Ausgabe 
21.9.1893
 
Einzelbild herunterladen

444.

Nr.

Un

werden und bedürfen keiner Mauerung. Dahinein werden die gahren Kartoffeln schichtweise geschüttet und heiß festgestampst; je besser sie dabei zerkleinert werden, um so fester halten und l lagern sie sich. Etwas Vieh- oder Kochsalz etwa 200 Gramm , auf den Metercentner kann zwischen die einzelnen Schichten gestreut werden. Obenauf kommt eine Lage Häcksel. Die Gruben werden dann dachförmig mit Erde und Laub gedeckt, damit kein Frostschaden entsteht. Auch die Fäßer können eingegraben werden; sreistehend muffen sie natürlich in einem kühlen, srost- freien Raume aufbewahrt werden. Allerdings ist mit dem Ent­säuern ein bedeutender Sübstanzverlust verbunden; aber die eingesäuerte Maffe hält sich lange Zeit und liefert für Schweine und Rinder, sowohl sür Milch- als für Mastvieh, ein sehr be­kömmliches, gut wirkendes Futter, welcher ohne diese leicht aus- führbare Confervirung verloren gegangen sein würde. Einen sehr zweckmäßig eingerichteten Kartoffel-Dämpfapparat hat kürz­lich eine westfälische Meierei-Genoflenschaft eingerichtet. Er besteht aus einem gemauerten, gut cementirten Bassin, aus welchem das beim Dämpfen frei werdende Waffer unten ab- fließt. Nachdem die Kartoffeln eingeschüttet sind, wird der Behälter mit einem Deckel verschloßen und der Hahn eines Dampfrohres geöffnet, aus welchem der in der Meierei aus- gebrauchte Dampf noch kostenlos treffliche Verwerthung findet. Die trockenen, gahren Kartoffeln werden dann unten aus- geschaufelt. Zur technischen Bearbeitung sind kranke Kar­toffeln in der Spiritus- und Stärkefabrikation ebenfalls noch brauchbar, wenn die Raß- oder die Trockenfäule nicht zu weit vorgeschritten ist; denn die Zerstörung erstreckt sich ansänglich vorwiegend nur auf die Rohfaser der Zellwandungen und greift erst allmählich, unter Mitwirkung von Hefepilzen und Batterien, die Stärke der Kartoffel an, welche dann blasig, grau und fließend wird, welchem Uebelstande allerdings durch Anwendung von Schwefelsäure und doppelt-schwefligsaurem Kalk in gewißer Weise abgeholfen werden kann.

Zur Pflanzung der Obstbäume. Baumgruben müßen jetzt schon ausgeworsen und einstweilen offen liegen ge­laßen werden. Für hochstämmige Aepfel-, Birn- und Kirsch- bäume mache man in sehr gutem Boden die Löcher 1,20 Meter weit, 1,80 Meter tief, in mittelgutem 2 Meter weit und 1,50 Meter tief. Es ist auch gut, wenn man die schlechte Erde wegführt und dieselbe durch gute ersetzt. Bei nieder­stämmigen Obstbäumen können die Pflanzgruben 60Centimeter tief und ebenso breit sein. Die Entfernung der Gruben von einander soll betragen: bei Kernobstbäumen und Kirschen durch­schnittlich 10 Meter, bei Weichseln, Pflaumen (Zwetschgen) 5 bis 6 Meter. In das zur Verfügung stehende Land wird man nun nicht beliebige Sorten pflanzen, sondern man wird die sofort vorzunehmende Bestellung von Obstbaumen nach den Bodenverhältntffen einrichten. Der Apfelbaum verlangt freie Lage mit nicht zu leichtem, etwas tiefgründigen, mäßig feuchten und fruchtbaren Boden; der Birnbaum freien, sonnigen Stand in leichtem, tiefgründigen Boden, doch darf der Untergrund nicht zu naß und kalt sein; der Kirschbaum erträgt rauhe und hohe Lagen und begnügt sich mit einem schlechteren, lockeren und sandigen Voden; der Pflaumen- und Zwetschgenbaum gedeiht auf mäßig feuchtem Mittelboden in ebenen, flachen Thälern oder niedrigen Anhöhen in den meisten Bodenarten, selbst Sandboden; der Aprikosen- und der Pfirsichbaum ver­langen lockeren, warmen, mittelmäßigen, nicht zu feiten Boden in warmer und sehr geschützter Lage; der Walnuß- und Edel- kastanienbaum gedeihen überall auf mäßigen Anhöhen bei freiem Standorte. Wer eine einträgliche Obstwirthschaft treiben will, der darf möglichst nur eine Sorte anbauen.

