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armen kleinen Else, oft stundenlang hörte. Es war ein kleines, zartes Wesen, das offenbar leidend und infolge deffen oft eigensinnig und unliebenswürdig war, aber auch von ihrer Mutter und den älteren Schwestern in oft empörender Weife behandelt und bei Seite geschoben wurde. Da war es freilich kein Wunder, daß die kleine Else mich bald so in ihr Herz geschloffen hatte und zu keinem Menschen lieber kam, als zu mir, und Anna, ihre Wärterin, mürrisch meinte, ich verwöhnte das Kind so, daß e» immer eigensinniger würde.
(Fortsetzung folgt.)
Gemeinnütziges.
Um Aepfel lange aufzubewahren, reinige man sie sorgfältig und reibe sie mit einem sauberen Leinen« tuche ab. Hierauf werden sie schichtenweise in gemahlenen Gyps verpackt, so daß keiner den andern berührt. Mit der Blüthe werden sie nach unten gelegt. Auf diese Weise vermag man die Aepfel auf fast unbegrenzte Zeit im frischen Zustand zu erhalten, wenn man sie dann in einem trockenen Keller aufbewahrt oder in einer srostfreien Kammer; denn der Gyps schließt die Luft vollständig ab und hindert somit allen schädlichen Einfluß.
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Die beste Pflanzzeit der Himbeeren in leichtem Boden ist im Herbst, in schwerer, feuchter Erde dagegen im Frühjahr. Auf sandigem, leichtem Boden haben sich die Chili« und Falstaff-Himbeeren am besten bewährt. Zu trockenener Boden, der nicht bewässert werden kann, eignet sich nicht für Htmbeeranlagen, weil den Pflanzen in heißen Sommern die nöthige Feuchtigkeit fehlt, um die Früchte vollkommen ausbilden zu können. Die Beeren vertrocknen dann in solchen Jahren in unreifem Zustande, auch wachsen die Stauden in genannter Bodenart nur dürftig.
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Girr elektrisch wirkender Fliegenfänger ist das Neueste, was ein erfindungsreicher Franzose ersonnen und zur Ausführung gebracht hat. Die Fliegen brauchen sich nur auf einer Fläche des Apparats niederzulaffen, worauf ein electrifcher Schlag ihrem Leben ein Ziel setzt und dieselben die schräge Fläche herunter in ein Sammelgefäß fallen. Jedenfalls dürfte die electrifche Falle die wirksamste sein und nicht den unangenehmen Anblick gewähren, wie die Leimruthen oder gläsernen Fliegenfänger.
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Ein gutes Mittel zur Eutfernung von Kaffeeflecken, das selbst den zartesten Farben nicht schadet, ist das Bestreichen des Fleckes mit unparfümirtem Glycerin. Nach dem Aufstreichen des letzteren wäscht man die Stelle in lauwarmem Wasser aus und plättet sie dann auf der linken Seite. » * ♦
Das Rohrgeflecht bei Stühlen wird wieder straff und fest, wenn man den Stuhl stürzt, das Rohrgeflecht mit ganz heißem Wasser mittels eines Schwammes recht gründlich abwäscht, so daß sich das Rohrgeflecht tüchtig mit Wasser ansaugen kann. Hierauf stellt man die Stühle in die freie Lust oder in Zugluft und läßt sie trocknen.
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Schmuckgegeustäude von Bernstein reinigt man am schönsten mit einem in Weingeist getauchten Wolllappen.
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Echte Perlen. Venetianische Seife wird in Milch gelöst, die Perlen werden darin ausgekocht und erst in Essig, dann in Wasser gut nachgespült. Da Essig die Perlen auflöst, so darf man sie nur ganz kurze Zeit darin lassen.
Korallen reinigen. Echte Korallen legt man eine kurze Zeit in eine lauwarme Lösung von Soda. Dann bürstet man sorgfältig mit lauem Wasser und Seife ab und läßt sie, in Sägemeht vollständig darin versteckt, mehrere Stunden trocknen. Mattgewordene Korallen legt man eine Zeit lang in gewöhnliche Gartenerde.
Vermischtes.
Auf der Treibjagd. Sonntagsjäger (nachdem er ein halbes Dutzend Hasen gefehlt hat): „Der Teufel hole das Jagdvergnügen. Ich bin doch nur auf die Jagd gegangen, um mich zu amüstren; diese imfamen Hasen aber ärgern einem ja zu Todei"
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Zarter Wink. Herr (auf dem Ball): „Ach, gnädiger Fräulein, Sie haben aber einen großen Fächer I" — Fräulein: „Ja, dahinter haben auch,Zw ei,Platz!"
Feinfühlend. 31.: „Waren Sie in diesem Jahre wieder am Meer?" — B.: „Allerdings; aber nicht, wie sonst, an der Nordsee, sondern, weil wir Trauer haben, am Schw arz en Meerl" ♦ ♦ ♦
Baronin: „Ein Wort, lieber Doctor! Ich trinke nun schon acht ,Tage und bin mit der Wirkung des Brunnens im Ganzen recht zufrieden; nur stört mich das Eine, daß ich jedes Mal nach dem ersten Becher ein eigenthümliches, unangenehmes Gefühl im Magen bekomme." — Brunnenarzt: „So? Nun, wiffen's, Ihre Gnaden, da lassen'- halt den ersten Becher ganz weg und fangen's gleich mit dem zweiten an!" , ,
Gelöster Zweifel. Staps: „Schön ist das Mädchen, Geld hat sie auch, aber ob sie g'scheidt ist oder nicht, darüber bin ich noch im Unklaren. — Bissig: „Halt einmal um sie an, wenn sie Dich nimmt, kannst Du Dich ganz gewiß darauf verlassen, daß sie — sehr dumm ist."
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Ein ebenso unbedeutender als eingebildeter Verse- macher von langer, hagerer Gestalt war zu einer Abendgesellschaft eingeladen. Als er vorgestellt wurde, rief plötzlich das Töchterchen des Hauses: „Aber, Papa, der Herr Doctor ist ja ganz großl Und Du hast doch vorhin der Mama gesagt, er wäre kein großer Dichter!"
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Auf dem Perron. „Herr Conducteur, wo ist denn das Damencoupö?" — „Damencoups? Schon besetzt! Aber wissen Sie was, da ist noch ein leeres Coups, da steigen S' rein, schaun's zum Fenster 'raus — dann steigt gewiß Keiner ein." ♦ ♦ ♦
Web er boten. Zwei Knaben erzählten sich gegenseitig von den seltenen Vorzügen ihrer Väter. — „Da müßtest Du nur 'mal meinen Vater hören", sagte der Eine, „der hat aber eine Stimme; wenn er singt, dann bebt das ganze Haus." — „O, da» ist noch gar nichts", erwiderte der Andere; wenn mein Vater einmal loslegt mit seinem Baß, dann wackelt die zweite und dritte Hypothek, die herauf steht!"
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Wie man seinen Namen vergessen kann. Assessor: „Warum haben Sie so lange gezögert, Ihren Namen zu nennen?" — Arrestant: „Er ist mir nicht gleich eingefallen." — Assessor: „Faule Fische! Seinen Namen nicht gleich zu wissen!" — Arrestant: „So? . .. Wenn man Sie vierzehn Jahre lang nur Nr. 79 ruft, dann können Sie auch vergessen haben, wie sie heißen."
Redaktion: A. Schcyda. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Giegm.


