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Edaar die Treppe hinauf und traf Frau von Linden auf dem I Die Frau Oberst zitterte, als sie sagte:Ich begreife es

Corridor nicht, Herr von Bachl"

Nun, wie steht's, gnädige Frau?" lautete feine ängstlicheIch auch nicht! Leben Sie wohl!"

j Ohne eine Antwort zu erwarten, stürzte er die Treppe Schlimm!" gab sie zur Antwort. hinab. Unten nahm ihn der Profeffor in Empfang.

Mein Gott, und welches ist dis Ursache dieser Krank«Was gibt es denn? Mein Gott, seit vier Wochen geht

I es oben drunter und drüber, und ich als Vormund habe"

Ja, wer das wüßte! Gleich nach Ihrem letzten BesucheSie Vormund?" fragte Edgar erstaunt.Davon weiß trat Ruth todtenbleich zu mir in'S Zimmer, fiel mir um den j ich ja nichts!"

Hals und weinte heftig. Die Ursache ihres Schmerzes wollteEi, der Verstorbene setzte mich dazu ein! Wollen Sie fie mir nicht angeben; inzwischen steigerte sich aber der Aus- I es sehen? Warten Sie doch einen AmMblick!

druck eines heftigen Seelenleidens bis zur Raserei und das 8 Er hatte das Schriftstück auf den Schreibtisch gelegt, da« Nervenfieber war ausgebrochen I" «eben aber mit der Fingerfertigkeit emes Taschenspielers ein

Sollte der Tod des Vaters" I Album ausgebreitet, tn dem die letzte Seite von der Hand

Q{ni.a rxfiHofB onnf ®i» bina sebr an Ruths beschrieben war, denn diese Seite war die aus dem

. ^^ fi^LS ton^^eibm^role'eine Christin! - Tagebuch seines Mündels entwendete, welche wir bereits kennen.

felßft fann es niÄtBitte," verwies er auf den Schreibtisch,ich will nur das

es muß etwas Anderes sein! Ich selbst I Cigarrenkästchen holen; bei einer Havannah plaudert es sich

iSÜSÄES Er war davon, schielte aber um die Ecke durch die dunkle

dem heftigen Portiere und bemerkte, wie Edgar von Bach bei dem Anblick

Kampfe zwischen Tod und Leben, der nun ausgefochten, hatte | von Ruths Handschrift, die er nur zu gut kannte, zusammen« Ruths gute Natur schließlich den Ausschlag gegeben. Das ^ckte. » «msvielte ein böbnM««

treue Ausharren Edgars ließ Frau von Linden endlich tiefer M» PfÄ mit dm lLigarr n kam, umspielte ein höhnisches N°n, m» zunächst *nb«, ,h° »-»«zd-n

S° Wtchm die nächst« »°ch« l°»gl°m d-hiu. ^Jhr^noch^näher^usteh«?^ Er beutete auf dasWM.

Als der Professor bte Nachricht von der Erkrankung Pardon," erwiderte der Profeffor wie überrascht,ist Ruths erhielt, traf em Kher Schreck sem schon halb versteiner« Versehen liegen geblieben und nicht für Jedermann, tes Herz; etwas wie em Gewissensbiß zuckte dann aus. Also I p, y

in dieser Art hatte das Billet an Camilla gewirkt. Wie mußte Sie wollen Fräulein von Linden ehelichen?" fragte Edgar fie den Hauptmann geliebt haben und wie sehr-mußte sie ihn barftU'f. Zeine Stimme zitterte und die Hand, welche die folgerichtig jetzt darum hassen! Dre Eifersucht krampfte rhm g. entzündete, schwankte hin und her.

den Rest vom Herz gewaltsam zusammen, wenn er daran dachte, I u Gewiß!"

wie nahe doch Liebe und Haß zusammenwohnen! Nur ein I "Unb Camilla, die schöne Sängerin?"

