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de später un- tu können." en Vertrauens ie. „Mir sind
eite überreden, 'en zu wollen,
Zusage soll für its das Ehren-
Sie wissen, ich
tiefster Brust, kleine Schutz - zum zweiten
er des Barons n sah das vor irdenen Vaters selben und fein
gleich jetzt mit auch für mich
"ich der Baron, jeszins zurück." Sippen. „Wir es."
m Zimmer auf en weittragender," faßte er, in den Schooß.
fuhr er fort, , daß das Geld I« ermöglichen! Hand lasse ich ib im Frühling Ich schenke den :gt das Wasser chtungen kommt
Ich habe ver- zu suchen. Ein sanden sein." »altigen Grund,
und zu Stücke e! Woher kom-
ohne Werth." it Sand bedeckt.
izu: „Ich werde mmel, was gibt >ers auch Willi- mb und ich will itjte Eingeladene
unterbrach er
m, Hans, noth« rnstehen sollten? ißt Du ganz die
große Erbschaft, Erich? Der Alte in Frankfurt soll eine halbe Million besitzen."
„Er soll — soll, oder auch diese Erzählungen sind Fabeln. Rechnest Du nicht lieber mit Thatsachen, Hans?"
„Hm, das weiß ich noch nicht. Die Thatsachen sind doch im Leben zumeist recht unliebsam: Advocaten und Gerichtsvollzieher, dergleichen ist Factum; grau, scheußlich, widerwärtig. Aber die Hoffnung trägt immer Engelszüge, ich könnte mir das Dasein ohne ihre stete Nähe überhaupt nicht denken."
Dann vertiefte er sich wieder in den Anblick des alten Documentes. „Das war hübsch von meinem Vater," sagte er, „so hätte ich es auch gemacht. Als der Freund in Noth gerieth, stürzte er einfach seine Cassa und gab hin, was sie enthielt. Ich will das Geld nicht wieder haben, Erich, ich komme mir vor wie ein Straßenräuber, indem ich es annehme. Du kannst auch diesen Betrag gar nicht entbehren, am wenigsten in diesem Augenblick."
Erich erhob sich. „Ich muß es," antwortete er, „und ich kann es. Sorge nicht um mich, Hans."
Der Baron sah ihn an. „Ich weiß schon, wie Du es anfangen willst, Wolfram. Zuerst entläßt Du den Verwalter und nimmst dessen Arbeit auf Deine eigenen Schultern, dann vermiethest Du im Sommer die obere Etage Deines Hauses an Badegäste und verkaufst den Inhalt der Treibhäuser in die Stadt. Ist es nicht so?"
Erich lächelte. „Genau so, Hans, und dabei befinde ich mich durchaus wohl. Ich ringe und kämpfe, bis mir der Sieg zu Theil geworden ist. Du kennst ja meinen Wahlspruch."
„Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten!" sagte halb- laut der Schloßherr. „Ich kann Dir da nicht folgen, Erich. Weshalb denn leben, um ewig zu resigniren? Ich will mich selbst und Andere glücklich wissen."
Dann schrieb er einen Schuldschein über zwölftausend Thaler. „Du wirst das Geld sehr bald zurückerhalten, Erich. Die Bernsteingräberei macht uns zu Millionären — ja, ja, auch Dich, denn wenn Moldt an seinem Strande und in den Dünen die braunen Schätze birgt, so ist ja jedenfalls Dornau ebenso reich gesegnet. Vielleicht war dieser Sturm der Ausgangspunkt eines neuen, überaus großen Glückes!"
Während er das sprach, glänzte sein schönes Gestcht im Widerschein der inneren Freude- „Einige fünfzig Leute werde ich vorläufig engagiren," setzte er hinzu, „später jedenfalls Hunderte."
Erich antwortete nicht. Es war ausfichtslos, gegen die großen Erwartungen, welche Hans Adam hegte, mit den Waffen ruhiger Ueberlegung zu Felde zu ziehen, das wußte er aus Erfahrung und verabschiedete sich, ohne dem Schloßherrn widersprochen zu haben. Ein bitteres Gefühl blieb aber in seinem Herzen zurück: jene zwölftausend Thaler, während eines Menschenalters in redlicher Arbeit erworben — jetzt waren sie wie welke Blätter in alle vier Winde zerstreut.
Als die Equipage hielt, erschien in der Thür die Haushälterin mit gerungenen Händen und thränenüberströmtem Gesicht. „Ach, Herr Wolfram! Herr Wolfram!"
Erich erschrak. „Was ist geschehen?" rief er.
