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anwesend?"
zwei oder drei
„Nee, ohne das Fräulein."
Der Herr dankte und ging jetzt geradewegs auf das Herrenhaus zu, wo er eine Unterredung mit Mamsell Evers hatte.
„Wenn Sie warten wollen," bemerkte sie schließlich, „so können Sie so lange in's Wohnzimmer treten, das Fräulein muß doch endlich zurückkommen."
„Und dann wird Herr Steindorf sie jedenfalls heraus» begleiten —"
„Na, das wird er sich wohl nicht nehmen lasten."
„Dann werde ich mir erlauben, so lange in den Garten zu gehen," sagte der Fremde höflich.
„Wie Sie wünschen, mein Herr! — Gehen Sie nur links um jene Ecke, dort finden Sie eine offene Pforte. Herr Stetn- dorf wird sicherlich mit hierherkommen," setzte sie hinzu, „er hat ja unser bestes Pferd genommen, das er wohl halb zu Tode gehetzt hat. Der Gärtner hat ihm vom Thurme aus nachgeschaut."
Sie schwieg plötzlich und ärgerte sich, daß ihr der Groll so unvorsichtig die Zunge gelöst hatte. Der Fremde verzog keine Miene, er schlenderte langsam um die bezeichnete Ecke und betrat den schönen, in musterhafter Ordnung gehaltenen Garten, wo er den alten Gärtner noch beim Begießen fand.
Mit freundlichem Gruße machte er die geistreiche Bemerkung, daß der Abend wundervoll sei. Der Gärtner nickte und sah ihn von der Seite an.
„Ich erwarte Ihre Herrschaft," setzte der Fremde, stehen bleibend, hinzu.
„So, so, ja, unser Fräulein bleibt lange aus, ist sonst nicht ihre Art."
„Der Herr Bräutigam wird sie zurückhalten," meinte der Fremde lächelnd, „eine Verlobung ändert viele Gewohnheiten. Herr Steindorf wird doch mit zurückkommen, hoffe ich, da ich seinetwegen warte."
„So, so, ja, er hatte es eilig, aber der Fuchs kann's aushalten, war übrigens nicht nöthig, die Peitsche so arg zu brauchen."
„Na, Ihr wißt, alter Freund, die Sehnsucht nach der Braut —"
„So, so, mag sein," fiel der Gärtner ihm in's Wort, „der Arbeits-Gaul, der den Herrn von der Station herbrachte, hatte es besser, weil der Herr keine Sporen trug, sind ihm hier erst angeschnallt worden. Aber der Fuchs that mir leid, — er ließ ihn bärenmäßig ausgreifen."
„Gibt's hier im Garten nicht einen Platz, wo man einen freien Ausblick nach der Landstraße hat?" fragte der Fremde plötzlich.
„Einen freien Ausblick, so, so, will den Herrn nach unferm Thurm führen, das Fräulein nennt ihn ihren Wartthurm. Da kann man weit hinaus in's Land schauen."
Er schritt voran nach einer von dichten Bosquetts um» flebenen Anhöhe, worauf sich ein zierlicher Thurm gleich einer Sternwarte erhob.
„Der Schlüssel steckt im Schloß, gehen der Herr nur die Wendeltreppe hinauf bis oben hin. Die kleine Stube ist verschlossen, betritt Niemand als das Fräulein —"
„Und der Bräutigam," ergänzte der Fremde.
„So, so, Herr Steindorf war noch nicht in der Thurmstube," antwortete der alte Gärtner mit einem unwilligen Blick. „Ich weiß das bestimmt."
„Gut, gut, alter Freund, geht mich ja auch gar nichts an."
Der Gärtner ging mit einem mürrischen: „So, so," der Fremde aber trat lächelnd in den Thurm und stieg mit leichten, raschen Schritten die steile Wendeltreppe hinauf.
„Ah, vortrefflich," sagte er unwillkürlich, als er oben auf der Zinne stand und den Blick ungehindert umherschweifen ließ. Dann orientirte er sich rasch und schaute unverwandt in die Richtung hinaus, von welcher die Chaussee nach Moorkirch führte.
Plötzlich zog er einen kleinen Feldstecher aus der Tasche, um schärfer hinzublicken. Ein schwarzer Punkt, welcher sich im
verblassenden Abendlicht gleichsam am Horizont abhob, fesselte seine Aufmerksamkeit.
