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Du redest in einer Sprache, mein Kind, die ich nicht IWas meine weibliche Ehre mir gebot!« lautete ihre verstehe.« sagte er.Man theilte mir doch mit, daß Du feste Entgegnung.Bereite den Vater darauf vor, daß ich wieder ganz hergestellt seiest und nun -« aufgehört habe, Hugo Neukamps Braut zu sein - er wird

Wieder war es ihr ernster, hoheitsvoller Blick, der ihn Dir's glauben, daß ich nicht aus Leichtsinn und Wankelmuth verstummen ließ. diesen Schritt gethan."

Sie werden, wie ich denke, nicht im Ernst daran zweifeln, Der alte Oberst war von dieser Neuigkeit um des un» daß ich bei völlig klarem Verstände bin. Und Sie werden mich vermeidlichen Geredes willen zwar nicht sehr erfreut; aber sie

auch nicht glauben machen wollen, daß Sie etwas Anderes schien ihm doch nicht ganz unerwartet gekommen zu sein, und

als dies erwarteten, da Sie sich heute hierher begaben.« vielleicht waren ihm selbst seit jener Nacht, wo sie so nahe

Er gab das Comödienspiel auf und erwiderte mit ge» daran gewesen, von den empörten Arbeitern Neukamps er»

runzelter Stirn: I schlagen zu werden, mancherlei ernste Zweifel aufgestiegen, ob

Allerdings konnte ich wohl auf etwas Aehnliches gefaßt seine Lieblingstochter an der Seite dieses Mannes wirklich das

sein, nachdem Herr Doctor Asmus so ausgiebige Gelegenheit erhoffte Glück finden werde. So machte er denn, obwohl er

gehabt hat, mich zu verdächtigen und zu verlästern. Aber ich die eigentlichen Beweggründe für Edtthas Entschluß noch nicht

bin nicht gesonnen, das Feld zu räumen, nur weil es diesem kannte, keinen Versuch, diesen Entschluß zu bekämpfen und

Herrn so gefällt, und weil er den Wunsch hegt, an meine eine Aussöhnung zwischen den Entzweiten herbeizuführen. Es

Stelle zu treten. Ich erkläre Alles, was er über mich gesagt gab einen kurzen, kühlen Briefwechsel zwischen ihm und dem

haben kann, im Vorhinein für Verleumdung und Lüge, und Fabrikbesitzer. Man verständigte sich in höflichen Wendungen ich werde in eine Auflösung unseres Verlöbniffes jedenfalls über die Form, in welcher man die Aufhebung des Verlüb» erst dann einwilligen, wenn Dein Befinden Dich in den Stand I niffes vor der Welt notiren wollte, und einige Tage später setzt, die Tragweite solchen Entschluffes zu übersehen, und hatte der Fabrikbesitzer die Stadt schon wieder verlaffen- wenn Dein Vater seine Zustimmung dazu ausgesprochen haben I Daß er zuvor in der That noch eine Begegnung mit wird. Für jetzt dürfte es, um Dir alle unnütze Aufregung Asmus gesucht hatte, erfuhr Editha nicht. Nur Monika er» zu ersparen, am zweckmäßigsten sein, daß ich meinen Besuch hielt davon Kunde, als er sie bei einem seiner nächsten Be­beende." suche in sichtlicher Bewegung fragte, ob es denn Wahrheit sei,

Er wandte sich nach der Thür; doch Editha hielt ihn, daß ihre Schwester aus freien Stücken ihre Beziehungen zu sich aus den Kiffen ihres Stuhles erhebend, durch einen be» Neukamp gelöst habe.

fehlenden Zuruf zurück. IIch glaube seinen Worten eine Mittheilung dieser That»

Bleiben Sie! -r- Sie werden nicht wünschen, mir zum fache entnommen zu haben," fuhr er zur Erklärung seiner zweiten Mal so gegenüber zu stehen, wenn ich Ihnen einen Frage fort,als er vor einigen Stunden in mein Zimmer Namen zurufe, der uns für immer trennen mußte in dem stürzte, um für einen Schimpf, den ich ihm angethan haben Augenblick, da ich erfuhr, welche Bedeutung er in Ihrem I sollte, Rechenschaft von mir zu verlangen."

