Ausgabe 
28.1.1893
 
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huldvollen Aus« e Schleppe zeigte kerei, welche auch Sine Rivisre von ntendiadem erhob

den vierundzwan- erhalten):Euer t nit in a Geld« wollen Sie denn

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?anb gekommen; der i Wald und Feld ist ich nach den schützen- tem Gezänk die Bro- n hingcstrcut werden, if den Straßen; wer beim warmen Ösen, id Ohren zn erfrieren. | eine schönsten Blüthen behaglich durchwärm- feemaschine ihre ein- ; ie friedliche Behaglich- i wch eine gute Seetüre, i itgel, aber es ist nicht m Familienvater die Illein darin, etwas zu iedenstellt. Zu solchem ; edcr Familie ein gern Roman von E. Leit;,

: geistvolle Verfasserin ans den verschieden- s zugefallen ist, ihre . en Fortsetzungen vor- den, anziehenden Ber-; seit einiger Zeit unter amilienblatt sowohl in nnbar ein sehr erfreu-

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Plätzchen cbrett; zchen, Fett.

schon, ieder, in Lieder!

Louis Rolofs.

Gießen.

Nntevhaltttngsblatt zrrnr Gieszenev Anzeigev (Genevnl-Anzergev)

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Nr. 12

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Samstag, den 28. Januar.

Dämon Gold.

Original - Roman von W. Höffer.

(Fortsetzung).

Hans Adam griff in die Brusttasche. »Das brachte er mir, Cilli. Sieh' nur, zwei kleine, einander ganz ähnliche Käfer im Bernstein. Natürlich zum Schmuck für Dich be- stimmt." ,, .

Ruth sah von der Gesellschafterin zu ihrem Schwager und von diesem wieder zu dem jungen Mädchen- War das Vor­gehen der Beiden eine Verabredung?

Cäcilie hatte nichts bemerkt, sie freute sich des zu erwar- tenden Schmuckes und die Stunde verging, ohne irgend eine Erläuterung gebracht zu haben. Nur in einem unbewachten Augenblick fragte Ruth mit bebendem Tone ihren Schwager, wer der Kläger sei.Doch nicht Liffauer?"

Er lächelte sorglos.Eine Kleinigkeit, Kmd, ein Nichts.

Ich regulire die Sache schon morgen in aller Frühe."

War es Liffauer?" beharrte sie.

Freilich. Aber vergiß die ganze Geschichte und sorge, daß Cilli kein Wort erfährt. Fräulein Malten wird ihr nichts mittheilen." ,

In Ruths sanften Augen flammte em Zornesblitz.Frau- lein Malten ist--aber gleichviel, Hans, vertraust Du

dieser Persönlichkeit noch immer?"

Weshalb denn nicht, Schwesterchen?"

O, Hans," sagte voll innerer Empörung das Mge Mäd­chen,bist Du wirklich so ganz blind oder willst Du es nur scheinen?"

Mein Himmel, was ist nun dos wieder? In welcher Beziehung sürchtest Du für mein Augenlicht, Kleine?"

Ruth schüttelte den Kopf.Beobachte diese Fräulein Malten," antwortete sie.Verfolge ihr ganzes Treiben, sieh die Blicke, mit denen sie jede Deiner Bewegungen begleitet, den jähen Farbenwechsel, sobald Du nur erscheinst, und dann ziehe Deine Schlüffe selbst." _

Hans Adam lachte, er tätschelte nach ferner Gewohnheit den Kopf de» jungen Mädchens und ging fort, ohne etwas hinzugefügt zu haben. Dem Lakaien gab er noch den Befehl, früh um sieben Uhr den kleinen Wagen vorfahren zu laffen, und dann schlief er ruhig während der ganzen Nacht.

Es war noch nicht vollkommen hell, als er am nächsten Morgen, im Bibliothekzimmer stehend, feinen Kaffee trank, «ährend unten vor dem Portal die Pferde ungeduldig mit den Füßen scharrten. Je früher er heute zur Stadt kam, um so

eher erhielt er ja die täglich eintreffende Depesche aus Frank- furt; sein Herz schlug schneller und stärker, sobald er an diese Nachrichten nur dachte-Sehr schlecht!" hieß es schon [eit einer Woche konnte nicht an jedem neuen Morgen der Draht auch eine andere, heiß ersehnte Botschaft bringen: Alles vorbei!" Es war doch möglich.

Und Leopold Aßmann sollte eine halbe Million hinterlaffen.

Hinter dem Schloßherrn öffnete sich geräuschlos eine Thür, und auf der Schwelle stand Fräulein Malten. Im Dämmer­licht des Morgen» war sie erschreckend blaß, ihre Augen lagen tief in den Höhlen. .... £

Adele sprach nicht, aber sie erhob die krampfhaft gefalte. ten Hände und fah in Hans Adams erstauntes Gesicht, ohne irgend eine Silbe hervorzubringen.

Fräulein Malten," sagte er endlich.Sie erschrecken mich: ist irgend etwas Schlimme» geschehen?"

Sie schüttelte den Kopf, ein nervöses Zittern ging durch ihren ganzen Körper-Nichts! Nicht»! Ich bitte nur eine Frage stellen zu dürfen."

Mir? Dazu gehört doch wahrhaftig keine besondere Srlaubniß, mein Fräulein! Bitte, sprechen Sie ganz ohne Scheu."

Sie sah ihm unverwandt in's Auge.Darf ein Mensch dem andern aus ehrlicher Absicht, Seele zu Seele, sagen, was er denkt, Herr Baron? Der Mensch zum Menschen, ohne Rück­sicht auf das äußerliche Beiwerk der Standesunterschiede?"

Hans Adam nickte.Was mich anbetrifft, ja, mein Fräu» lein. Immer und in jeder Beziehung."

Das ist ganz ganz gewiß?"

Ja."

,',Dann sagen Sie mir, um welche Summe o, Ver­zeihung, Herr Baron! Verzeihung!"

Hans Adam drehte den Schnurrbart.Jetzt kommt ein Sparkaffenbuch zum Vorschein," sagte er-Diese kleine Adele hat Schätze gesammelt."

Die Gesellschafterin schüttelte den Kopf-Ach, e» ist so wenig, so wenig, wenn ich nur wüßte"

Sie brauchen gar nichts zu wissen, Adele. Ich danke Ihnen ganz so herzlich, als hätte mich Ihre schöne kleine Hand vor dem Abgrund bewahrt; aber annehmen werde ich da» Opfer auf keinen Fall, besonder» da"

O, Herr Baron, es ist kein Opfer! Ich habe em Erb« theil von tausend Thalern - was soll mir da» Geld? Bitte, bitte, wenn e» ausreichen könnte, um die augenblickliche Sorge zu bannen." ,

Aber er ließ sich zu Nichts bewegen.