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Lächelnd wehrte der junge Referendar ab und meinte, daß der Liebesgott Amor schon Gelegenheit gefunden haben würde, diese zu einander gehörenden Herzen zu vereinigen." (Fortsetzung solgt.)

Gemeinnütziges.

Conservlrung frischer Erbsen. Um junge Erbsen den Winter hindurch frisch zu erhalten, empfehlen wir fol­gendes Verfahren: Die frisch gepflückten, ausgehülsten Erbsen bringt man in ein weithalsiges Einmachglas, verkorkt dieses gut und verschließt den Korkpfropfen mittels Bindfadens. Die mit Erbsen gefüllten Gläser umwickelt man mit Heu und stellt sie aufrecht in einen eisernen oder kupfernen Kessel, dessen Boden ent­weder etwa- mit Heu oder mit einem Tuche zu bedecken ist. Den Kessel füllt man bis zur Höhe des Halsrandes der Ein- machgläser mit kaltem Wasser an und erwärmt letzteres langsam bis zum Sieden. Hat das Wasser den Siedepunkt erreicht, so ist sofort der Kessel vom Feuer zu entfernen. Nach dem Erkalten des Kesselwassers nimmt man die Einmachsgläfer aus demselben, versiegelt oder verlockt die letzteren gut und bewahrt sie bis zum Gebrauche ihres Inhaltes in dem Keller. Zu bemerken ist noch, daß die Einmachgläser nicht ganz, sondern nur bis an den Halsrand mit frischen Erbsen angefüllt werden dürfen. * *

Gurken bis in den Winter hinein frisch zu erhalten. Man suche dort, wo die sinkende Temperatur im September der Gurkenzeit im Freien schon ein jähes Ende bereitet, die schönsten und vollkommendst n aus und sehe darauf, daß dieselben dicht an der Ranke abgeschnitten werden, so daß der Stiel an der Gurke bleibt, um sie später daran aushängen zu können. Die Gurken werden sodann, wie die Landw. Pr." mittheilt, in reinem Wasser mit einer weichen Bürste vorsichtig und sorgfältig von jedem Schmutz gereinigt und gut abgetrocknet. Darauf bestreicht man dieselben mit Eiweiß und zwar so, daß keine Stelle der Oberfläche unbe­strichen bleibt. Da das getrocknete Eiweiß eine undurchdring­liche, den Lustzutritt hindernde Schicht bilden soll, so ist auch eine sorgsältige, allseitige Einpinselung von größter Wichtig­keit. Die so hergerichteten Gurken werden mit den Stielen an einer Schnur in einem trockenen Raume aufgehängt, fo daß sich die einzelnen Stücke nicht berühren. Auf diese Weise halten sich die Gurken bis über Weihnachten hinaus in bestem frischem Zustand.

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Keine von Rost befallene Pflanzen auf den Komposthaufen! So sehr im Garten alle, selbst geringste Absälle von Pflanzen rc., abgestochene Rasenstücke rc. zur Kom- postbereitung geschätzt werden sollten, so fehlerhaft ist es, was leider fast stets geschieht, pilzkranke Theile, wie berostetes Bohnen- und Erbsenstroh, Spargel-, Zwiebel- oder Kartoffel­kraut, pilzgeschwärztes oder vermilbtes Birnlaub rc. dazu zu verwenden. Ebenso fehlerhast ist es,kiöpfige" Kohlstrinke, madendurchsetzte Retttge oder Mohrrüben, refp. deren Absälle, auf das Kompostmagazin wandern zu lassen; es wird dadurch ein förmlicher unversiegbarer Brutherd für kommende pflanz­liche und thierische Schädlinge geschaffen! Alles das sollte am besten aufgebeugt und gleich verbrannt werden; die Asche davon, selbst der durchhitzt gewesene unverbrannte Rest bleibt immer werthvoll.

Zimmergarten. Eine hübsche Ueberraschung können sich Pflanzenfreunde leicht bereiten, wenn sie im September oder October einen flachen Kasten mit Walderde füllen und während des Winters im geheizten Zimmer stehen lassen. Es dauert gar nicht lange, so grünt es, und zu Weihnachten kann man die schönsten Waldpflanzen aller Art haben.