„Ach — der liebe, alte Herr! Nein, gehen Sie nicht gleich hinein, ich —"
Aber Erich schob die Frau ohne Weiteres bei Seite und eilte in das Wohnzimmer, wo sich bei feinem Erscheinen die Dienstboten scheu und leise in den Winkel drängten. Auf dem Sopha saß noch in derselben Stellung, wie er ihn verlassen, gegen das Rückenpolster gelehnt, sein alter Großvater — aber Acht mehr mit dem herzlichen, liebevollen Lächeln und dem klaren Blick, den Erich an ihm kannte- Die Augen waren geschloffen und das Antlitz um einen Schatten bleicher als sonst wohl. Nur um einen Schatten — aber dennoch--
Die Dienstmädchen weinten und ihr lautes Schluchzen weckte den Gutsherrn aus seiner Erstarrung. „Todt!" — ein schauriger Gedanke, wo immer er dem Menschen jählings entgegentritt, eine eiskalte Hand, die sein warmes Herz berührt, daß es seine Schläge im Augenblick aussetzt und stille zu stehen scheint unter der Wucht des Verhängnisses.
„Und so habt Ihr ihn gefunden?" fragte Erich.
„Ja, Herr. Kein Zug war verändert, kein Glied bewegt. Er muß ganz sanft hinübergegangen sein."
Der Gutsbesitzer winkte den Leuten, sich zu entfernen; er sah aus dem Fenster in die Herbstnacht hinaus und seine Seele wiederholte das traurige Wort, das er heute dem jungen Mädchen gesagt: „Vergebens!"
Der Bankdirector hatte Mutter und Braut nach Moldt gebracht und etwas später war die Hochzeit der beiden Verlobten auf das Glänzendste gefeiert worden. Hans Adam durchsuchte alle Kammern und alle Schränke des Schlosses, um für das weinumsponnene Nest des jungen Paares die' ver- schiedenartigsten Schätze zusammenzutragen, hier einen Schrank mit uralter Schnitzarbeit, da Porzellan aus dem vorigen Jahrhundert, Silberzeug und Damast mit eingewebten biblischen Erzählungen. Das Alles wurde renovirt und in Stand gesetzt; der Baron gab das Geld aus wie warmes Brod.
Aber dafür sah er auch den Jubel der drei Menschen, die sich in das Paradies versetzt glaubten. Jedes Stück wurde bewundert, für jedes unter taufend Glücksgefühlen der beste Platz ausgewählt;- Willibald ging nur noch mit Hammer und Zange umher, er war ganz berauscht vor Freude.
„Wenn nicht der jüngste Tag heranbricht," sagte er einmal. „So viel Seligkeit kann ja keine Dauer haben."
Dann lachte Hans Adam, wie er nur zu lachen verstand. „Du unkluger Willibald! Bist Du zufrieden? Habe ich meine Sache gut gemacht?"
„O, Hans, wo lebt ein Freund, wie Du es bist!"
„Thorheit! Demnächst kaufst Du das Haus und ich erlaube mir, die dem Garten zunächst liegende Landstrecke Deiner Frau Gemahlin für den Anbau von Rüben und Kartoffeln ganz ergebenst zu verehren. Das macht sich Alles."
„Bist Du ein Krösus?" fragte Willibald. „Besitzest Du den Schlüssel zum Berge Sesam?"
„Ich werde ihn wenigstens demnächst besitzen. Man meldet mir aus Frankfurt, daß Leopold Aßmanns Tage gezählt sind."
„Schreibt er Dir?" fragte der Bankdirector- „Steht Ihr miteinander in irgend einer Verbindung?"
Ein Schatten flog über die Stirn des Barons. Es war auf den Brief Cäciliens aus Frankfurt keine Antwort gekommen, das fiel ihm in diesem Augenblicke doch schwer aufs Herz. „Wir correspondiren allerdings nicht," versetzte er, „aber wozu auch? Das Testament habe ich seinerzeit selbst in der Hand gehalten."
Und dann wie immer den unliebsamen Gesprächsgegenstand verlassend, setzte er hinzu: „Wie macht es sich mit der Bank? Wird die Filiale benutzt?"
„Weit stärker, als man erwartete. Besonders Depositen sind in großer Anzahl vorhanden. Das Kellergewölbe des Hauses hat verschiedene Fächer, die wir in Miethe geben und die sehr begehrt sind. Wahre Unsummen lagern da zuweilen, Gelder, die erst nach Wochen für irgend eine Anzahlung gebraucht werden sollen und nun so lange sicher untergebracht sein müssen."
„Baar?" fragte Hans Adam.
„Ja. Gold und Kassenscheine. Solcher Fach hat zwei Schlüssel; den einen bekommt der Miether und den anderen habe ich."
„Der macht Dir schlaflose Nächte, was?"
„Das that er in der ersten Zert wirklich; ich trug ihn beinahe immer in der Hand und legte ihn Nachts unter mein Kopfkissen, aber jetzt bin ich ruhiger geworden. Man gewöhnt sich eben an Alles."
Hans Adam begrüßte noch die glückliche junge Frau in ihrer schwer errungenen Häuslichkeit und dann begab er sich wieder auf das Schloß.
„Noch kein Brief, Cilli?"
Die Baronin schüttelte seufzend den Kopf. „Nicht«, Hansi! Ich denke oft, daß auch der Onkel gestorben sein könnte."
„Das ist unmöglich. Ich erhalte täglich Nachrichten — auch heute. Sein Befinden wird schlechter und schlechter." (Forts-f.)


