Ausgabe 
31.10.1893
 
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Gemeinnütziges«

Tischmeffer zu behandelt». Man nimmt etwas pulverisirten Blutstein (in der Apotheke erhältlich), vermischt dies mit Baumöl zu einer salbenartigen Masse und bringt von dieser etwas auf das Mefferbrett. Rostflecken beseitigt man durch Abreiben mit Petroleum. Wenn eine Mefferklinge in der Schale losgegangen ist, so füllt man das Loch des Hand­griffs mit feingestoßenem Kolophonium und geschabter Kreide und steckt die heißgemachte Klinge hinein. Zum Reinigen der silbernen Schalen ist ungereinigter Salmiakgeist sehr gut, er putzt alles Metall klar und schön.

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Ausschwitzen der Möbel zu verhüten. Ein sehr einfaches, bewährtes Mittel gibt es dafür. Die neuen Möbel werden, sobald man sie erhält, lauwarm abgewaschen, indem man einen Schwamm in handwarmes Waffer taucht und aus­drückt, dann reibt man sie mit weichem Leder trocken, bis sie quitschen; sie werden niemals ausschwitzen und stets blank bleiben.

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Schmutzige Strohmatten werden sauber, wenn man eine Hand voll Kochsalz in warmem Waffer auflöst, eine scharfe Bürste hineintaucht und die Strohmatten gehörig mit dem Salzwaffer abbürstet. Sie werden, in dieser Weise behandelt, so weiß und schön, wie man es nur wünschen kann.

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Um Futzbö-en schön Weitz zu scheuern, scheure man nicht mit Seife, sondern mit einem Theil ungelöschten Kalk und drei Theilen Sand. In diese Mischung wird, wie die Hausfrauenzeitung empfiehlt, die nafle Putzbürste getaucht. Diese Weise, zu reinigen, stellt sich billiger, als die mit Seife und benimmt allen Schmutz, tödtet vorkommende Insekten und macht sehr rein und weiß. Der Fußboden muß aber mit reinem Waffer nachgespült werden. Sind Fettflecken mit zu entfernen, so bedeckt man diese mit Thonerde, die zuvor mit heißem Waffer angefeuchtet ist und läßt fie einen Tag darauf, ehe man, wie beschrieben, scheuert.

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Billiges Wandtäschchen in Form einer Düte. Bon dünner Pappe formt man eine kleine Düte, überzieht die­selbe auf beiden Seiten mit kirschbraunem Atlas und garnirt sie rings herum mit gelben Cigarrenbändchen, welche man mit hochrother Seide im Hexenstich aufnäht. In der Nähe des Bettes aufgehängt, dient sie dazu, Abends die Brille und andere Kleinigkeiten aufzunehmen.

Um Bodenteppichen wieder ihre frische Farbe zu geben, kehre man sie mit eine n reinen Besen ab, der zuvor in warmes Waffer getaucht wurde, in das man einige Tropfen Ammoniak hat fallen laffen.

Entfernung von Rost. Um Rost von kleinen eisernen Gegenständen, die sich leicht erwärmen laffen, zu ent­fernen, nimmt man ein Stück Bienenwachs, bindet dasselbe in einen nicht zu dichten Lappen und verreibt es auf dem warmen Eisen, welches dadurch einen feinen Wachsüberzug erhält. Da­rauf nehme man einen zweiten Lappen, tauche ihn in pulveri- strtes Kochsalz und reibe damit Wachs und Eisen ab.

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Mittel gegen Wanzen. Wirksam gegen Wanzen und ihre Brut ist Essigsäure, welche man am besten mit einer Glasspritze in die Fugen und Ecken einspritzt; auch die Zapfen­löcher der Bettstellen füllt man mit der Flüssigkeit an. Ein Tropfen Essigsäure tödtet die Wanze auf der Stelle. Dieses Mittel ist billiger und besser als Insektenpulver. Vermuthet man in Dielenritzen oder hinter den Scheuerleisten Wanzen, so wird die Säure auch dort mit Erfolg angewendet.

Vermischtes.

Frieden im Hause. Frieden im Hause zu haben, ist wohl der erste Wunsch jedes Menschen. Um ihn zu er­halten, halte man an folgenden zehn Geboten fest:

1. Sei stets nachgiebig und nachsichtig.

2. Begrüße Deine Hausmitbewohner stets freundlich, meide aber so viel als möglich näheren Verkehr.

3. Lasse Dir nie vom Dienstmädchen über die Verhältnisse der Mitbewohner etwas erzählen.

4. Halte nie dieselbe Waschfrau, Näherin, Flickerin rc.

5. Miethe nie ein Mädchen, das schon bei einer Herrschaft im gleichen Hause gedient hat.

6. Borge nie etwas; muß es aber geschehen, so gieb er so rasch als möglich wieder zurück.

7. Hast Du auf der Treppe etwas verschüttet oder aus- gegossen, so sorge schnellstens für Reinigung.

8. Nimm stets Rücksicht auf die nebenan und in den höheren und unteren Etagen wohnenden Nachbarn und ver­meide jeden überflüssigen Lärm.

9. Hörst Du einen Wortwechsel, so schließe sofort die Fenster und entferne Dich, um nichts zu verstehen.

10. Bilde Dir nie ein, daß Deine Kinder artiger stnd, als die Deiner Mitbewohner.

Ein Kronzeuge. Richter:Wer war zugegen, als Ihnen der Angeklagte die Zähne einschlug?" Kläger:Ich selbst, Herr Richteri"

Variirtes Sprüchwort. Vater:Wenn der Herr Rath heirathen will, dann muß es bald geschehen er ist nicht mehr jung sonst wird's zu spät!" Tochter:O, Papa, ein guter Rath kommt nie zu spät!"

Katerphilosophie. Studiosus:Bei den Damen dreht sich Alles um den Ball. Auf dem Ball dreht sich Aller um die Damen. Nach dem Ball dreht sich Alles in mei­nem Schädel!" * ,

Anzüglich. Staatsanwalt:DieMißhandlungen, deren sich der Angeklagte an den Zeugen schuldig gemacht hat, sind um so mehr zu verurtheilen, als er noch Mitglied des Thier­schutzvereins ist!"

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Kindliches Raffinement. Die kleine Anna: Mama, kauf' mir doch eine neue Puppe; meine alte schämt sich schon, wenn ich sie frage, wie alt sie ist!" * *

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Vorüber. Diener (zu seinem eben verheiratheten Herrn): Hat der gnädige Herr noch Etwas zu befehlen?" Herr (mit einem Seitenblick auf seine Frau):Nein, ich habe nichts mehr zu befehlen!" *

Bedenklicher Wunsch. Doctor:Nun, Liese, was soll Dir denn das Christkind bringen?" Lieschen:Ich wünsche mir Haare zum Herunterthun, wie Mama sie hat!" * *

Recht angenehm. Mama, mit Frida im Concert, äußert sich zu ihrer Nachbarin verwundert darüber, daß sie gar keinen Bekannten entdecken könnte, als Frida, die an­dächtig zuhörte, plötzlich aufspringend ausruft:Aber Mama, da ist ja unser Gerichtsvollzieher!" * *

Heiteres aus der Schule. In einem Cantonrhaupt- städtchen erklärt der Lehrer die fünf Sinne. Er sagt ihnen, daß wir die Ohren haben zum Hören, die Augen zum Sehen und fragt dann das Peterle:Wozu haben wir die Nase?' Peterle antwortet pfiffig: mer se butze kann!"

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Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.