Ausgabe 
28.1.1893
 
Einzelbild herunterladen

47

on.Sage Deinen

Du?"

est.Bist Du ver-

>inem todttvürdigrn nicht hoffen, Dein

i Bureau und soll ein bedeu«

Ein Fest?"

; Garten stehen >ie Hinterwand in heute ernten, na von unser« Liqueur fabri- aus den Keller >ir, die beiden

Wie die Kin- anz aus seinem ir's vollständig

U feiern. Mich ."

Darf man

Haler zur Stelle soll."

1" stammelte er. llugenblicke kann ine Verlegenheit

Willibalds Gc-

Jetzt lachte Hans Adam in seiner gewohnten Weise.Du I unkluger Willibald," sagte er-Das war kostbar. Beschimpft durch eine Klage! Nun, du lieber Gott, dann hätten die Großen des Reiches schwere Lasten zu tragen- Gewiß bin ich verklagt, und die Sache betrifft sogar einen Wechsel."

So daß übermorgen"

Wenn ich das Geld nicht herbeischaffe, der Coneurs per« fect wird, ja. Aber natürlich treibe ich es auf."

Wo?" forschte der Director.

Hans Adam zuckte die Achseln.Noch weiß ich es nicht.

Adieu, Willibald." _ _ .

Und Du bist so ruhig, Hans, Du geräthst nicht außer Fassung bei einem so furchtbaren Gedanken?"

Was sollte es mir helfen? Ueberdies möchte tch auch meiner armen Frau gern die Unruhe dieser Tage möglichst ersparen, daher suche ich für mich selbst kaltes Blut zu be­halten." , ,

Er wandte sich zur Thüre, aber Willrbald eilte ihm nach. Ich kann Dir vielleicht indtrect nützen, Hans. Mag Dein Gläubiger sechs Proeent Verzugszinsen berechnen und um dieses bedeutenden Gewinnes willen Frist geben, dann will ich mit meiner Stellung für Dich bürgen. Daß Mieze und ich nicht zweitaufend Thaler verbrauchen, kannst Du Dir ja denken."

Hans Adam drückte ihm die Hand.Ich danke Dir tausendmal, Willibald, Gott weiß es, ich bin erschüttert bis in's tiefste Herz, aber auch Dein Freundesopfer könnte mich nicht retten. Der Commerzienrath Liffauer verlangt vollstän­dige und sofortige Zahlung."

Liffauer!" rief Willibald.Lrffauer! Erst gestern wurde durch ihn ein hiesiges Haus zu Sturz gebracht. Auch die Bank erleidet einen Verlust."

Der Baron zuckte die Achseln.Das ist das Gewerbe dieser Leute," versetzte er.Zunächst ist es darauf abgesehen, Moldt unter den Hammer zu bringen-"

Hilf, Himmel! Aber könntest Du denn nicht Holz ver­kaufen, Hans? Ist da keine Landstrecke, die sich zu Bauplätzen eignet?"

Der Baron schüttelte den Kopf.Schwerlich!" antwor» tete er, nur um nicht zu gestehen, daß Alles längst verpfändet war, Alles von Hypotheken und Verschreibungsurkunden er» drückt.Jedenfalls brauchen solche Dinge Zeit und mir sitzt das Messer an der Kehle. Uebermorgen bin ich ruinirt"

O Gott, Hans, sage das nicht! Was meinst Du, soll ich einmal an Deiner Stelle mit Wolfram sprechen? Noch heute fahre ich nach Dornau."

Das thust Du nicht!" rief fast heftig der Baron.Erich foll kein Wort erfahren. Ich weiß auch mit voller Sicherheit, daß er überhaupt nicht in der Lage ist, mir helfen zu können. Adieu! Adieu!"

Nun ging der Baron wirklich, und nur als ihm Willibald nachrief:Ich höre doch wieder von Dir?" nickte und winkte er noch, ehe stch die Thür hinter ihm schloß. Jetzt mochte der Kutscher nach Moldt zurückfahren; es gab vor» läufig keinen Menschen mehr, mit dem sich über die Sache hätte sprechen lassen.

Zu Hause empfingen unruhige Gesichter den Heimkehren- den. Ruth suchte in seinen Zügen zu lesen, ebenso Adele; die Baronin sprach sogar ihre Befürchtungen offen aus.Etwas geht vor, Hans, Du täuschest mich nicht- Was ist es?"

Er verstand es meisterhaft, mit dem gelaffensten Lächeln eine Unwahrheit zu sagen, aber Cäcilie glaubte diesmal seinen Versicherungen nicht.Hat der Baron irgend etwas erzählt oder erfuhren Sie sonst, was hier getuschelt wird, liebe Adele ?"

Frau.Das ist Zufall," sagte sie hastig. , gegen Sie." (Fortsetzung folgt)

endlich.Mit II

lltest Du es mir men? Auf kurze i äußersten Falle

:agte er.

>ß Moldt -" h den angefange- h fage Dir, ganz t kann ich über- No eröffnen, fön­en, und dann be-

niffäre!"

