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brud
wort
Vevnrischtes
sanft
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
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Der Kugelblitz.
Von H. BredroW.
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Protest. Geistlicher: „Michel, Michel, das kann nicht so weiter gehen, sieben Kinder zu Haus und jeden Tag betrunken!" — Bauer: „Die Kinder net, Hochwürden, bloß ich!"
(Fortsetzung.)
Am 2. Januar 1890, 9 Uhr 25 Minuten Vormittags sah der Professor der Naturgeschichte Senor Garcöran in Ponte- vedra, Spanien- bei heiterem klaren Himmel eine Feuerkugel von der Größe einer Orange auf die Leitungsdrähte der elektrischen Beleuchtungsfabrik zu Pontevedra fallen. Durch ein Lichtloch oder Fenster drang sie in die Fabrik, traf den Apparat zur Vertheilung des Lichtes und sprang auf die arbeitende Dynamomaschine über. Vor den Augen der erschreckten Ingenieure und Arbeiter prallte sie zweimal von der Maschine zum Conductor und vom diesem zur Maschine; dann fiel sie nieder und zersprang mit einer scharfen und deutlichen Detonation in eine Menge von Stücken, ohne einen Schaden anzurichten oder eine Spur ihrer rätselhaften Existenz zu hinterlassen. Wären nicht die Ecken der dicken Kupferplatten, die zur Armatur des Kreisschließers gehören, geschmolzen und die Lichter in verschiedenen Theilen der Stadt für einige Secunden erloschen, so hätte man das Ganze für einen Trug der Sinne halten können.
Schon diese wenigen Beispiele zeigen, daß sowohl in der äußeren Erscheinung der Kugelblitze, wie in den Bedingungen, unter denen sie austreten, große Verschiedenheit herrscht. Das Aussehen wechselt fast von Fall zu Fall: eine feurige Kugel von der Größe der aufgehenden Sonne, eine 2 bis 3 Fuß im Durchmesser haltende Kugel, Kugeln groß wie ein Kopf, faustgroße Feuerkugeln, ein Blitz in der Größe eines kleinen Hühnereies, das sind einige der gewöhnlichsten Größebezeichnungen. Die Art der Bewegung wird in ziemlicher Uebereinstimmung als eine rollende oder drehende bezeichnet, während die Angaben über die Farben auseinandergehen. Bei einem starken Gewitter im August 1888 in Hermagor, österreichische Südalpen, erschien über der Herdplatte des Gasthauses ein leuchtender Ball in der Größe einer Kegelkugel. Sein Licht war blau und dem einer Spiriturflamme ähnlich: er war in Rotation, bewegte sich wälzend über die Herdplatte und fiel sodann zu Boden. Eine Feuerkugel, die im April 1777 während eines heftigen Gewitters aus dem Thurmfenster der Kathedrale in Siena hervorkam, war purpurroth und schleuderte, bevor sie am Blitzableiter in die Erde fuhr, unter schwefelähnlichem Geruch mehrere große Funken von sich. Andere werden als Kugeln von lebhaftem Roth, als goldenes Ei, als runde Flamme von röthlicher gelber Farbe bezeichnet. Während sie geräuschlos unter starkem Blitzen oder als Blitz erscheinen, verschwinden viele von ihnen unter heftigen Detonationen, ähnlich der Salve eines Gewehrfeuers oder dem gleichzeitigen Abfeuern mehrerer Geschütze, manchmal jedoch auch mit ganz schwachem Geräusch wie der Knall eines schwachen Kupferhütchens. Belm Zerplatzen schleudern sie oft Flammen oder Funken umher, oder zertheilen sich in mehrere kleine Kugeln und hinterlassen einen starken Geruch nach Schwefel, bisweilen mit Rauch verbunden, sowohl im Freien wie im Zimmer; der Schwefeldampf kann so stark werden, daß er die Anwesenden mit der Gefahr des Erstickens bedroht.
