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mir

ein«

Duft, der von ihr ausging.

Ich Narr, wie hatte ich bisher nur die Frauen so verab­scheuen können! Und doch wie gut, daß es so gesehen, denn wer weiß, an welchen alten Drachen ich sonst schon gefeffelt WÜlrC ! ,

Ich wagte kaum fle anzusehen, wußte durchaus nicht die Unterhaltung zu beginnen. Da hob ste selber schüchtern an.

Herr Doctor, ich habe Ihnen ein schweres Unrecht abzn- bitten."

Sie mir etwas abzubitten?'

Ja, aber ich kann es Ihnen nicht sagen, was.

Ist auch nicht nöthig, Sie haben mir nichts, garnichts abzubitten!"

Doch!"

Eine Pause trat ein, während der ich ihr kleines Herz so laut wie mein großes klopfen zu hören vermeinte.

und ahnungslos dorthin gekommen ist, wo Sie ihn wahr­scheinlich gesehen haben." , , ,

Wie glücklich bin ich!" flüsterte ste.Es ist schreck ich, daß ich so etwas gestehen mußte; können Sie mir nun wirklich ver­zeihen? Bitte!" p r c ,

Ihr warmes Händchen faßte das meinige.

Himmel, wie tobte das Blut m mir altem Schulmeister.

Väterlich! väterlich!" Jawohl, ich dachte an Nichts weniger als an väterlichsein. Ich schaute mich blitzschnell um. Der fatale Wagen hinter uns! Ich konnte dre Argusblicks des Alten deutlich erkennen. Mir flirrte ^^vordenAugen. Frisch gewagt ist halb gewonnen," dachte ich. Ich riß m den Zügel, daß der Gaul hochaufsprang, um dann mit dem nächsten Satz um die nächste Waldecke zu jagen. Dann schwang ich die Peitsche! Hui brausten wir um die zweite Ecke, und um die dritte, um die vierte und so fort in fausender Fahrt, immer steil bergab, Alles andere war mir egal, nur fort, fort von dem Verfolger hinter uns! . -

Und Minute hielt mich umklammert. Wohl schauderte sie ob der tollen Fahrt. Aber kein Laut entschlüpfte ihren Lippen. Sie mochte ahnen, was der zum Helden umgewandelte Schul- meistLängsttumfing uns die Einsamkeit! Jetzt hatten die Windungen ein Ende, auf wenig geneigter Straße ging es geradeaus, immer geradeaus. Da konnte ich es nicht aushalten. Ich warf diePeitfche hin, ließ den Zügel sinken, schlang meine Arme um das süße Geschöpf an meiner Seite, druckte wieder und wieder meine Lippen in glühender Leidenschaft auf d e ihrigen und im nächsten Augenblick lagen wtr un

Ja, wir lagen im Graben. Sie oben und ich unten, während unser Gaul, einer durch die Wüste wirbelnden Trombe ähnlich, mit dem leichten Fuhrwerke in einer Staubwolke davon­sauste.

Liebste, hast Du was gebrochen?"

Nein! Du auch nicht?"

Auch nicht-"

Gott sei Dank!" , , r k»» r.

Wir nannten uns mit einmalDu, als ob sich das so von selbst verstünde. Ferner setzten wir UN« am Grabenrand auf, herzten und küßten uns, als ob es ebenfalls gar nicht anders möglich sei und machten uns die denkbar vertraulichsten Er-

roTe Ach, das dumme Geld! Ich machemir garnichts d raus I Doch weißt Du, ich habe noch immer durchgesetzt, was ich wollte. Und so wird es schließlich hier auch gehen; darauf kannst Du Gift n^8en^.a lieber bleiben lastens

Um Himmelswillen ja! Was schwatz ich da nur ! Aber ein Haus kannst Du darauf bauen!" (Schluß folgt.)

Öffnungen. a[fo meine kleine Frau werden, Miunie?"

Ach, was sollte ich wohl sonst wollen!"

Kannst du denn so einen alten häßlichen Schulmeister wirklich lieb haben?"

Du bist gar nicht so häßlich! Das verbitte ich überhaupt, daß Du dies denkst! Du bist blo« nicht hübsch an- gezogen. Du! Und für einen ordentlichen Schneider will rch später schon sorgen."

Möes Mädel!"

