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Das Gehemmiß der Droschke.
Von F. Hume.
(Schluß.)
„Einige Jahre vergingen, ohne daß ich an sie erinnert wurde. Sie war für mich verschollen. Da erhielt ich einer Tages die Nachricht, daß mein Kind gestorben sei; kurze Zeit darauf wurde mir der Todtenschein Rosinas eingeschickt und zwar von einem Arzte, der mir mittheilte, daß er meine Frau während einer Epidemie behandelt habe.
«Heute weiß ich, daß dieses Document gefälscht war, und zwar auf Rosinas eigene Veranlassung. Sie wollte, nachdem ihr Kind tobt war, gänzlich frei sein.
„Damals war für mich die Sache abgethan. Ich suchte mich jeder Erinnerung daran zu entschlagen und stürzte mich zu diesem Zweck eifrig in das Geschäftsleben. Meine Unternehmungen gelangen und brachten mir reichlichen Gewinn. In jenen Tagen lernte ich ein deutsches Mädchen kennen, das mein Weib wurde, die Mutter meiner innigstgeliebten Tochter Margarethe.
„Es begannen für mich glückliche Zeiten, ich hatte den Frieden gefunden nach dem Rausche der Leidenschaften — ein theures Weib, voller Liebe und Anmuth, ein heiterer Heim, wo ich Rast fand nach den Mühen des Tages. Und als hätte das Schicksal gut an mir machen wollen, was es an mir gefehlt, strömte mir nun das Glück in vollem Maße zu. Von Tag zu Tag wuchs mein Vermögen. Große Unternehmungen veranlaßten uns dann nach einigen Jahren, nach Australien auszuwandern — und wir reisten ab, in der stolzen Hoffnung, hier ein Kapital zu erwerben, das unsere Tochter Margarethe zu einer der reichsten Erbinnen des Festlandes, wohin wir uns zurückziehen wollten, machen sollte. Alles gelang mir. Vor mehreren Jahren siedelten wir uns in Wien an in der Absicht, von unseren Weltreisen auszuruhen. Meine geliebte Frau konnte sich leider nicht lange des Behagens erfreuen, in welchem wir lebten. Sie starb im vorigen Jahre.
„Kurz nach ihrem Tode geschah es, daß in meiner Villa ein verwahrlost aussehendes Weib erschien, das mich dringend zu sprechen wünschte. Da sie sich durchaus nicht abweisen ließ, führte man sie in mein Zimmer. Zu meinem größten Schrecken erkannte ich in ihr die Mutter Rosinas. Sie verlangte von mir ihre Tochter, warf mir vor, ich hätte sie der einzigen Stütze beraubt in ihren alten Tagen u- s. w. Es war mir klar, daß sie Geld wollte. Ich gab es ihr reichlich,
froh, ihres Schweigen« sicher zu fein; in meiner jetzigen Lebensstellung konnte es mir nur Unannehmlichkeiten bereiten, wenn man jener dunklen Geschichte nachgeforscht hätte. Hatte ich doch Rücksicht zu nehmen auf meine Tochter Margarethe!
„Ein Jahr verging. Unter den jungen Männern, welche sich um Margarethe beworben, befand sich Herr Desider Jvanyi. Ich merkte bald, daß seine Neigung von meiner Tochter ernstlich erwidert werde — und ich freute mich darüber. Herr Jvanyi war ein Mann, der mir in jeder Beziehung gefiel, und ich dachte, die Verbindung zu beschleunigen. Da traten aber Ereignisse ein, welche mich tief erschütterten.
„Ottokar Wolski, der sich durch Londoner Empfehlungen Zutritt in mein Haus verschafft, brachte mir die niederschmetternde Nachricht, daß meine erste Frau, Rosina Mori, am Leben sei. ... Er war es, der mir erzählte, daß sie — nach dem Tode ihres Kindes — mit Hilfe eines ihr befreundeten Arztes den Todtenschein gefälscht habe. ... Sie habe die Absicht gehabt, sich wieder zu verheirathen und eine Störung von meiner Seite gefürchtet. Jndeß sei sie nachher keine neue Ehe eingegangen, sondern habe vorgezogen, beim Theater zu bleiben, wo sie als Soubrette unter dem Namen „Musette" gefeiert wurde. . . . Nun sei aber Rosina alt und gänzlich verarmt. Er habe sie von London nach Wien gebracht, gum die Geschichte ihrer Ehe mit mir zu Geld zu machen. Das gestand der Schurke ganz offen.
„Ich fragte ihn um den Preis feines Schweigens. ’
„Er verlangte eine große Geldsumme für Rosina und für sich die Hand meiner Tochter Margarethe. Ich bot ihm auch dafür Geld und weigerte mich entschieden, auf feine Forderung einzugehen. Darauf drohte er mir mit Veröffentlichung. Ich vermochte diesen Gedanken nicht zu fassen. Da verfiel ich auf einen Ausweg. Ich wußte, daß Margarethe Desider Jvanyi liebte — und ich kannte meine Tochter- Ich war überzeugt, daß sie von ihm nicht ablassen werde. Ich sagte daher zu Wolski, er möchte mit meiner Tochter selbst sprechen. Was ich erwartet, das traf ein. Sie wies ihn kurz ab. Mir aber gestand sie, daß sie sich bereits mit Jvanyi verlobt habe, daß sie nicht leben könne ohne ihn. Darauf bot ich Wolski wiederum eine große Summe. Er lehnte sie ab und bestand auf seiner Forderung. Einen Tag vor Margarethens öffentlicher Verlobung kam er wieder zu mir, um mir den Trauschein vorzuweisen, aus dem hervorging, daß Rosina Mori meine rechtmäßige Gattin ist- Er sagte, er wolle mich noch einmal warnen, und machte wiederum seine Forderung geltend. In meiner Herzensangst beschwor ich ihn, mir Bedenkzeit zu geben, und er entschloß sich endlich, noch vierundzwanzig Stunden zu warten.
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