zu Gemüse.
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aus den halb zugedrückten Lidern hervor - „den Ausschlag aeben könnte- Sollte ich das Unglück haben, ein „reiches Mädchen zu lieben, würde ich ihr das Ansinnen stellen, meinetwegen nicht blos von Eltern und Vaterhaus, sondern auch von ihrem Vermögen zu lasten! Und ich meine, wenn sie mich liebte, würde sie mir mit einem Lächeln an die Brust sinken und mit dem Heim zufrieden sein, das ich mit meiner Arbeit ihr schaffe Wie der Maler jetzt in feiner Erregung mit blitzenden Augen bochaufaerichtet dastand, bot er ein Bild trotziger, imponirender, selbstbewußter Männlichkeit und der Oberst mußte ihn wider seinen Willen bewundern. (Fortsetzung folgt.)
Kirschkaltschale. 1 Liter gute, saure Kirschen aus 2 Liter Waffer steint man aus, klopst die Steine von etwa 25 bis 30 Kirschen auf, die man mit Zucker und zwei Netten stößt und mit etwas Citronenschale und den Kirschen verkochen läßt. Man verdickt die Suppe mit einem Löffel feinem Kraftmehl oder geriebenem Zwieback und stellt sie, nachdem sie abgekühlt ist, auf Eis. * ,
Einmachen der Früchte. Das sicherste Mittel, Früchte einzumachen, ist: Man nehme einen Stemtopf, der oben eng, lege darauf ein Stückchen Papier, schneide dasselbe so ab, daß der Deckel nur darauf zu liegen kommt, nehme für 10 Pf. Gyps, löse denselben mit Master auf und begieße mit dieser flüssigen Maste den Deckel V, M hoch- 3j einigen Minuten wird sich der Gyps verhärten, der Topf ist luftdicht und die Früchte lasten sich auf diese Weise Jahre lang ausbewahren Gläser mit Blech- oder Gummideckel sind nicht lustdicht und der geringste Zudrang von Lust hat Faul» niß zur Folge- * ,
Gurkensalat. Die Gurken werden geschält, geh^elt, gesalzen und ausgedrückt und dann mit Essig, Oel, Salz, P effer und feingehackter grüner Petersilie angerichtet.
Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
Um Petroleumflecken aus Fußböden zu entkernen. Man trockne weißen Ton (Pfeifenerde), rühre denselben mit heißem Master zu einem ziemlich dicken Brei und trage denselben auf die beschmutzte Stelle. Die Wirkung des Thons kann durch Zusatz von Essig noch erhöht werden- Nachdem der Thon trocken geworden ist, reibe man ihn ab und wasche mit warmem Seisenwaster nach.
Um schlechter Butter den üblen Geschmack einigermaßen zu nehmen, verfahre man m folgender Weife: Die Butter wird in dünnen Blättern aus dem Faß oder sonstigen Behälter gestochen, in eine Lauge von Kochsatz und Natron waschen und dann in einer Mischung von 125 Gramm Kochsalz, 120 Gramm Zucker und 48 Gramm Salpeter aus 1 Liter Wasser zwölf Stunden stehen gelasten. Dann wird sie mit frischem Brunenwaster tüchtig durchgeknetet und frisch gesalzen nut je 30 Gramm auf Vr Kilogramm. Dem Satze wird ein Viertel ferner Menge feiner Zucker und ein Achtel Salpeter in seinem Pulver zuge- setzt. Das Durchkneten muß an eurem möglichst kalten orte geschehen. , ,
Johannisbeeren einzumachen. 1 Pfund Johannisbeeren 1 Pfund Zucker. Die Beeren werden gewaschen, auf ein Sieb gelegt und darauf mit einer Gabel von den Stielen gestreift. Dann läutere man den Zucker, lege die Beeren hinein, laste sie auf schwachem Feuer bei vorsichtigem Umruhren durchweichen, doch nicht im Geringsten zerkochen, lege sie mit einem Schaumlöffel auf einen porzellanenen Einleger oder eine flache Schüssel, füge den abgelaufenen Saft zum kochenden und laste diesen dicklich einkochen; erkaltet, rühre man die Beeren durch und fülle sie in Gläser.