Champagner aus Apfelwein. In eine Flasche fertig vergohrenen Apfelwein thut man zuerst 50 Gramm weißen Zucker, wenn derselbe geschmolzen, Vie Liter Weingeist (Spiritus) und läßt sie eine halbe Stunde stehen, dann 8 Gr. Weinsteinsäure, und zuletzt 12 bis 15 Gramm kohlensaures Natron. Beim letzten Zusatz muß aber der Stopfen rasch darauf gethan und festgebunden werden.

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Champagne »-Bier. Dieses angenehme, leichte und erfrischende Getränk läßt sich ohne große Schwierigkeiten Her­stellen. In einem großen, sehr sauberen irdenen Topf kocht man 20 Liter Wasser mit 1A Pfund Zucker, bis letzterer völlig ausgelöst ist. Ist das Wasser vollständig erkaltet, so thut man 60 Gramm Hefe hinein, rührt gut ein, deckt das Gefäß zu und läßt es über Nacht so stehen. Am folgenden Tage schöpft man die Hefe oben ab, stellt die Flüssigkeit an einen Ort und gießt sie in ein anderes Gefäß vorsichtig ab, um die auf dem Boden angesetzte Hefe nicht damit zu ver­mischen, wirft hierauf eine in Stücke zerbrochene Stange feinen Zimmt und 30 Gramm Zucker, auf den man 12 Tropfen Citronenöl gegossen, hinein, läßt das Getränk einige Stunden damit durchziehen und zieht es auf Flaschen, die man sehr fest verkorkt und in den Keller legt, worauf man nach 4 bis 5 Tagen das Champagnerbier trinken kann.

Kürbis-Auflauf bereitet man auf folgende Weise: Man kocht einen steifen Milchreis und läßt ihn erkalten, setzt dann einen zubereiteten Kürbis mit ein wenig Wasser aufs Feuer und kocht davon ein recht weiches Mus, welches man, sobald es fertig ist, zum Abkühlen auf die Seite stellt. Man vermischt den Reis mit 2 bis 3 Eigelb, etwas gehackten Mandeln, Zucker, dem Schnee der Eier und zuletzt dem Kürbismus, füllt die Masse in eine mit Zwieback bestreute Auflaufschüffel, bestreut auch die Speise nach oben damit und läßt den Auflauf im Ofen zu schöner gelbbrauner Farbe backen.

Vermischtes.

Im Geschäftseifer. Perrückenmacher:Ich kann Sie nochmals versichern, gnädige Frau, daß kein Mensch von mir jemals erfahren soll, daß Sie falsches Haar tragen. Ueberhaupt gehört strengste Discretion zu meinem Geschäfts­prinzip. Sehen Sie z B. die Frau Geheimrath Müller trägt auch falsche Haare, aber ich sage es keinem Menschen."

Alte Gewohnheit.Sie haben eine Klingel statt der Gerte mitgenommen?"Ja wissen Sie, mein Gaul war früher bei der Pferdebahn, und da muß ich ihm immer zweimal klingeln, wenn er stehen bleiben, und einmal, wenn er laufen soll." * ,

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Im Bade. Korpulenter:Weshalb ich hier bin? Nun, der Arzt hat mir dies Bad verordnet, damit ich etwas ab- nehme?"Magerer:Und mein Arzt hat mir dasselbe Bad verordnet, damit ich fetter werde." Korpulenter: Natürlich, was von dem einen abfällt, bekommt der andere."

Vorübung. Unteroffizier (der einen Gefreiten gottes­lästerlich fluchen hört):Warum fluchst Du, verdammter Kerl?" Gefreiter:Ich bereite mich auf das Unteroffizier- Examen vor."

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Die Redselige. Erster Herr:Mein armer Pa­pagei." Zweiter:Wie so arm?" Erster:Seit ich eine Frau habe, kommt der gar nicht mehr zu Wort!"

Redaction: I. V.: Hermann Elle. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.