Ausgabe 
25.4.1893
 
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Nr. 48

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Dienstag, den 25. April.

Tante Hannas Geheimniß.

Original-Roman von E. v. Linden.

(Fortsetzung).

Mamsell Evers stieg mit jugendlicher Leichtigkeit die Treppe hinauf, sie wußte nicht, wie es zugegangen, daß sie beim An« blick dieses Fremden unwillkürlich an einen Polizeibeamten hatte denken und seine Anwesenheit auch sofort mit der überraschen­den Ankunft des von ihr tödtlich gehaßten Steindorf in Ver­bindung hatte bringen mtzffen. Es mochte wohl daher kommen, daß sie dem Amerikaner, wie sie ihn im Stillen nannte, alles mögliche Schlechte zutraute und ihn sogar eines Verbrechens fähig hielt. Da hatte sich denn nach und nach die lieber- zeugung in ihr festgesetzt, daß Steindorf niemals auf Ebenheim Gebieter werden könne und noch vor der Vermählung sich etwas ereignen müße, was diese unmöglich machen werde.

Die plötzliche Ankunst derselben, seine unbegründete Eile und sichtliche Unruhe hatten sie stutzig gemacht, worauf das qeheimnißvolle Erscheinen des fremden Herrn, seinum den Busch"-Horchen das Gemüth der alten Evers ungewöhnlich er­regen und auf irgend etwas Unerhörtes gefaßt machen mußte.

Daß dieser Fremde kein Freund des Herrn Steindorf war, lag auf der Hand, er wollte ihn vielmehr von einem Versteck aus beobachten, das begriff die kluge Mamsell Eoers sofort und war deshalb auch fest entschlossen, ihm dabei in jeder Weise Vorschub zu leisten. Daß von den Knechten und Mägden sich Jemand unterstehen sollte, dem gefürchteten Ver­lobten der Herrin Mittheilung von dem Fremden zu machen, darüber war sie vollständig beruhigt, da ihm Jeder gerne aus dem Wege ging.

Sie trat also mit dem Herrn, um dessen Namen sie jetzt erst höflich bat, in's Wohnzimmer.

Ich heiße Wölfin»," erwiderteerruhig,werden hoffent­lich keinen Gebrauch davon machen."

Gott bewahre, ich erfülle damit nur eine Pflicht gegen mein Fräulein, Herr Wolfius! Würde Sie nicht hier herein lassen, wenn mir nicht ein bestimmtes Gefühl sagte, daß ich recht daran thäte und daß Ihre Anwesenheit ein Glück für meine arme Herrin wäre."

Da» ist e» auch, liebe Mamsell!" erwiderte der Dctectrv Wolfius sehr ernst.Sie sollen sich darin nicht getäuscht finden. Jetzt aber," setzte er aufhorchend hinzu,bringen Sie mich an einen Platz, wo ich ungesehen das Zimmer beobachten kann, und sorgen womöglich dafür, daß er hierher kommt. Ich höre bereits unfern Freund dahergallopiren, er hat ja rasende Mel"

Mamsell Evers fuhr erschreckt zusammen und deutete dann auf einen dicken Vorhang, hinter dem Wolfius sofort verschwand, worauf auch sie sich rasch unsichtbar machte. Der Vorhang verdeckte eine Nische, welche wahrscheinlich von der Gutsherrin als Traumwinkel benutzt wurde, da dieselbe, mit einem Eck- fenster versehen, da» nach einer stillen, gänzlich abgeschlossenen Partie de» Gartens und des daran stoßenden Parks hinaus­ging, nur einen bequemen Sessel und ein Tischchen enthielt.

Die Dämmerung war allmälig herabgesunken. Der De- tectiv musterte den kleinen Raum, um auch hier noch ein Ver­steck zu finden und auf alle Möglichkeiten gefaßt zu sein. Der Fenstervorhang von dichtem himmelblauem Stoff bot ein sol­ches, er ließ die beiden Gardinen zusammenfallen und machte ein zufriedenes Gesicht, während er mit allen Sinnen hinaus­

horchte.

Herr Julius Steindorf war angekommen, er hörte ihn auf der Treppe, Mamsell Evers hatte ihre Pflicht gethan. Jetzt wurde die Thür geöffnet, er trat ein.

Befehlen Sie ein Abendessen, Herr Stemdorf?" fragte die Evers mit fester Stimme.

Nein, nur Licht und eine Flasche Wein, lautete die Antwort,um neun Uhr geht dec Zug, mit welchem ich fort will, habe also keine Zeit mehr zu verlieren. Ich wollte Ihnen ja nur die Nachricht bringen, daß Fräulein Holten erkrankt ist und schwerlich heute Abend kommen wird. Geben Sie den Befehl, daß das Pferd, welches mich von der Station hierher gebracht, gesattelt und in Bereitschaft gehalten wird. Und nun bitte ich noch, sich zu beeilen."

Mamsell Evers setzte das Licht auf den Trsch und ver­schwand. Wolfius zog sich jetzt ebenfalls hinter den Fenster- vorhang, der ihn gänzlich verhüllte, zurück. Er hatte richtig vorhergesehen, da Steindorf in der That das Licht ergriff und den Vorhang der Nische auseinanderschlug, um hmeinzuleuchten.

Alberner Weiberwinkel!" stieß er dabei verächtlich her­vor, ließ hierauf den Vorhang wieder zusammenfallen und kehrte mit dem Lichte an den Tisch zurück. Die Mamsell brachte selber den Wein, stellte die Platte mit Flasche und Glas hin und entfernte sich schweigend.

Steindorf folgte ihr rasch bis an ine Thür.

Ich will ungestört bleiben!" herrschte er ,hr nach, wo- rauf er die Thür schloß und den Schlüssel umdrehte.

Hastig öffnete er die Flasche, leer e e.mge Gläser rasch hintereinander, als ob er sich Muth trinken wollte, und trat ohne Zögern an die Cabinetthür, welche er mtt dem nach Art der Dietriche gebogenen Nagel überraschend schnell zu öffnen verstand. Dann trat er, die Thur halb hinter sich zuzrehend, hinein.