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1894.

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DimSka, den 6, November.

Lola.

Roman frei nach dem Amerikanischen von Srich Friese«.

kFortsetzung.)

, Geldangelegenheiten können schnell arrangirt wer- den, fährt der Fürst eifrig fort, ohne auf ihre Bestürzung ?u, "Sie besitzen ein bedeutendes Vermögen, nicht wahr? Wenigstens bedeutend für eine Dame

«Ja, Ziemlich bedeutend - dreihunderttausend Mark jährlich, entgegnet sie stolz, obgleich sie weiß, daß die Summe in seinen Augen nichts ist.Wußten Sie das nicht?"

»Ich habe etwas dergleichen gehört. Das Arrangement nicht lange Zeit in Anspruch nehmen, da ich wünsche, daß Ihre ganze Rente Ihnen als Nadelgeld bleibt."

Er spricht schnell und gleichgiltig, wie wenn er die An­gelegenheit bald los sein möchte.. Lola blickt erstaunt auf.

Das würde Ihnen gegenüber nicht richtig gehandelt lein

Er unterbricht sie mit einer stolz abwehrenden Hand­bewegung.

Die Orlowskys rühren niemals das Vermögen einer Kau an. Und nun leben Sie wohl! Ich darf wohl morgen wiederkommen, um mir Ihre Entscheidung in Bezug auf unfern Hochzeitstag zu holen?"

Damit küßt er höflich ihre Hand und verläßt, bevor Lola Zeit zu einer Antwort findet, das Zimmer.

Erreicht! . . . Den stolzen Mann bezwungen, nach dessen Md so viele Frauen vergebens trachteten! Doch eigenthüm- nT Ehr ist durchaus nicht festlich zu Muths. Fast fühlt Mw ein wenig verletzt. Warum ist auch der Fürst so ruht? Freilich einen Aufwand von Liebkosungen, Liebes- und dergleichen Unsinn, wie er bei Alltagsverlobungen DMe ist, darf man bei ihm nicht erwarten. Und doch

er ste nicht wenigstens küssen können? Das läuft un­möglich der Etiquette zuwider!

Frau March vernimmt die Nachricht von ihrer Tochter Ir obung mit geheimem Bangen. Auch gefällt ihr die Gene- Etät des Fürsten nicht.Kein Mann ist gegen Geld un- kMnglich, auch wenn er noch so reich ist," bemerkt sie kopf- ichüttelnd.

«Du solltest Dich über mein Glück freuen, Mama," ent- b^net Lola, die schnell ihren leichten Sinn wiedergefunden i M lachend.Anstatt dessen läßt Du den Kopf hängen. = ^"ach Tausende von Müttern strebten Du hast es er- I

reicht. Und denke nur, ich kann Dir jetzt jedes Jahr hundert­tausend Mark geben und"

Ich denke dabei nicht an mich, sondern nur an Dich- Lola," entgegnet diese ernst.

Nun gut, dann freue Dich mit mir!"

Und die gute Pastors-Wittwe schweigt, um ihre Tochter nicht unnöthig durch ihre Befürchtungen zu ängstigen. Was geschehen ist, ist geschehen!

r Als der Fürst am folgenden Tag seinen Besuch macht, ist sein Antlitz bleich und müde, wie nach einer schlaflosen Nacht. Sein Benehmen ist höflich und aufmerksam, doch nicht das eines glücklichen Bräutigams. Auf Lolas Bitten, mit der Hochzeit noch zu warten, fragt er hastig:Darf ich Ihnen einen Vorschlag machen?"

Gewiß. Ich bin überzeugt, Sie werden mir nur Ver­nünftiges vorschlagen."

Dankend verbeugt er sich. Dann sagt er langsam:Ohne Zweifel wird unsere Hochzeit das Ereigniß der Saison sein. Lassen wir also damit die Saison beschließen. Ich werde Sorge tragen, daß Alles so glänzend wie möglich wird. Ich wünschte, Jedermann könnte Sie an diesem Tage sehen und bewundern. Ich gehöre nicht zu jenen eifersüchtigen Männern, welche die Schönheit ihrer Gattin mit sieben Riegeln ver­sperren."

Lola lächelt angenehm überrascht. Eine ihrer Befürch­tungen ist also schon hinfällig.

Und nun willigen Sie ein, daß wir heute über vier Wochen getraut werden?"

Wir kennen uns ja kaum und"

haben einen ganzen Monat Zeit, uns kennen zrf lernen," fällt er eifrig ein.Ganz London soll an dem Tage in Aufregung gerathen, so daß er nie wieder vergessen wird."

Er spricht hastig, sich fast überstürzend. Lola blickt ihn befremdet an.

Fast scheint es mir, Sie denken mehr an die Hochzeit, als an die Braut," bemerkt sie vorwurfsvoll.

Einige Augenblicke ist er verlegen. Dann ruft er leb­haft:Verzeihen Sie die Braut ist das Gemälde, die Hochzeit nur der Rahmen. Je schölM das Gemälde, desto kostbarer muß der Rahmen sein."

Befriedigt lächelt sie.

Nun wohl, es sei. Und nun noch eine Frage: Lieben Sie mich wirklich?"

Wie können Sie daran zweifeln!"

Gewiß nicht. Aber aber"

Nun?"

Sie sind so anders wie sonst ein Bräutigam"