' 3a! du sollst sehen, wie vortrefflich wir uns mit ander unterhalten können. Du wirst noch mit keinem Menschen auf der Welt lieber plaudern, als mit deiner kleinen Mmnie!

Das time ich jetzt schon!"

"O Du lieber Ingo! Und dann koche ich auch wunder­schön "für Dich! Ich lerne Spätzle backen. Gleich am ersten Mittag nach unferer Hochzeitsreise setze ich Dir sie vor!

Spätzle" ich seufzte schwer auf, denn letzt stand nur der alte Saffe, der mich mit einer Hauslehrerstelle belohnen wollte, als unüberwindbares Hinderniß zwischen diesen berückenden ersten Ehe-Spätzlen vor Augen. Ich verlieh meinen trüben Gedanken Ausdruck.Wenn dein Papa nur nicht so schrecklich reich

wenn mich nicht etwas Anderes weit mehr beschäftigt gehabt ^tt6®ies war der Wechsel, der seit dem peinlichen Zwiegespräch mit Minnie vorgegangen war.

Ihr schien eine Centnerlast vom Herzen gefallen zu fein. Frei und anmuthig blickte sie jetzt auf. Und ihre Blicke fuchten nur mich! Mich, den glücklichen Ingo Döderlein!

Als unsere Wagen zur Rückfahrt bereit standen, befand sich mein Asmus in vorgeschrittenster Stimmung. Mmnie er­klärte entschieden, sich nicht von ihm den Berg hinunter kut- schiren lassen zu wollen. , , ± ,

Dann werde ich Dich fahren, mein Kmd, meinte Herr Saffe unternehmend. , , ., ,

Du, Papa? Verzeihe, rechtes Vertrauen habe ich auch zu Dir nicht. Eher noch zu Herrn Doctor Döderlein, der hat meines Erachtens seine Sache vorhin ganz gut gemacht.

O, gnädiges Fräulein!" rief ich entzückt.Ich werde; Sie sicher wie in Abrahams Schooß nach der Stadt bringen!

Also mit Ihnen, Herr Doctor! Und Ihr fahrt voraus!" Hm!" sagte Herr Saffe, dem, wie es schien, auch schon ein gewisser Verdacht gegen mich entstanden war,bitte dann aber, nicht zu weit zurückzubleiben!"

Gewiß nicht, Herr Saffe!" beeilte ich mich ehrenfest zu

Ehe wir einstiegen, nahm er mich noch einmal am Rock­knopf und flüsterte:Sie wissen, wie ich auf Sie baue, Herr Doctor! Minnie ist ja noch ein Kind. Väterlich, Herr Doctor, immer ^aterlich^ch, stierte ich über und über

karmossm^nung tn Biegung. Herr Sasse .hatte dem seligen Asmus die Zügel nicht überlassen, sondern kutschierte selbe r stümperhaft im höchsten Maße, wie ich sofort bemerkte. Das schien er auch einznsehen, denn ängstlich rief : "Uebernehmen Sie doch lieber die Führung, Herr Doctor Döderlein, und als ob dies auch sonst ein guter Gedanke wäre, fügte er eifrig hinzu:Gewiß so ist es am besten und hübsch acht geben, daß wir uns nicht aus den Augen verlieren!"

Ich neigte nur die Peitsche, indem ich dachtewenn der liebe Gott soweit geholfen hat, wird er auch schon weiter helfen, und setzte mich im schlanken Trab an die Spitze. Asmus sang binter mir:So leben, so leben wir!"

Als wir nun munter im Tannenwald vorwärts rollten, ward mir unbeschreiblich froh. Ich fühlte Minnies weichen Arm an dem meinigen, ich athmete den zahrten, berauschenden

Herr Doctor!"

Fräulein Minnie!"

Nicht wahr, neulich Nacht es war nur Ihr Mantel mit j'emand anders drin--?"

Nun ging mir ein Licht auf! Das Räthsel ihrer plötzlichen Erkältung war gelöst!

Ich beugte mich zu ihr nieder:Fräulein Minnie! Minnie!" rief ich.Wie konnten Sie nur denken! Natürlich war es nur mein Mantel mit dem Doctor Schratt! Aber auch er ist wahrhaftig ganz unschuldig. Er war so seekrank, daß er völlig willen-