Ausgabe 
12.7.1894
 
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Rr. 80.

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Donnerstag, den 12. Juli.

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Ja, jetzt erinnere ich mich. Er hat an der rechten Schläfe eine Narbe . . ."

(Fortsetzung.)

Herr Wolski ist nicht hier," sägte die Frau endlich zitternd. Sie war der Meinung, daß der Beamte gekommen sei, ihren Miether zu verhaften.

Das weiß ich, liebe Frau, daß er nicht hier ist . .

So?" unterbrach sie ihn lebhaft-Sie wiffen also, wo er sich aufhält?"

Hm," brummte Adamek und richtete seinen Blick fest auf Frau Scheringer.Er ist tobt," sagte er laut,einem Verbrechen zum Opfer gefallen."

Sie schrie auf. Dann erhob sie sich und ging beinahe schwankend zum Tisch, auf dem eine Flasche Wein stand. Sie goß ein Gläschen voll und leerte es hastig.

Entschuldigen Sie, die Schwäche hat mich überfallen ich trinke sonst nie. Wo ist dies geschehen?"

In einem Fiaker. Ja, du lieber Himmel, lesen ,Sie denn keine Zeitungen?"

Nein, ich kümmere mich um das Geschwätz der Zeitungs- schreiber nicht." Sie versank in Nachdenken.

Sie liest keine Zeitungen," dachte Adamek sehr zufrieden, deshalb hat sie sich trotz allen Lärmes nicht gerührt."

Ich habe schon viel gelitten in meinem Leben," begann Frau Scheringer endlich mit schwacher Stimme.Mein Mann war ein Taugenichts und ich kenne nur zu gut die Männer," setzte sie verächtlich hinzu,aber daß solche Dinge möglich sind in der Welt, hätte ich mir nicht träumen laffen."

Was für Dinge?" fragte Adamek, sich einfältig stellend.

«Daß Jemand so eine Unthat begehen kann."

Zum Beispiel wer?" fragte er und heftete dabei seinen strengen Blick auf die Zitternde.Haben Sie gegen Jemand Verdacht?"

«Ich weiß nicht, ich weiß nicht sicher," stotterte die Frau. Nach einer Weile schien sie sich doch klar geworden zu sein über das, was sie sagen wollte.

Stellen Sie Fragen an mich; was ich weiß, sollen Sie erfahren," bat sie.

Wie sieht Herr Wolski aus?"

Er ist ein sehr eleganter Herr, groß, brünett und immer sehr sauber rasirt. Er spricht nicht gut deutsch und man hört es gleich, daß er ein Pole ..."

.Hm," brummte Adamek sarkastisch,daran dürften wir ihn jetzt schwerlich erkennen; hat er nichts Auffallendes an

Das Geheinmiß der Droschke

Bon F. Hume.

1894.

Nur ein gewisser Morland er selbst ist jeden Abend ausgegangen, um Freunde zu besuchen."

Wer sind seine Freunde?"

Das weiß ich nicht. Er war sehr stolz und hat mir nie gesagt, wohin er geht übrigens," unterbrach sie sich, wenn er es auch gesagt haben würde, es wäre sicherlich nicht wahr gewesen; die Männer lügen, das weiß ich aus Erfahrung. Einmal hat er mir erzählt, daß er ein reiches Mädchen hei- rathen werde, aber das erzählen alle jungen Männer, wenn sie Schulden machen wollen."

Also ein gewiffer Morland hat ihn besucht wie sah dieser Mann aus?"

Ein hübscher Mensch. Und diese Manieren, welche der Herr hatte I Aber mir gefallen die Männer nicht, an denen nichts ist, als ein glattes Gesicht; mein Mann . . ."

Wo wohnt dieser Morland?" unterbrach Adamek den Redefluß der Frau, die wieder beginnen wollte, sich über die Fehler ihres Seligen zu verbreiten.

Das weiß ich nicht," sagte sie fast unwillig.Sonst kam er fast jeden Tag seit einer Woche ist auch er aus» geblieben."

So hm das ist merkwürdig. Diesen Morland muß ich kennen lernen," dachte Adamek, den Namen notirend. Um welche Zeit kam er gewöhnlich?"

Gegen Abend."

Hat Herr Wolski sonst keine Besuche empfangen?"

Ja, ich errinnere mich, einmal. Das war vielleicht vor vierzehn Tagen. Ein eleganter Herr. Aber es schien kein angenehmer Besuch, denn sie stritten miteinander . . ."

Haben Sie gehorcht?" fragte Adamek gespannt.

Nein," rief die Frau entrüstet,sie schrieen laut genug, daß ich sie hören konnte. Plötzlich stürzt der fremde Herr aus Wolskis Zimmer, roth vor Aufregung, und schreit: Wenn Sie sich mit mir nicht schlagen wollen, so werde ich Sie dazu zwingen; ich tractire Sie öffentlich mit der Peitsche dann wagen Sie es noch, jenes Haus zu betreten. Die Männer- sind ja alle Raufbolde, wenn sie nicht gerade feig sind, wie mein Mann."

Adamek holte tief Athem und umklammerte den Arm der

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