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GsMeinniWses.
Melonen in Rum einzumachen. Man schält und halbirt die Melone, schabt Kerne und Mark heraus, zerschneidet die noch feste Melone in längliche Stücke, kocht auf je V2 Kilo davon 375 Gramm Zucker mit */4 Liter Wasser, schäumt gut ab, gießt eine Obertasse feinen Rum zu, legt die Melonenstücke in den siedenden Saft, schwenkt die Sasse- rolle hin und her, bis die Stücke durchsichtig sind, schüttet sie mit dem Schaumlöffel auf ein Sieb, zum Abtropfen, kocht den Zuckersaft syrupartig ein, legt die Stücke in eine Terrine, übergießt den Saft und kocht ihn drei Tage hintereinander, wie oben beschrieben, noch einmal.
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Backobst. Man schäle die Aepfel, schneide sie in Viertel oder Achtel, nehme das Kernhaus heraus, werfe sie 5 Mmüen lang in starkkochendes Waffer, fülle sie mit einem Schaumlöffel in eins Schüffel, von dort aus lege man sie erkaltet nebeneinander auf Horden oder Kuchenbleche, die dick mit glattem Stroh belegt sind, über welches Concept- papier gebreitet ist. Diese Horden schiebe man 1 bis 2 Stunden, nachdem das Brod aus dem Ofen genommen ist, in den Backofen. Nach 3 Stunden ziehe man sie heraus, wende jedes Obststückchen und schiebe sie wieder in den Ofen zurück. Am Abend des zweiten Tages ist das Obst ohne Nachheizen trocken. Birnen werden ebenso behandelt, nur theile man sie nicht und brühe sie recht schnell, längeres Brühen macht die Birnen gelb. Das Brühen schließt die Poren, wodurch der Saft im Obst bleibt. Auf diese Weise behandelt, bleiben die Birnen und Aepfel weiß und schmecken vorzüglich.
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Gebackene Schwarzwurzeln. Die Wurzeln werden etwa 2 Stunden in Bouillon weichgekocht und in fingerlange Stücke geschnitten. Sodann werden sie in eine inzwischen gemachte Sauce getaucht, hierauf panirt und in Fett gebacken. Weiße Buttersauce wird beim Esten dazugegeben.
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Kartoffelsuppe. Man schält 10 bis 12 größere Kartoffeln, wie zu Salzkartoffeln, schneidet sie aber in kleinere Stücke, wäscht diese und setzt sie mit 2 Liter Waffer an. Wenn sie weich sind, zerrührt man sie ganz klar, thut dann einen Kaffeelöffel Salz, einen Eßlöffel Fett, 2 Prisen Pfeffer und etwas gewiegte Petersilie hinzu, nach Belieben auch ein paar kleine Speckwürfelchen, die man zuvor im Tiegel geröstet hat und dann sammt dem herausgebratenen Fett in die Suppe schüttet.. Letztere läßt man nochmals kurz aufkochen. War sie bereits zu dick eingekocht, so gießt man vor dem letzten Auskochen noch heißes Waffer zu.
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Ein Verfahren zur Herstellung eines unvergänglichen Firnisses, der auch als Ueberzug für Bilder aller Art dient, bildet den Gegenstand eines Patentes von Robert de Pauw in Grand. Wie das Internationale Patentbureau von HeimannL Co. in Oppeln schreibt, werden durch diesen neuen Ueberzug die damit überzogenen Gegenstände gegen Waffer, Dampf, Feuchtigkeit, Sonnenlicht und Hitze geschützt. Um qu. Firniß zu bereiten, kocht man 70 Theile abgeklärtes Wachs, 15 Theile Mastixgummi und 15 Theile Bernstein so lange, bis das Ganze geschmolzen ist, worauf man eine genügende Menge Terpentin zusetzt. Es können nicht nur Gemälde, sondern auch Gegenstände, die gegen äußere Witterungseinflüffe geschützt werden sollen, mit diesem Firniß bestrichen werden.
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Glas reinigen. Wenn man Glasgegenstände besonders blank haben will, so reibt man sie,. nachdem sie von Schmutz gereinigt sind, mit einem in Benzin eingetauchten weichen Läppchen trocken nach.
