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Schärfe des Schneidzeuges auf der ganzen Schnittfläche gleich­mäßig herzustellen. Gin längeres Liegen in dem säurehaltenden Wasser schadet nicht, wenn man das Instrument dann nur sauber und trocken abwischt.

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Schutz der Bäume gegen die Spatzen. Ein Gartenfreund kam auf den Gedanken, eine Spule weißen Näh- saden (25 Pfg.) fortwährend über den Baum zu werfen; letzterer wurde nun so mit Faden überzogen; die Spatzen blei­ben mit den Flügeln hängen und meiden dann sorgfältig die Bäume.

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Der bittere Geschmack der Gurken entsteht mei­stens infolge der Wirkung der Sonnenstrahlen auf die Frucht. So lange die Gurken im Schatten der Blätter liegen, behalten sie ihren guten Geschmack. Wie aber die große Hitze die Blätter derart erschlafft, daß sie der Frucht keinen Schatten mehr bieten könven, werden die Früchte bitter. Um das Hebet zu vermeiden, muß man für hinreichende Beschattung der Früchte durch die Blätter Sorge tragen und das Welken der­selben durch gute Cultur und ausreichende Bewässerung ver­hindern.

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Sehr fleißig und ausdauernd legen die Hühner, wenn man ihnen folgendes Futter gibt: Drei Theile gekochte und zerstampfte Kartoffeln werden mit zwei Theilen Kleie (am besten Gersten- oder Weizenkleie) ebenso wie Brod- teig eingesäuert (mit Sauerteig), gleich dem Brod geformt und beim Backen mit in den Ofen gebracht, doch so, daß jene Stücke nicht allzu hart werden. Hiervon reicht man den Hühnern neben ihrem gewöhnlichen Futter täglich etwas.

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Um das Fortfliegen der Tauben zu verhüten, wird neben reichlicher Fütterung in einem reinlichen, freund­lichen Stall das Besprengen der Wände mit Nelken- und Anisöl empfohlen. Das Auslegen von Kugeln in den Stall, welche aus gestoßenem Samen von Anis, Fenchel und Feld- thymian im Gemenge mit Lehm hergestellt sind, bezweckte eben­falls das Bleiben der Tauben.

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Vorzüglicher Dünger für Georginen. Man stellt von Kalkasche, Dammerde und getrocknetem. Ochsenblut einen Compost her, durch deffen Anwendung die Georginen in einer großartigen Heppigkeit und Farbenpracht gedeihen.

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Zierpflauzen, die an faulenden Wurzeln kranken und zu verderben drohen, lassen sich in vielen Fällen retten, wenn man die Erde mit zerriebener Kohle am besten von hartem Holze vermischt. Die Kohle, als Streupulver be­nutzt, ist auch im Stande, größere Wunden an Saftgewächsen zur Heilung zu bringen.

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Der Hitzfchlag, der nie ohne Warnung in Gestalt von Durst eintritt, ist die Folge einer übergroßen Abgabe von Blutwaffer an die sehr heiße, insbesondere trockene, daher aufnahmefähige Luft. Wird nun der Durst stets und recht- zeitig durch reines Wasser gelöscht (kühles Wasser schadet bei der Hitze entgegen vielfachen irrigen Ansichten absolut nichts), so kann weder bei Menschen noch bei Thieren Hitzfchlag ein- tretrn. So manches Thier könnte erhalten werden, würde der kluge Mensch demselben öfters Wasser anbieten.

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Hunde befreit man von den Flöhen dadurch, daß man die Haare derselben mit einer in Leinöl getauchten Bürste tüchtig durchbürstet. Nach einer halben Stunde wird das Oel mit Seifenwaffer ausgewaschen. Hunde, deren Fell mit Oel, welcher Art es auch sei, eingerieben wird, bleiben von den Flöhen verschont.

Vermischtes.

Anerkennung. Backfisch (im Dorfe ein Mastschwein erblickend):Schau, Tante, auf dem Lande strotzen sogar die Schweine vor Gesundheit!" » e 4

Angenehmer Zufall. Studio (zu seinem ihn uner­wartet besuchenden Onkel):Welch' ein merkwürdiger Zufall! Gestern wollt' ich noch einen Collegen anpumpen, und heute kommst Du an!" 4 *

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Aus Gertruds Tagebuch. . .Im Försterhause wurden wir sehr gut bewirthet. Geradezu herrlich schmeckte die frisch gemolkene Buttermilch!"

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Ein enragirter Kavallerist. Köchin (einen Brief lesend):Merkwürdig, seitdem mein Ferdinand bei den Dra­gonern dient, unterschreibt er sich immer: Pferdinand!"

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Ein Heller Kopf.Sie, ich kenne einen Mann, der sich seit zehn Jahren nicht das Haar schneiden ließ!"Ein Musiker oder Maler?" -Nein. Ein Kahlkopf!" * *

Kleines Mißverständniß. Madame:Sie wollen also meinen Dienst verlassen, welches Motiv veranlaßt Sie denn dazu?" Dienstmädchen:Nee, ein Motiv ist es nicht, es ist ein Tischler!" 4 4

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Tröstlich. Fremder (im Landaufenthalt):Sagen Sie 'mal, Herr Wirth, hier regnet es wohl alle Tage?" Wirth:O, nein! Vor einigen Jahren hatten wir hier sogar ein paar prachtvolle Sommertage!" 4 4

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Durchschaut. Hausfrau:Glaubst Du auch wirklich, daß Dich der Musketier gern hat?" Köchin:Ach, zum Fressen gern I" Hausfrau:Ja, das bezieht sich aber doch mehr auf die Herrschaft!" 4 *

Erklärung.Warum heißt Du denn Deine Villa, die Du auf der steilen Anhöhe erbaut hast,Henrietten- Ruhe"? Deine Gemahlin wird sich da gewiß nicht oft hinaufbemühen!" Eben deshalb! Dort hab' ich vor meiner Henriette Ruhe!" 4 4

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Edelmuth. Räuber (zum Reisenden, den er gänzlich ausgeplündert hat):Vielleicht eine Prise gefällig?" 4 4

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Entweder oder. Forstmeister (der eine Lichtung halb umgewühlt sieht):Das waren entweder Wtldsäu oder Botaniker!" * *

Backfisch-Ideal. Lieutenant (vom letzten Manöver er­zählend):Unsere Brigade mußte sich zurückziehen und wurde unausgesetzt von einer ganzen Kavallerie - Division um­schwärmt!" Backfisch :Ach, das muß himmlisch sein, so von einer ganzen Kavallerie-Division umschwärmt zu werden!" 4 4

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Darum. Mutter:Aber Hans, Du bringst ja eine furchtbar geschwollene Backe aus der Schule nach Haus!" Hans:Eine Ohrfeig' hab' ich kriegt." Mutter:Aber gleich eine solche!" Hans:Ja, sie ist auch vom Herrn Oberlehrer"

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Reue Bezeichnung. Briefträger:Der Kaufmann Müller hat sich schon wieder beschwert, daß ich ihm einen Brief zu spät zugestellt hätte; der Mensch ist ja der reinste Briefbeschwerer!"

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.