Für den Weg und die Richtung der Kugelblitze scheint ein erkennbares Gesetz nicht zu existieren. Bald folgen sie denselben Leitern, an denen der gewöhnliche Blitz entlang läuft, bald streifen sie wie in freier Willkür nach den verschiedensten Richtungen. In einem solchen Falle erschien in der Küche eines
Bauernhauses bei Gewitter eine etwa faustgroße Feuerkugel durch den Kamin, bewegte sich zwischen den Füßen der gerade mit Kochen beschäftigten Bäuerin hindurch und setzte ihren Weg fort, ohne zu zünden und ohne sogar das Spinnrad und verschiedene andere im Wege stehende Gegenstände umzuwerfen. Als die erschrockene Bäuerin zur Thür stürzte und sie öffnete, kam die Feuerkugel hüpfend auf sie zu, ging nahe an ihren Füßen vorbei, drang in ein nach außen sich öffnendes Zimmer, überschritt die Schwelle und gelangte in den Hof. Sie durchsetzte diesen, drang in eine Scheuer ein, stieg auf die Hintermauer, leuchtete, unter dem Rande des Strohdaches angekommen, auf und verschwand dann unter einer so gewaltigen Explosion, daß die Bäuerin in Ohnmacht fiel. Die Scheune ging in Flammen auf. — Das ist aus vielen Fällen ein Beispiel für die anscheinend völlig regellose Bewegung des Kugelblitzes. Bisweilen scheint jedoch sein Lauf vom Zuge der Lust beeinflußt zu werden. Auch die Schnelligkeit ist eine höchst wechselnde; während der gewöhnliche Blitz meist nur den tausendsten Theil einer Sekunde oder noch geringere Zeit dauert, sieht man die Kugelblitze durch Zeiträume von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten leuchten, doch immer wenigstens so lange, daß man ihren Lauf mit dem Auge verfolgen kann. In vielen Fällen läßt sich der Ort, von dem die Feuerkugel ausgeht, nicht feststellen, meistens kommt sie von oben, aus der Gewitterwolke, häufig durch den Kamin hinab; bisweilen geht ihr Flug in horizontaler Richtung, selten findet ein Aufsteigen von unten nach oben statt, wie in dem folgenden Falle: Zu St. Stephan am Gratkorn ging ein Blitzstrahl senkrecht zum Himmel und endete in eine Kugel, die plötzlich erlosch resp. platzte, ähnlich einer Rakete.
Der Kugelblitz tritt meistens als Begleiterscheinung heftiger elektrischer Entladungen in der Atmosphäre auf; doch kommen auch Fälle vor, in denen er, wie das selten auch der gewöhnliche Blitzstrahl thut, „aus heiterem Himmel" stürzt. Das oben erwähnte Beispiel aus Spanien zeigt einen solchen Fall. Bei einem Tornado, der am 19. August 1890 die Gegend von Saint-Cloude heimsuchte, erschien als häufiges elektrisches Phänomen auf dem ganzen Wege, den die Trombe nahm, die Feuerkugeln, welche theils explodirten, theils zündeten, bald Zertrümmerungen anrichteten, bald spur- und geräuschlos verschwanden. Sie traten nicht nur im Freiem auf, sondern drangen auch zahlreich in die Häuser. Das Licht dieser Blitzart ist weit weniger blendend als das der gewöhnlichen Strahlenblitze. An eine bestimmte Jahreszeit sind sie nicht gebunden, ja sie treten im Winter sogar vergleichsweise häufig auf. Ebensowenig scheinen sie gewisse Erdgegenden vor andern zu bevorzugen.
(Schluß folgt.)
,Was haben Sie für eine Lieb- — „Selbstverständlich Moor-
„Darf ich die Briefe sehen?"
„Ich habe sie vernichtet," gab sie in leisem, gezwungenem
Ton zur Antwort. •
„Willst Du mir sagen, was sie enthielten?" fragte er weiter.
„Das kann ich nicht," stieß sie stockend hervor.
(Fortsetzung folgt.)!
Mißverstanden. Commerzienrath: „Wie weit ist denn mein Sohn eigentlich schon mit seinem Flötenblasen?" — Lehrer: „O, es geht ganz gut, nur bläst er nicht rein!" — Commerzienrath: „Wie haißt? Wie kann es geh'» gut, wenn er nicht 'reinbläst?!"
Ni
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Durch die Blume. „ lingsblume, Herr Lieutenant?" Röschen, gnädige Frau!"
* *
Das kleinere Nebel. Mann: „Der Junge macht mich noch rasend mit seinem Geschrei!" — Frau: „Ich werde ihm noch war Vorsingen." — Mann: „Rein, da laß ihn lieber schreien!"


