielt um die Lom an und ich zeigte ihm die Thür!"

,Ho versprich auf Dein Wort, daß Du's Wildern lassen

wwi»;' , , . rxx-a I Sarkasmus. (In einem Restaurant hat ein Herr aus

Ich versprech « Aber was mich ärgert, ist der schöne etnen ihm nicht gehörigen Hut ergriffen, reicht den»

Sechzehnender, den ich ihnenlassenmußtbl-islch Artyu rechtmäßigen Besitzer zurück.)Verzeihung,

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zusammenbricht und will ihn ausweiden; da Mert s: Halt! auswendig! . .

Ich nehm' den Stutzen und lauf fort in s Gebüsch. Die I , , ,

Kugeln pfeifen um mich her, ich aber nicht faul, geb' auch Ein sicheres Mittel. A. -Lieber Freund, borgen Feuer, weil ich den andern Lauf noch hatte. Das Andere Sie mir geschwind 100 Thaler, ich habe mein Portemonnaie E Du schon!" zu Hause gelassen und keinen Pfennig mehr bei mir." - B.:

Sie waren bei dem Tagelöhnerhäuschen angelangt.100 Thaler kann ich Ihnen nicht geben, aber ein sichere» Laß mich absteigen, Bauer! Gute Nacht!" sagte Joseph. Mittel, solche bald zu bekommen." - A.: ,Me find außer.

Mnb halt' reinen Mund!" I ordentlich gütig I B.:Hier haben Sie 15 Pfennige,

''.Hab' keine Sorg'!" murmelte Joseph. I fahren Sie mit der Pferdebahn nach Hause und holen Sie

Das Wägelchen fuhr mit dem Rosenbauer davon und I sich Ihr Portemonnaie. *

dem Prinzen. Und dann erzählte Joseph seine wunderbare Ihnen neu ich sandte - war es nicht schön^! Sprachen die B«NM, mit dm W». Wtj#» W» S'mFw» - »Ä b« Stab

(Fortsetzung folgt.) wieder haben?"