Zeriheilen und Umpflanzen der Stauden- aewächse. Der September ist die günstigste Zeit zum Zer- theilen und Umpflanzen der meisten Staudengewächse, so auch Zwiebelgewächse, doch pflanzt man letztere gewöhnlich erst später.

hatte t mächtic Bad n für da Brunn rückkeh sollen, verantr gesund, abgabe c

HX die Mi einen s Niemai Entfalt so hört

iS Herrn Dorfkr

s fr

gönnt i Mutter <

IM sie nick

S sagt ho zukomn c

HX gesagt/ neben und ge!

E Neuem mein' i Hof, u: Sitze. Aber st c MX wird,

Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

Hat mau im Gemüsegarten nichts auf ein abgeerntetes Beet zu pflanzen, so grabe man es doch um, damit später Frost und Schnee in den Boden eindrtngen und ihn zersetzen können. * *

Gutes Hühuerfutter sind Eicheln, welche im Herbst gesammelt, im Ofen gedörrt, zu Mehl gemahlen und dem übrigen Futter in kleineren Mengen bergemischt werden.

Frischerhaltung abgeschnittener Mhrihem rweiae. Man stelle die Myrthenzweige bis über die Half e des Stammes in feuchten Sand, welcher im Keller stehen mutz, und begieße diesen von Zeit zu Zeit mit kaltem Waffer, so werden die darin eingepflanzten Myrthenzweige mehrere Wochen srisch bleiben. # ,

Oleander aus Wasser zu vermehren, ist eine alte Methode und wird selbst in Oleander - Spec alculturen anaewendet. Man steckt die unter einem Blattquirl glatt ab. ! geschnittenen Stecklinge in mit Waffer gefüllte Medicinflaschen Haben Sie genügend Wurzeln gemacht, so zerschlägt man die Flaschen und pflanzt die Stecklinge in einen Topf. Noch der Einpflanzung muß man tüchtig gießen, da sich die Waffer. wurzeln in Landwurzeln umwandeln müßen.

Vermischtes.

Vorbereitet. Hausknecht (zum Reisenden):Zum Comptoir . . . eine Treppe, geradezu, links; gehen Sie nut, ich muß ja doch gleich Nachkommen^

Verschwendung. Prinzipal (zum Lehrling):Maier, Se sind aus'm besten Weg, 'n Verschwender zu werden! M zu machen Se da 'n Doppelpunkt, wo n einfacher Punkt gl. nügt?" . .

Zart ausgedrückt. Erster Vagabund:Wohin gehst Du?" Zweiter Vagabund:Ich folge einer freundlichen Einladung des hohen Gerichtshofes!" » .

Einfaches Mittel. Kaufmann Meier: ,,Es ist schreck, lich wie man jetzt von Stellung suchenden CommiS überlaufen wird. Wie gelingt es Ihnen eigentlich, dies«: Leute immer, ra wieder los zu werden? Kaufmann Muller.Ich schm s immer zu Ihnen!" e .

Logisch. Kind:Mama*ist es wahr, daß die Menfchli I aus Staub gemacht sind?" - Mutter:Jawohl, meinKmd.

Kind:Dann sind die Neger aus Kohlenstaub gemach, nicht wahr?" e ,

Zu unbeständig. Bauer:DasThermometer dataug! nix, das müß'n S' mir umtauschen." Optiker:Waru taugt es nichts?" Bauer:Heul'zeigt s so und am nächste Tag wieda anders!" * ,

Eingegangen. Commis (in derTheehandlung): bitte, hier ist ein Pfund Karavanen-Thee!" - Köchin- das aber wirklich echter Karavanen-Thee?' - «g Gewiß! Hier liegt zufällig sogar noch ein Kametthaar darm. Köchin:Aber das ist ia von Ihrem Schnurrvarl

Sehr doppelsinnig."Lieber Freund, heul' ist g Erste des Monats, leihe mir zwanzig Mark am Env - I kommst Du sie wieder." _____