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Nr. 99
1893
Donnerstag, den 24. August.
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Das goldene Kalb
Novelle von Reinhold Ortmann.
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Commilitonen, die derselben Verbindung angehören, dergleichen nicht vor einander verbergen können."
„Allerdings! — Ich kann diese Fragen in ihrer Allgemeinheit nicht ohne Weiteres verneinen — aber ich weiß nicht —"
„Und Sie entzweiten sich dann mit ihm," fuhr Editha, ohne ihn ausreden zu lasten, hastig fort. „Sie kündigten ihm Ihre Freundschaft auf, weil Sie die Gewißheit erlangten, daß er eine erbärmliche, eine ehrlose Handlung begangen hatte! — Verhält es sich nicht so? — Können Sie mir mit Ihrem Ehrenwort erklären, daß es sich nicht so verhält?"
„Ich mußte es, soweit ich mich erinnere, schon einmal ablehnen, Ihnen über die Ursachen meines Zwistes mit Ihrem Verlobten Auskunft zu geben, Fräulein von Haffelrode! Sie sollten mich nicht in die unangenehme Nothwendigkeit versetzen, diese Ablehnung heute zu wiederholen."
„Wenn Sie eines Menschen Leben retten könnten um den Preis einer geringfügigen Verletzung jener Gebote, welche Zart« sinn und meinetwegen auch Ehrgefühl Ihnen vorschreiben — würden Sie dann auch nur eine Minute lang zögern, dem großen Zweck dies kleine Opfer zu bringen?"
„Wohl kaum, — wenn es sich wirklich um ein Menschen» leben handelte; aber hier —"
„Hier ist es das Glück und die ganze Zukunft eines solchen Daseins, um welche es sich handelt," fiel sie ihm in die Rede. „Ist das nicht im Grunde ganz dasselbe? — Ich habe Sie beleidigt und verletzt — o, versuchen Sie nicht, es in Abrede zu stellen — ich selbst kenne mein Verschulden gut genug, um mich durch keine großmüthige Versicherung des Gegentheils täuschen zu lassen — ich habe also nicht um Sie verdient, daß Sie meinetwegen auch nur die kleinste That der Selbstüberwindung vollbringen. Aber ich habe eine zu hohe Meinung von Ihrer Ritterlichkeit, als daß ich zu fürchten vermöchte, Sie könnten mich mit heimlicher Genugthuung einem selbstverschuldeten Elend entgegen gehen — einer selbstverschuldeten Schmach erliegen sehen! — Was Sie für den Letzten und Armseligsten unter Ihren Bekannten thun würden, das werden Sie auch für mich thun, nicht wahr, wie tiefgewurzelt auch Ihr Groll gegen mich sein mag."
„Ich wäre selbstverständlich mit Freuden bereit, Ihnen jedes Opfer zu bringen; aber ich verstehe wirklich nicht, was es zu Ihrem Glücke beitragen könnte, wenn ich einwilligen wollte, Ihnen jene alten, von mir selber fast schon vergessenen Geschichten zu erzählen."
„O nein, Doctor Asmus, Sie haben sie noch nicht vergessen. Jedes Wort, das Sie zu Hugo Neukamp gesprochen, jeder Blick, den sie auf ihn gerichtet haben, ist ein Beweis dafür, daß Sie sich ihrer noch unablässig erinnern. Aber
ba): „Nun, " — Frem» • Der Nach» er Alles an.
(Fortsetzung.)
Ein Klopfen war es, bas Editha nach Verlauf einer Viertelstunde auffahren ließ. Ihre trockenen Augen zeigten, baß sie nicht eine einzige Thräne vergossen hatten; aber ihr Aussehen hatte sich erschreckend veränbert und sie machte jetzt wirklich ganz bett Eindruck einer Schwerkranken.
„Doctor Asmus ist da, um nach Dir zu sehen!" sagte Monika, die auf der Schwelle erschien. „Willst Du, daß ich ihn sogleich hereinführe?"
„Ja — und ich bitte Dich, laß' mich mit ihm allein! Ich möchte etwas mit ihm besprechen, wobei mich selbst Deine Gegenwart geniren würde."
Wenn dies Verlangen Monika befremdete, so ließ sie in ihrem Benehmen doch nichts davon merken. Sie winkte den Doctor herein und zog sich leise zurück. Der junge Arzt aber hatte Mühe, seine Bestürzung zu verbergen, als er Edithas an- sichtig geworben war.
„Wie geht es Ihnen, Fräulein von Hasselrobe?" fragte er mit nur schlecht maskirter Besorgniß. „Verursacht Ihnen Ihre Wunbe starke Schmerzen? — Oder haben sich etwa inzwischen noch andere lästige Erscheinungen eingestellt?"
„Rein!" erklärte sie mit einem energischen Kopfschütteln. „Ich bin überzeugt, daß die kleine Schramme nichts auf sich hat, und ich fühle mich schon wieder fast ganz wohl- Aber ich habe trotzdem mit Sehnsucht auf Ihr Kommen gewartet; denn ich habe eine Frage an Sie zu richten, auf die Sie mir als .Mann von Ehre offen und rückhaltlos Antwort geben müssen. Wollen Sie mir versprechen, das zu thun?"
„So weit es in meinen Kräften steht und nicht im Wider- spruch ist mit meinen Pflichten — gewiß! — Aber wenn es sich, wie ich fast vermuthe, um Dinge handelt, die aufregend auf Sie wirken könnten —"
„O, nehmen Sie keine Rücksicht auf meine Nerven — sie sind widerstandsfähig genug, um selbst einen starken Ansturm auszuhalten, und gerade die Gewißheit, die ich von Ihnen zu haben wünsche, soll mir überdies meine verlorene Ruhe wiedergeben. — Sie waren mit meinem — mit Herrn Hugo Neukamp während seiner Studienzeit befreundet und Sie waren als sein Freund gewiß auch in seine intimsten Angelegenheiten eingeweiht — nicht wahr? — Sie wußten, was er trieb und mit wem er verkehrte — es ist ja selbstverständlich, daß zwei
ter: „Was ,e Ablösung
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