Zur Behandlung der Petroleumlampe. 1. Kaufe nur gut raffinirtes, weniger explosibles Petroleum. 2. Gieße den Petroleumbehälter nie bis zum äußersten Rande voll. 3. Fülle gänzlich leer gebrannte Lampen nicht bei noch brennendem Dochte und bei Lichte nach, da beim Aufschrauben die im Oelbehälter entstandenen Gase entweichen und sich entzünden können. 4. Verwende nie einen schmalen Docht; bei Verwendung eines zu schmalen kann bei absichtlichem oder unabsichtlichem Ausblasen, (durch Wind, Luftzug) leicht eine Explosion entstehen, da die Flamme in den Oelbehälter zurückschlagen und die dort bei längerem Brennen angesammelten brennbaren Gase entzünden kann. 5. Sorge stets für vollständige Reinlichkeit sämmtlicher Lampentheile, namentlich sei das Innere des Brenners ganz rein und die Zuglöcher nicht verstopft. 6. Alle Lampentheile muffen fest und gut paffen, der Cylinder muß fest auf der Lamps sitzen, d. h. genau ein- gepaßt sein, ist dies nicht der Fall, so erwärmen sich die Metalltheile und weiter das Petroleum durch den dadurch möglichen vermehrten Luftzutritt zu stark und große Explosionsgefahr tritt ein. 7. Stelle die Petroleumlampe weder auf den geheizten Küchenherd, noch auf den geheizten Ofen.
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Um Oelfarbe eine Zett streichfrisch zu erhalten, gießt man etwas Waffer darauf. Wird die Farbe gebraucht, gießt man das Waffer ab.
Vermischtes.
GenialeDiagnose. Profeffor der Poliklinik: „Meine Herren, seh'n Sie sich diesen Menschen genau an, aber wenn ich bitten darf, ohne ihn zu examiniren. Abgesehen von dem acuten Leiden, das ihn heute zu uns führt: was fehlt ihm? Beobachten Sie das Mienenspiel um Mund und Augen — schematisch feststellen laffen sich die Kennzeichen eben nicht, man muß dazu etwas von dem ärztlichen Blick haben, den z. B. der alte Heim besaß. — Sie bringen nichts heraus? — Keiner von Ihnen? — Nun, meine Herren, ich kenne ihn nicht weiter, als Sie, aber dieser Mann ist taubstumm!" — Der Mann: „I nee, Herr Profeffor, bet is mein Bruder, der steht noch draußen, soll ick'n nu rinrufen?"
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Ausgiebige Prima-Referenzen. Gnädige (zu der neuen Köchin): „Sie gefallen mir so weit ganz gut, - die Hauptsache aber bleibt für mich, daß Sie ganz ausgezeichnet kochen könnenI" — Köchin (mit Pathos): „Oh, Gnädige, — darnach können Sie sich bei unferm ganzen Dragoner- Regiment erkundigen I"
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Die bösen Fremdwörter. Töchterchen eines Pro- feffors: „Mama, in der Zeitung steht, Papa wäre eine Koryphäe der Wissenschaft, was ist das?" Mutter: „Eine Koryphäe ist ein großer Mann." — Töchterchen (nach einiger Zeit): „Mama, auf dem Hofe steht eine Koryphäe und dreht den Leierkasten."
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Doppelt g'näht hält guet. Bäuerin (zur Magd): „Rickal hoscht scho Waffer an d' Milch g'schüttat?" — Magd: „Des könnt i net amol für g'wiß sage, Frau." — Bäuerin: „No schüttscht lieber no amol na'." ♦ *
Zeitmaß. Aelteres Fräulein: „Ach, mein Herr, wie lange habe ich Sie nicht gesehen?" — Herr: „Ja, es ist lange her. Damals waren Sie noch — älter als ich."
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Im Theegeschäft. Commis: „Wünschen Sie, Fräulein, grünen oder schwarzen Thee?" — Magd: „Is mir schnuppe, ist ja für eine Blinde."
Redaktion: A. Scheyda. — Druck rmd Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in (Sieben.