Der Punkt wurde größer und größer, er näherte sich also, doch vermochte er noch nicht zu unterscheiden, was es eigentlich war, ein Wagen oder ein Reiter.
Jetzt veränderte der große bewegliche Punkt feine Richtung, er bog links ab-
„Ah," murmelte der Mann auf dem Thurm, „es ist ein Reiter, der soeben über einen Graben setzte, um einen Richt- weq über's Feld einzuschlagen. Er kommt hierher, allein, desto besser, kein Zweifel mehr, — er ist's! — Der Fuchs ist hin, ein Teufelskerl von Reiter I"
Mit dieser halblauten Anerkennung schob der Fremde ge- müthlich seinen Feldstecher zusammen, steckte ihn in die Tasche und stieg mit der größten Seelenruhe die steile Treppe hinab. Er traf den alten Gärtner nicht mehr, weil derselbe in Zweifel gerathen war und bei Mamsell Evers sich über den Fremden informirt hatte, was den Letzteren durchaus nicht anzufechten schien.
„Erlauben Sie, daß ich mich jetzt in's Wohnzimmer begebe?" fragte der Fremde die Mamsell unter vier Augen. „Glaube, daß Herr Steindorf gleich ankommt nnb zwar ganz allein auf bem Fuchs, ben er allem Anschein nach zu schanben geritten hat. Wollen Sie mir im Interesse Ihres Fräuleins eine Gefälligkeit erzeigen, Mamsell?"
Sie nickte mit einem forschenben Blick in sein Gesicht.
„Dann sagen Sie Herrn Steindorf nichts von meiner Anwesenheit. Er wird doch jedenfalls in jenes Zimmer kommen? Wonicht, geben Sie mir sofort einen Wink, wollen Sie?"
„Ja, mein Herr! — Ich will Ihnen vertrauen, weil ich hoffe, daß Sie uns diesen Bräutigam vom Halse schaffen."
„Vielleicht, meine Gute, Compagnieschaft mache ich sicherlich nicht mit ihm. Aber jetzt rasch, ich sah ihn bereits in der Ferne, ein Versteck ist dort wohl nicht sür mich?"
„Werde Sie schon placiren, kommen Sie nur mit mir." (Fortsetzung folgt.)
Jogelleid.
Von Karl Huth.
—— (Nachdruck verboten.)
Im großen Kampfe ums Dasein ist es dem kleinen Vogel heutzutage auch schwerer geworden, sich durchzuschlagen, als sonst!
Wir sollten dies allerdings kaum glauben, wenn wir den lieblichen Frühlingsboten von einem kaum mit frischem Grün geschmückten hohen Aste herunter sein fröhliches Lied verkünden hören, und doch ist's gerade die Frühlingszeit, welche unferm kleinen Lieblinge nicht besonders gewogen scheint — hat sie in ihrem jungen Haushalte doch auch nur wenig zu bieten!
Der rauhe Winter, jener rücksichtslose Geselle, der Alles vernichtet und zerstört, was die arbeitsamen Sommergäste auf- gebaut und eingerichtet haben — er hat auch diesmal nichts beieinander gelassen.
Im Herbste — es war ja schon spät — hatte das trauliche Finkenpaar vor dem Hause Alles so wohlgeordnet verlassen, und wie sieht es heute aus mit dem damals so behaglichen Heim im Kastanienbaume?! Nichts ist mehr vorhanden — und der Vater Fink, der offenbar zwischen seinen fröhlichen Lockrufen eine gewisse innere Unruhe schlecht zu verbergen versteht, hat es sehr bald auch erfahren müssen, daß die alte Wohnung vom Sturme verschlagen worden und er ernstlich daran denken muß, sich nach einer ganz neuen Unterkunft um» zusehen.
Doch er sollte auch eigentlich gar nicht nach dem alten Neste suchen. Jedem Vogel ist es anbefohlen, alljährlich ein neues Haus zu gründen — denn er bringt ja nicht selten auch ein neues Frauchen mit — weil ihm seine verflossene entweder untreu geworden, ober auf der zurückgelegten großen Reise vom Süden her gestorben ist.
Keine Fra» bezieht gern die Wohnung ihrer Vorgängerin


