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(Fortsetzung folgt.)
GeZn-innntzig-s.
Gedämpfte Birnen. Man schäle solche, welche den großen Backbirnen angehören, und sobald man eine geschält hat, wirft man sie in Wasser, um die Farbe zu erhalten; man schichtet sie sehr dicht in einen Dämpftopf, bedeckt sie blo» mit Wasser, setzt Hutzucker nach Geschmack zu, etwas Citronenschale, einige Gewürznelken und eine Theetasse voll Portwein. Man
Birnen frisch zu erhalten. Man packt die Früchte ,.n, steinerne Töpfe oder Einmachgläser zwischen Lagen gewöhn» licher Baumwolle. Es dürfen jedoch nicht zu viel Schichten gemacht werden. Hierauf wird das Gefäß gut verschlossen und der Deckel am besten mit Flaschenpech luftdicht verkittet. In e»nem kühlen, frostfreien Raum aufbewahrt, halten sich so die Birnen bis zum Frühjahre.
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o^ine.Schuld an den unleidltchen Verhältnissen des Hauses schließt nun den Deckel des Dämpftopfes und dämpft gelinde n cht auch ihn treffe, traten vor feine Seele, und mit den * 3 oder 4 Stunden. Sobald die Birnen gär sind, nimmt man
gestimmt habe, um den Zorn der heftigen Frau nicht zu reizen, daß er sich abgewendet und das Wohngemach, in welchem die Unterredung stattfand, verlassen hatte.
I beste» Vorsätzen, was an ihm sei, zu thun, damit es besser | werde, kam er zu den Seinen zurück. Aber schon der Ein» tritt in das Vaterhaus, die scharfe Stimme der Mutter, als sie fest, erstes, noch mangelhaftes Zeugniß tadelte, zerstörten seine Hoffnung, und die folgenden Tage brachten keine Besserung. Er halte sich noch me so als ein Fremder in der Heimath geDhlt, und er blieb es, so oft auch die Ferien wiederkehrten
SS ®[tern, vorzulegen hatte, denn
solcher Fahrt zurückkehrte, aber dann schüttelte Erich lachend den Kopf. „Grashagen ist mir lieber, viel lieber als das Meer," war feine Antwort, „seht Ihr, Vater Locke, wir Landleute ziehen und erhalten, was Gott geschaffen hat, der Fischer denkt immer nur daran, es zu seinem Nutzen zu zerstören." Dem asten Locke wollte diese Ansicht seines jungen Gastes nie recht einleuchten, aber er sah ihn doch gern bei
liebe gehegt und gepflegt wird. Erich hatte schon im zweiten ans Herz legte, er wollte Landwirth sein unb hroK L-S Jahre bte Mutter verloren, und die Wirthschafterinnen, die seine Väter es vor ihm gewesen waren aus L S nach einander dem Vater bett Haushalt geführt hatten, meinten ihm von ihnen zukan? Das war ein Stachel der
ihre Pflicht «W ,u haben. man fl- sü, Me Mr Mui,ei. Me d°ch nt». b-«°m ^nmendeit »Me 2 äußere OednMg sorgten. Daß sie dem l-bh-ften Knaben einen Erich nur sein gute« Recht «ertrat. So besnchle « eine 1-2 SMI gemühten. daß fie das Set, bei mntterlo en Kinde« durch wtMchoftliche Schute, genügte seiner MlitSrnflicht Vnd 2«. » >« «««Innen suchen fußen war Wen nie in ben Sinn bann, labet Butt- M„«Kb »S Z«ben“Sat ± gekommen. So war er ungebänbigt emporgewachsen. Der ihm nach Crumbach aerufen Es mr ni* «
Knabe, dessen Seele für alles Gute empfänglich war, wurde daß der Anblick des stattlich heranaewachsenen^ünalin^^?"' ein trotziger Junge, dessen heißes Herz sich unbewußt und doch Herz des Vaters mllFrludeerfMeund btfi wFiimü f» Wrnet« noch der mütterlichen Liebe sehnte, ble er nii Schwester mfl inniger «Le ,n ihm mssLtt flam etilen gelann, hatte. Al« er dann fünf Jahr gewesen war, trat Male «erlangte desSatet jefet mitSnSXi^ Ä" b ein' dem Dorfe Crumbach lange Zeit stchtigung seines Befehles, daß dem Erben der Hofes bie iß™
7d Wundern gegeben hatte - gebührende StellungLtngLrä^
fein Vater hatte sich wieder vsrheirathet. Das war zwar an äußerlich geschah, es trat dadurck k-in- k.
verständiger Schritt, und Jeder, welcher Verhältstiß v?n Mutter und Söhnlein, un^ nur eine kur^
die Verhältnisse kannte, mußte das zugeben. Es war besser, I Zeit war ins Land gegangen als man in ffntmfinrf-.