«streiken, Hans?

ein langjähriger

es Barons.Der

Wald," fügte er i, dieser geringen n. Ich bin einer e von Pontius zu t, Alles nur, weil Zeit mehr warten

Hans!"

die Erbschaft aus reinschlagen, wenn st werden könnten." vir helfen, Hans I" hre morgen in die ig als an kleinen

Eine Methode schmerzloser Operation ohne allgemeine Betäubung?)

Bon Dr. Fr. Hauser.

(Nachdruck verboten.)

Wenn die moderne Chirurgie in dem letzten Halbjahr­hundert zu Fortschritten gediehen ist, die unseren Vätern un­möglich schienen; wenn heute ein junger Chirurg von unbe- deutender Erfahrung sorglos Operationen ausführen darf, vor deren Schwere früher die weisesten und feinsten Heilkünstler entsetzt zurückgebebt wären, so dankt sie diesen Aufschwung ausschließlich zwei Erfindungen, der Erfindung derallge­meinen Anästhesie", d. h. der Versetzung des ganzen Körpers in einen Zustand, in dem keine Empfindung, nament­lich kein Schmerz, mehr zum Bewußtsein gelangt, und zwei­tens der Erfindung der Antisepsis, d. h. der Ausbildung jener Methoden, welche den Ausschluß aller krankheitserregen­den Keime (Mikroparastten) von der Wunde erstreben.

Die erste Metvode machte den Arzt unabhängig von dem Schmerze des Patienten; keine Abwehrbewegung, kein Schmer- zensschrei hinderte mehr seine Hand oder trübte ihm die nöthige Seelenruhe. , _ L

Die Erfindung der Antisepsis wieder erschloß der Chirurgie ungeahnte neue Gebiete. Eingriffe, die man heute ohne Scheu unternimmt, waren in der vorantiseptischen Zeit beinahe qualt- ficirter Mord. Eine Operation in der Bauchhöhle, im Gehirn, vor fünfzig Jahren fast undenkbar, sind heutzutage kaum so gefährlich, wie damals etwa eine Fingeramputation.

Die complicirten und kostspieligen Operations- und Ver­bandmethoden. mit deren Veröffentlichung der geniale Lister die antiseptische Aera einleitete, haben das Beffere ist der Feind des Guten unendlich viel einfacheren und billigeren Methoden Platz machen müssen. Robert Kochs und seiner Schüler Forschungen haben die Alleinherrschaft des Carbols und Sublimat» erschüttert; man operirt heute nicht mehr antiseptisch (indem man sich bemüht, vorhandene Krank­heitskeime während der Operation zu zerstören), sondern wo möglich aseptisch (indem man Mes, was mit der Wunde in Berührung kommen wird, vor der Operation von Keimen befreit, sterilisirt); und dies bewirkt man fast ausschließlich durch fozusagen ein uraltes Hausmittel, durch heißes Wasser und strömenden Wasserdampf.

Diese Veränderung der Methode war eine Nolhwendig- keit geworden, denn Carbol, Sublimat und ihre Aehnlichen sind starkwirkende Gifte, die unter Umständen Arzt und Kranken schwer schädigen können. .

Ganz aus demselben Grunde suchte man von Anfang an ein Ersatzmittel für das Chloroform. Auch dieser Stoff ist ein Gift, auch die Narkose nichts Anderes als eine vorüber­gehende Vergiftung. Vorübergehend meistens! Aber nicht gar so selten ereigneten sich Todesfälle in der Narkose.

So versuchte man es denn immer und immer wieder, an die Stelle der so gefährlichen allgemeinen die örtliche Anästhesie zu setzen. Es gelang in der That, ganz kleine Eingriffe, die nur einen oder wenige Schnitte in die Haut nöthig machten, durch Zerstäubung von Aether auf die Haut, also durch Erzeugung einer starken Abkühlung fast schmerzlos auszuführen. Aber bei größeren Operationen versagte dies Mittel begreiflicherweise ganz.

Einen Schritt näher kam man dem Ziele, als vor einigen Jahren das Cocain in die ärztliche Praxis aufgenommen wurde, ein aus der füdamertkanifchen Coca-Pflanze hergestelltes

fragte sie später die Gesellschafterin.

Kein Wort, gnädige Frau "

Hat Ihnen Ruth nichts mitgetheilt?"

Ein gehässiger Zug erschien in den Mundwinkeln der Gesellschafterin.Fräulein Ruth spricht mit mir nie ein Wort, Frau Baronin."

Dunkle Gluth überflog das leidende Antlitz der jungen

*) Obenstehende allgemein interessirende Abhandlung entnehmen wir dem soeben erschienenen ersten Hefte der Salon-Ausgabe der bann­ten illustrirten FamilienzeitschriftZur Guten Stunde (Berün W57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co.), deren Vorzüge - reicher , mte- ressanter Inhalt, prächtige, meist buntfarbige Illustration-^ und fabel­haft billiger Preis, - wir schon oft unfern Lesern zu schildern m der ..... ... , 8aqe waren. Wir können ein Abonnement auf diese tm besten Sinne

Ruth hat nichts des Wortes populäre Zeitschrift, die eine wahrhaft unübertreffliche Quelle

' ' 1 ) I der Belehrung darstellt, aus's Wärmste empfehlen.