geringfügiger Umstand, nur ein Schatten von Hoffnung konnte I '$a6e einem Anderen abgetreten. Als Ehemann

das alte Gefühl wieder Herstellen! Darum Vorsicht! Als Ruth 8 roetbe ja sehr solid sein!"

endlich genas, murmelte Pfeil:Wäre auch ein Scandalge. gm! Unb Sie denken nicht an Ihre eigenen Worte vom wesen, wenn die Rentenbank das emgezahlte Kapital verschluckt 33^55^ itt einem Mädchenherzen? Denken nicht an dar hätte!" I Wort des Dichters und Satirikers:

Er hatte längst als Bezugsberechtigten sich selbst in der Dich sür -in Götterbild,

Eigenschaft eines Vormundes angegeben und bereits eine ein« I keines sonst zu schauen;

malige Rente bezogen. I Doch wer kann denn dem Aushängschild

Aber nur als meine Frau erhält Ruth von Linden sie I An einem Wirthshaus trauen?"

ausgezahlt!" hatte er dabei gesagt, finster und entschlossen. @r sagte es herbe, verletzend, brüsk und bitter.

Jetzt fand man ihn täglich bei Frau von Linden, deren «. g mfei[ aber entaeanete achselruckend:Es sind Trost und rechte Hand er allmälig zu werden anfing. Dabei I Q[j[e gleich!" Und geschickt ablenkend meinte er: bewies er so viel zarte Rücksichtsnahme, daß Frau von Linden | Denken Sie auch an eine Verlobung Freundchen, da Sie bett den Grund einer schon früher geäußerten Abneigung gegen ihn Lmockietztausaewaen?"

»erftoffeni I Edgar von Bach starrte lange vor sich hin und dem Rauch

Ein Monat war wieder verflossen I seiner Cigarre nach, dann schrak er zusammen und entgegnete

Ruth saß zum ersten Male im Lehnstuhle am offenen aufspringend:Wissen Sie, ich hatte erst di-Absicht, W Fenster. I Dornfelde zu kaufen!"

Ja, bte Rosen find nun verblüht, mein Kind!" meinteNomen est omen! lachte der Professor.

die Mutter wehmüthig.Allerdings!" gab Edgar mit Bitterkeit zurück.34

Ruth nickte:Verblüht, verblüht!" Dann begann sie heftig refüfi"te be8ba[b auch den Ankauf und gehe auf Reisen, nach zu weinen. I Egypten, Syrien, Algier u. s. w. Adieu, alter Freund, wir

Da meldete der Diener:Herr Edgar von Bach. Ver- I je$en un8 sür's Erste nicht wieder!"

traulich setzte er hinzu, wie sein langsahriger Dienst im HauseJst'z Ernst?" fragte der Professor.Mein Gott, aber ihn wohl zu berechtigen schien:Heute in Civil!" I Warum ?"

Ruth zuckte zusammen und sagte:Laß ihm irgend etwas Edgar nickte und gab zurück:Unüberwindliche Sehnsucht sagen, Mama!" I eines Wandervogels; der Herbst naht, da wird es Zeit!

Frau von Linden blickte auf und frug:Irgend etwas? ^dien!"

Daß Du gesund bist und ihn empfangen willst, denke ich?" INun, dann reisen Sie glücklich!" meinte Jener.

Aber Ruth erhob beide Hände abwehrend.Nein, Mama, IWas ist Glück?" fragte Edgar herbe, schwenkte den Hut

riur das nicht! Ich will ihn nie wiedersehen!" | noch einmal im Garten und war davon. .

Sie sagte es so heftig, so laut, daß Edgar, der auf dem Ruth stand hinter der Gardine. Sie hatte jedes Wort

Corridor stand, jedes Wort hören mußte. I verstanden und schwankte, als sie dem Fauteuil zueilte.

Blaß, wie zum Tode erschrocken, fand ihn Frau Georgine j In ihrer Mutter Arm gestand sie endlich die Ursache ihres von Linden draußen. I Kummers. .

Was bedeutet das?" fragte er tonlos, wankend. 'Nun es vorbei ist, Mutter," sagte sie wehmüthig,