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Aus Kindermund.
Als mein drittes Kind anlangte, brachte es natürlich in
den Geschwister von vier und zwei Jahren mit. Darob großes
Bratwürste auf Matrofenart. Man schneidet einige Zwiebeln würflich, röstet sie in Butter gelb, dünstet sie mit rothem Wein ein, gibt die rohen Bratwürste nebst Pfeffer, Salz, gehackten Kapern und Sardellen und etwas geröstetem Mundbrod dazu, kocht sie mit dem nöthigen rothen Wein eine Viertelstunde auf, fettet sie ab und gibt sie sogleich zu Tische.
Der kleine Theodor hat beim Mittagstisch das Vaterunser zu beten; bei der Stelle: „Unser täglich Brod gib uns heute unterbricht er sich plötzlich, deutet verwundert auf Papas Platz und spricht: „Aber Papachen, da hast Du ja noch etn
Einige Kinder spielen mit der Puppe, entkleiden dieselbe und entdecken an einer Stelle des Körpers, daß der Preis dort steht. Lange betrachten sie die Ziffer und besprechen die merkwürdige Entdeckung, die sie gemacht. „Eme Mark fünfzig, sagte Davsv endlich und, als wäre ihr eine Erleuchtung gekom- men, hebt sie ihre Röckchen auf und sagt zu ihrer Freundin: „Ach, bitte, sieh' doch mal nach, was ich kostel
Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
Der Knabe meiner Nachbarin, fünf Jahre alt, dem das Fordern streng verboten war, fragte mich, als er bei einem Besuche Himbeeren auf dem Tische stehen sah und sie gerne prvvirr yüü<>: „Haben Sie als Kind auch so gerne Himbeeren gegessen wie ich?"
Mein Dritter — ein kleiner Schlauberger — war als neunjähriger Knabe in eine andere Klaffe versetzt und bat seine Mama eines Tages: „Mama, möchtest Du wir Meder em Bischen beim Rechnen helfen?" - „Ja, gern." — „Also sieh , bitte, sieben und acht sind sechzehn und sechs sind zweiund- - „Hör', Walter, das ist aber wirklich arg, daß Du gleich mit einem Fehler anfängst." — „Ja, liebe Mama, ich weiß wohl, daß sieben und acht fünfzehn sind, ich wollte nur erst mal sehen, ob Du auch wirklich rechnen kannst." — Es hatte sich nämlich bei den früheren Rechnungen trotz der Hilfe doch ab und zu ein Fehler eingeschlichen.
Der siebenjährige Kurt geht mit seinem Vater spazieren. Unterwegs berühren sie einen Kirchhof. — Kurt: »-P^ter, müssen alle Menschen sterben?" - Vater: „Ja. alle Menschen müffen sterben I" — Kurt: „Müssen auch alle Menschen h er begraben werden?" — Vater: „Ja, alle Menschen werden hier begraben." — Kurt: „Wer begräbt denn den letzten Menschen?" * *
Hachse, eine billige Speise. Dazu benutzt man das Fleisch, wovon die Suppe bereitet wurde, auch sonstige
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gute Butter dazu. Einfache Salzkartoffeln eignen sich am tapeziert sein. , ,
besten als Beigabe. Sollte man nicht genug Fleisch oder Reste haben, so kann man sich damit helfen, daß man etwa vier bis sechs Loth Reis reinigt, brüht, mit einem Stückchen Butter, Brühe und Salz weich kocht; dann bräunt man etwas Butter, rührt das Fleisch und den Reis gut durcheinander, gibt etwas Pfeffer, Muskatnuß und etwas gehackte Citronenfchale dazu, läßt aber, wenn man Reis anwendet, dis Zwiebel weg.
Hemetnnütziges.
Wie werden die Tauben gefüttert ? Man füttere täglich zwei- bis dreimal und gebe den Thieren Nicht mehr, als sie bei jedesmaliger Fütterung fressen, namentlich nicht so viel, daß Futter auf dem Boden liegen bleibt. Wenn die Thiers bei jeder Fütterung begierig über das Futter herfallen, dann werden sie auch stets mit Eifer ihre Jungen füttern und sie gesund erhalten, während solche Tauben, we.che viel Futter erhalten, sich übersättigen, faul werden und ihre Jungen eingehen lassen- Stehendes Futter ist somit zu verwerfen. Tauben, welche freien Ausflug haben, füttere man nur auf dem Hofe, weil das Futter reiner erhalten bleibt; ffl man indessen zur Schlagfütterung gezwungen, so sorge man dafür, daß sich das Futter mit den Auswurfstoffen nicht mischen kann. Als durchaus schädlich ist schweres Futter, wie Erbsen und Wicken, zu bezeichnen. Erbsen können nur schwer verdaut werden und deshalb ist eine reichliche Fütterung derselben schädlich, da hierdurch stets Krankheiten entstehen und in vielen Fällen der Tod herbeigesührt wird. Wicken verdauen die Thiere zwar leichter, doch sind auch diese nur spärlich zu verabfolgen. Gerste und Buchweizen sind leichte und geeignete Futterstoffe für Tauben, bei bereit Anwendung der Liebhaber die wenigsten Verluste und Krankheiten zu beklagen und sich einer guten Nachzucht zu erfreuen .haben wird.
Die Wochenausgabe des „Abend" hat in einer ihrer letzten Nummern ein Preisausschreiben für die besten characteristischen Aeußerungen aus Kindermund gebracht. Die eingelaufenen Antworten darauf sind theilweise köstlich, wir lassen hier einige Proben derselben folgen:
An meinen Jüngsten, 4 Jahre alt, richtete ich einmal die schon so oft dagewesene und sich noch millionenmal wiederholende Frage: „Wie lieb hast Du mich?" Er antwortete: „Wie Zucker, Chocolade, Marzipan u- s. w." Natürlich genügte mir so viel Liebe nicht und ich sagte: „Nur so wenig, mein lieber Victor?" Darauf antwortete er: „O, wie Brillanten, Diamanten und alle Edelsteine der Welt und noch dreimal bis zur Sonne und wieder zurück." Auch das war mir noch nicht genügend. Da nach kurzem Besinnen platzte er heraus: „Du, Du Liebegottmamal"
Jetzt pflanze, wenn Du Georginen-Liebhaber bist, gut bewurzelte Stecklinge in Töpfe, stelle sie recht warm, an- fangs schattig und erst wenn sie angewurzelt sind, der Sonne ausgesetzt, begieße sie recht häufig mit lauem Wasser. Haben sie die Töpfe durchwurzelt, was in der Regel in kurzer Zeit geschehen sein wird, so gebe man ihnen um ca. 5 Centimeter größere Töpfe, worin sie auch bleiben. Als Erde gebe man eine von gröberen Theilen gereinigte Mistbeeterde, welche mit Sand vermischt wird. Auch ein guter mit Sand gemischter Gartenboden ist geeignet. Hauptsache ist, ihnen von Zeit zu , Zeit einen Guß mit aufgelöstem Tauben- oder Huhnermist promrr yane zu geben. Ebenso sind Düngungen mit aufgeschlossenem 1 atmDeeren Knochenmehl oder Hornspänen zu empfehlen. Da man die Georginen in Töpfen bei Eintritt der Herbstfröste in das Zimmer stellen kann, so wird man sich bis in den Winter hinein an den Blüthen erfreuen können. - Die eben genannten Düngerarten sind überhaupt für die meisten Blumen vortrefflich, nur müssen sie stets in reichlichem, warmen Wasser aufgelöst sein, groß Stuck!


