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so schnell wie möglich. Ich rathe Ihnen weiter, suchen Sie I keine andere gleiche Stellung hier bei uns zu Lande, ich würde, I wo ich von Ihnen hörte, unnachstchtlich warnen. Das Geld \ zur Ueberfahrt nach Amerika werden Sie wohl hier erübrigt haben- Benutzen Sie es. Packen Sie jetzt Ihre Sachen zu­sammen, spätestens morgen wird Ihre Abreise erfolgen müssen. Wenn's Ihnen möglich ist, suchen Sie da drüben ein ehrlicher Mann zu werden."

Scheffler wandte sich ab. Langsam erhob sich Malten vom Boden und wankte zur Thür hinaus.

(Schluß folgt.)

Gsmenrirütziges.

Behandlung der Weine in Flaschen nnd Fässern. Bewahren wir Weine in stehenden Flaschen attf, so verderben sie fast immer, auch wenn letztere verkorkt sind. Es rührt dies daher, daß die Korke aurtrocknen und ein steter Luftwechsel durch die Poren stattfindet. Tauchen Spunde auf den Fässern nicht mehr in den Wein, so trocknen sie eben­falls aus und die Luft kann aus- und eintreten. Aus dem eben Gesagten geht hervor, daß der Luftwechsel bei Schwan­kungen im Wärmegrade um so größer ist, je mehr leerer oder mit Luft gefüllter Raum in den Gefäßen vorhanden ist. Nach derFundgrube" sollen wir daher die Flaschen möglichst voll füllen; bei besonderen Verkorkungsvorrichtungen können wir vermeiden, daß eine Luftblase darin zurückbleibt. Die Fässer sollen so viel wie möglich, so lange sie noch nicht im Verzapf sind, spundvoll gehalten werden. Um das Austrocknen der Korke und Spunde zu verhindern, lege man die Flaschen und wähle lange Spunde, die wenigstens so lange feucht bleiben, bis sie bei der Abnahme des Weines durch Verdunstung in den Wein tauchen.

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Mittel gegen Flecken. Von Kaffee: Glycerin und Nachwaschen mit lauwarmem Wasser. Alizarinttnte: Ver­dünnte Weinsteinsäure; je älter der Fleck, desto stärker die Lösung. Vorher prüfen, ob die Farbe des Stoffes es ge­stattet; bei Seide Aether oder Benzin. Gallustinte und Rost: Einige Tropfen von einer Talgkerze auf den Fleck, dann Auswaschen mit einer Lösung von pyrophosphorsaurem Natron in heißem Wasser; bei Seide keine Hilfe. Stock­flecken: Bei Wollen- und Baumwollenzeug Seiftnwasser mit etwas Potaschezusatz, bei Leinen verdünntes Chlorwasser, dann nachspülen. Stearin: Abretben mit starkem Weingeist. Oelfarben, Firniß, Harz: Gereinigtes Terpentinöl, Benzin, neunziggradiger Spiritus, dann Seife. Theer und so weiter: Benzin, dann mit stark verdünnter Salzsäure und später mit Seifenwafser nachwaschen. Obst, Rothwein, rothe Tinte, Pflanzenfarben, Gerbstoffe von Leder, grünen Nußschalen, Thee, Kaffee und so weiter: Bei Leinen Schwefeldampf, heißes Chlorwasser, Rindertalg mit grüner Seife, Bleichlauge, starke Lösung von Weinsteinsäure; bei Baumwolle, Wolle und Seide laues Seifenwasser oder verdünnter Salmiakgeist Flecken von Gerbstoffen ausgenommen gegen letztere je nach Zart­heit des Stoffes und Farbe mehr oder weniger verdünntes heißes Chlorwasser tropfenweise auf den angenäßten Fleck, dann mit Wasser nachspülen. Fettflecken aus Papier, auch veraltet: Benzol-Magnesia aufschütten, mit dem Finger auf­reiben, dann abklopfen: aus Zeug: Benzin.