Anwesen statt der wechselnden Leiterinnen daß Unfriede und Streit mit'Erich in Grashagen^ e?ng"zogen eine Hausfrau bekam, aber daß der schon beehrte Mann, war. Und dann hörte man, daß ein wirklicher Qmift L»«" effen Geschlecht zu den alten Bauernfamilien gehörte, sich so I gebrochen war, und wenn auch von den Betbeiliaten nickt«
ÄbeJe„lne * »ttWWerln, ein arme« übet ben Semd nutet bi? S« gebtung?n S 2 sÄ Mädchen, auf diese Stelle zu setzen, darüber konnte man sich I boten hatten gehört und ausgesprochen dasi es iick um bi-
snftwben geben. Gegen ihre Tüchtigkeit zwar ließ I Frage be« Erbes gehandelt haue. Man glaubte es und nirfte w ± '2?weÄ £« Wt« S«nb mb «etftonbnl6«oa, es wat ja lange schon In? bekam"? Sache r?-k ^uge Person, die gewußt hat, wie I daß die Mutter Grarhagen für ihre Tochter beaebrte oh ps
üßföffpti his fip ihn frt mott 11 ***** „ I PundenEtichen Zeiten immer vom Vatn auf'den äl-
gelassen, bis sie ihn so wett hatte, war bte allgemeine Rede I testen Sohn übergegangen war. Nun war sie mit dem Nar. im Orte, und Einzelne fügten hinzu: „was wohl bet Junge I schlag hervorgetreten, daß Erich Anna Merten bie reiche Be« baju sagen mag? Ja, was er bazu sagte? Ob er im An« I sitzerin eines schönen Gutes in Friebricksfelbe' beiratben «nb I ^vstte, sie werde ihm eine Mutter fein ? Wie dem I auf das väterliche Besitzthum verzichten sollte, und Erich hatte
^in mochte, jedenfalls war sie zur Herrm von Gras« I fest und bestimmt erklärt, daß er niemals feine Reckte einem Tflop erwAfn'mnnm?HhInit b eQ?b"enr b” k,eine ^Jeren I Anderen abtreten werde, auch der Schwester nicht, so lieb und Tage. Nicht mit Milde und Liebe suchte sie das ungestüme, I werth sie ihm fei. Das batte die Manb noMvtMo m.c. Lärte^mallte e8 $U ^^innen, mit Schärfe und I zimmer beschäftigt gewesen war, und sie berichtete weiter wie
^bhorsam erzwingen, den er ihr schuldete I der Vater Erich in so zagender, fast schüchterner Weile ru.
Und Niemand war, der sich des Knaben angenommen hätte; • kL nJL k.J .&u*
der charakterschwache Vater, der viel ältere Mann, schätzte, so sehr er im Grunde seines Herzens den einzigen Sohn liebte, doch den ehelichen Frieden noch mehr und war der Herrschaft seiner Frau bald ergeben. So erwuchsen für Erich denn Dornen und Ruthen dem Boden, der nur sonnige Früchte tragen sollte, und der sie auch dem Mägdlein brachte, dessen glückliche Kinderzeit nur durch die Theilnahme mit dem Bruder getrübt wurde. Denn sie hielten zusammen, die Kinder eines Vaters, trotz der Verschiedenheit des Alters, von dem ersten Tage, wo Erich in die blauen Augen des Schwesterchens geblickt hatte. So war es, wenn er ihn Anfangs auch mit Freude begrüßt hatte, doch ein bitterer Tag für ihn, als er zum ersten Mal das Vaterhaus verlassen mußte. Die Dorf- schule in Crumbach,, meinte der größte und reichste Besitzer des Ortes, genüge nicht für die Bedürfnisse feines Sohnes, und da auch die Mutter keine Einwendungen dagegen erhob, so wurde er auf die höhere Lehranstalt der Stadt gebracht. Die Trennung von der Heimath wurde Erich schwerer, als er es für möglich gehalten hätte. Wie vermißte er das freie, ungebundene Leben, die Fahrten auf der See, die Schwester, wie sehnte er die Ferienzeit herbei, wo er Alles wiederfinden sollte!