GsineinnÄtziges.
Pikiren oder verstopfen nennt man das Verpflanzen kleiner Samenpflanzen vom Samenbeete auf eigens dazu her» gerichtete Beete mit feingesiebter guter Eroe, womöglich m e nem halbwarmen oder kalten Kasten. Die jungen zarten Pflänzchen werden hier je nach Verhältniß in regelmäßigen Abständen vorsichtig gepflanzt. Etwas vergeilte Pflanzen werden etwas tiefer (bis an die Samenlappen) gepflanzt und nur leicht an- gedrückt. Bei Pflanzen, die schon eine Pfahlwurzel gMdet haben, wird diefe etwas eingekürzt. In den ersten Tagen werden die Beete etwas geschlossen gehalten, dann mehr und mehr gelüftet und nachdem die Pflanzen angewachsen, wird nur noch Nachts und bei Kälte geschützt und die Beete genügend feucht gehalten. # ,
Gebackene Schweinsfütze. Sie werden zuerst einige Stunden gut gesalzen, abgewaschen und dgrauf langsam ge- kocht, bis sich die Knochen lisien, dann ausgeschnitten und die Knochen herausgenommen, wobei man darauf achte, daß sie ihr äußeres Ansehen möglichst beibehalten. Man läßt sie erkalten, bestäubt sie leicht mit Mehl und backt sie ui Butter, bis sie gebräunt sind. Man richtet sie heiß an und giebt sie
Vermischtes.
Aus der guten alten Zeit. Vor nunmehr achtzig Jahren mußte in Mariazell der Feldwebel Loschmeler einen Rapport an seinen Hauptmann erstatten. Er rüst zu diesem Zwecke seinen Unteroffizier zu sich: .'Haben Sie Tinte, Feder und Papier bei sich?" - „Ja, Euer Gnaden! - „Gut, nun schreiben S': „Mariazell den 8.! - Haben © ge- fdirieben-?" — ,.Ja, Euer Gnaden! — „Was haben S ge- chrieben?" - „Mariazell, den 8!" „Gut, weiter - Mai - Haben S' geschrieben?" - „Ja, Euer Gnaden! - „Was haben S' geschrieben?" - „Mai! — „Gut, nun lesen S' amal alles!" - „Mariazell, den 8. Mai! - „Weiter - 1812 - Haben S geschrieben? - „Ja, Euer Gnaden!" - „Was haben S geschrieben? - „1812! — Gut, nun lesen S' amal gar alles z samm! — „Maria zell "den 8. Mai 1812!" - „So, jetzt woll n wir a Stund! ausruhn!" * ,
Bescheidene Bitte. *Flurnachbar: „Ach verehrtes Fräulein, ich hätte eine große Bitte an Sie: Mochten Sie nicht heute Nachmittag singen?" — Sängerin: ,,O ganz gerne. Herr Nachbar - Sie haben da wohl Besuch? -- Flurnachbar: „Nein, das nicht, aber da kommt der Hans- wirth die Miethe eincassieren und da möchte ich bei der Gelegenheit um Herabsetzung der Miethe bitten!
Starke" Bedenken. * Ein sehr dicker Rentier besich- tiat mit seiner ebensolchen Gemahlin seinen Neubau- - Bau- meister: „Schön sind die Pärquetböden! Gelt, Herr Quasterl? _ Quasterl: „Ja — dös schon! Aber was fällt Ihnen denn ein, so kleine Quadrateln z'legen, auf solch' einem Ding hat doch Keiner von uns Platz^" *
Ein Wurfkünstler. Festordner (zu einem Gaste, der ihm vom Wirth als reif zum Hinauswerfengezeichnet wurde). Sie, ich soll Sie 'nauswerfen, wo fliegen S denn lieber Yin, auf den Buckel oder aus den Bauch?"
Drastischer Vergleich. Commis: „Aber, Herr Chef Ihre häufigen Vorwürfe kann ich nicht mehr aushalten, L b°ch kein »r im 3°°l°gi,ch°» “Ä L soll das heißen?" - Commis: „Nun, daß ich mich freuen sollte, wenn mir recht viel vorgeworfen wird. __