Leben gehabt den Namen des Mädchens, das Sie mit nm Gotteswillen I" fragte Monika erschrocken zurück,

einem feigen, erbärmlichen Schurkenstreich in den Tod ge» bQt Sie doch nicht gefordert?«

trieben! Wollen Sie wirklich, daß ich ihn Ihnen nenne?'Freilich!« bestätigte der Doctor, aber er bestätigte es

Neukamp war um eine Schattirung bleicher geworden; mit einem g^eln, das sie sogleich beruhigen mußte.Wenn

seine Hände ballten sich unwillkürlich und er preßte die Zähne e8 na$ seinen Wünschen gegangen wäre, hätte er am liebsten

zusammen. auf der Stelle ein amerikanisches Duell mit mir ausgefochten.

Ah, dieser Schurke!« stieß er hervor.Das also ich konnte ihm leider diese Gefälligkeit nicht erweisen,

das also hat er Dir erzählt?" , nachdem er von dem Ehrenrath unserer studentischen Verbin»

Nicht aus dem Munde des Doctors kenne ich die Ge- bung dauernd satisfactionsunfähig erklärt worden war.

schichte jener Unglücklichen, sondern ich kenne sie aus dem oroar yersuchte er, nachdem ich seine Zumuthung abgewiesen,

Munde ihres Vaters und ihrer Schwester und ich denke, rotott Qu? eigene Faust Genugthuung zu nehmen, aber er

Sie werden diese Zeugnisse gelten lassen müssen. Ich erwarte batte ,u Mnem Schaden übersehen, daß auf dem Sopha

nicht, daß Sie sich vertheidigen oder einen Versuch machen meines Zimmers zufällig meine Reitpeitsche lag. Ich fürchte,

werden, Ihre Handlungsweise zu entschuldigen, aber ich et» ej$ roirb nicht ganz leicht werden, seinen Freunden in den warte allerdings, daß Sie nun nicht länger zögern werden, nächsten Tagen die merkwürdige Zeichnung in seinem Gesicht mir mein Wort und meine Freiheit zurückzugeben. Wie könnten auc einigermaßen glaubhafte Weise zu erklären." Sie wünschen, eine Frau zu besitzen, welche Sie von Grund Unb mieber mehrere Tage später standen um die Zeit

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Nhm" w« ihn n-b-»«ha, di- sich an« ih'-m Stuhl °-h°b-n hatte, am

die ganze Wucht meines Zornes trifft. Die verlangte Freiheit M 1 A, (inben Lüfte sind erwacht," citirte der Doctor, aber gebe ich Ihnen unter solchen Umständen bereitwillig zu» , me6t und die ersten Schneeglöckchen werden ihre

rück. Sie werden ja vermuthlich mit sich selber bereits da» jXÄX« von Herzen

rüber im Reinen sein, welchen Gebrauch Sie davon zu machen den Frühling, Fräulein Editha? - Mir für meine Person

« « ,x .r, ,, ist es, als ob er mir in diesem Jahre ganz außerordentliche

Er zögerte noch einen Augenblick, als ob es ihm schwer I xf...*b gßunber bringen müsse"

falle, den rechten Ausdruck für etwas besonders Giftiges und H'rrlrchMen un.Wunder brmgm

Vernichtendes zu finden, das ihm noch auf der Zunge lag;ruJ®«®. J1W® »tmUmefimSen

rtütfr rohftfiA Rvorft» htp (Söith nnrfi hpr Glncke aus die neben I werden? fragte Editha mit einem tietnen, etwas roeymuiy ö ?6,M? ta h,r St - n-n And r u Lich-lmD-r Frühling ist ja nun einmal dl- Zeit der SSunhet,

und ma-M-m^eXjnng-n Dichter im mund-rH-N«. Mai

Als Monika gleich darauf mit einem Herzen voll tödt- Monika machte einen Versuch, sich leise zur Thür zu licher Angst in das Zimmer eilte, fand sie ihre Schwester stehlen. Sie fah etwas wie eine Aussprache zwischen den

noch immer hoch aufgerichtet und hastig athmend neben dem Beiden voraus, und sie wollte dabei nicht zugegen sein, ern

Stuhl. mal, weil solche Gespräche nur selten einen Zeugen vertragen,

Editha - liebste, einzige Editha!« rief sie.Oh, sage und vielleicht auch, weil sie fürchtete, daß es doch am unoe

as hast Du gethan?« I über ihre Kräfte gehen könnte.