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Gelb gewordenes Elfenbein läßt sich wieder auf­frischen, wenn man dasselbe mittelst eines wollenen Läppchens oder weichen Filzes mit Bimstein- oder Hirfchhornpulver und Wasser abreibt und hernach mit Sämischleder so lange nach­reibt, bi« der ursprüngliche Glanz des Elfenbeins wieder da ist.

Oelfarbenftecke aus Kleidern zu beseitigen. Es gibt zwei Mittel, Oelfarbenflecke aus Kleidern z« ent­fernen. Das erste ist Terpentin, mit welchem man die be­fleckte Stelle benäßt und leicht reibt. Es muß dies sehr vor­sichtig geschehen, da Terpentin nicht selten Löcher verursacht; man probire darum vorher an einem Muster des Stoffes. Das zweite Mittel, welches gewöhnlich dem etwas gefährlichen Terpentin vorgezogen wird, ist reine Eßbutter. Man streicht ein Stückchen davon auf den Fleck, reibt ihn damit aus und entfernt sodann den entstandenen Fettfleck mit Benzin.

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Vergoldete Metallgegenstände putzt man am besten, wenn man sie in heißem Wasser, in welchem man etwas gewöhnliche Hausseife aufgelöst hat, mittelst einer Zahn­bürste auswäscht, reinigt und dann in erwärmte, reine Säge- spähne legt und trocknet. Nach dem Trocknen putzt man die Gegenstände mit reinem, fuselfreien Alkohol nach und bewahrt sie in trockenen Sägespänen oder in einer trockenen Holzkasette auf.

Gegen Holzwurm ist das beste Mittel Benzin, womit das ergriffene Holz getränkt und die Löcher ausgefüllt werden. Auch soll Petroleum, in derselben Weise angewandt, gute Dienste leisten.

Sherry aus Aepfeln: 50 Liter Apfelmost, 21/« Gramm Orangeblüthenwaffer, 75 Gramm rother Weinstein, 2 Liter reiner Spiritus, 5 Kilo zerschnittene Rosinen, 40 Gramm Essigäther werden gemischt und dem Burgunder aus Aepfeln gleich behandelt.

Vermischtes.

Die beiden Münchhausen.Ich sage Ihnen, in Algier war es einmal im Juni so heiß, daß die Vögel aus der Luft gebraten herunterfielen!"Das nennen Sie heiß? Bei uns in Canada ist die Hitze manchmal so groß, daß sogar die Milchstraße am Himmel sauer wird!"

Freudige Ueberraschung. Prinzipal (in seinem Bureau zum versammelten Personale):MeinJubiläum kann ich nicht ohne eine ganz außerordentlich angenehme Ueberraschung für Sie, meine Herren, vorübergehen lassen eine Ueber­raschung, die Ihre Herzen gewiß höher wird schlagen machen. Ich eröffne Ihnen also, meine getreuen Mitarbeiter, daß ich zum Commerzienrath ernannt worden bin."

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Poesie und Prosa. Sie:Sind Sie mir auch auf­richtig zugethan?" Er:Ich werde Sie ewig lieben!" Sie (seufzend):Ewig lieben warum wollen Sie mich nicht lieber gleich heirathen?"

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Er kennt sie. Mutter:Ich glaube, der Kleine kriegt ganz mein Haar!" Vater:Mach' mal den Mund auf, Junge!"

Kneippkur.Aber Wilhelm, was hast Du für zer­rissene Schuhe an!"Das sind keine zerrissene Schuhe! Ich brauche ja die Kneippkur!"

Aus der Kaserne. Lieutenant zu einem Einjährigen, dessen Griff (Präsentirt das Gewehr) nicht nach Wunsch aus­gefallen:Donnerwetter, Einjähriger Bierhuber, soll da« ein Griff sein? Sie als Naturforscher sollten doch bedenken, daß, wenn Sie mit diesem Griff der Nachwelt in versteinertem Zustande überliefert würden, kein Mensch auf den Einfall käme, daß Sie ein Einjährig-Freiwilliger gewesen sind."

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.