Ausgabe 
20.5.1893
 
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Mit diesem Gedanken tröstete sich Käthe. Dann trat aber .p .... ......... cucll, ÄUU,U

aii$ em schreckliches Bild vor ihre Seele. Heute Morgen Deinem Vater Wichtiges zu besprechen! hatte man sieben tobte Bergleute aus der Felix-Grube gebracht, «*--. - -

sie hatten theils bei dem Schachtsturze, theils bei den Rettungs­arbeiten ihr Leben opfern muffen. Konnte nicht dem unermüd- lichen Geliebten, welcher schon seit längerer Zeit sich in dem gefahrdrohenden Bergwerke befand, ein gleiches Unglück zu- stoßen I

Als der Obersteiger Krützner gegangen war, stockte der Gedankenaustausch zwischen Hülsemann und seiner Tochter, denn sie wurden beide von der erwähnten Stimmung beherrscht. Auch hatten sie jetzt nur noch den einen Gedanken, daß Ludwig Malten kommen und die centnerschwere Last der bangen Sorge, welche ja noch nicht ganz von ihnen gewichen war, von ihren Herzen nehmen oder doch lindern möge.

Einige Male ging Käthe hinaus auf die Veranda der Villa, um die Ankunft Ludwigs in der Abenddämmerung zu erspähen. Sie kannte ja so genau seine Schritte und seine Haltung und ihre Augen sahen so scharf, aber immer und immer wieder blickte sie vergeblich auf den Weg, welcher von der Felix-Grube nach der Villa führte, von der Ankunft des ersehnten Geliebten war nichts zu sehen.

Er hatte gewiß in dem Bergwerke bei den Rettungs- arbeiten alle Hände voll zu thun und deshalb verzögerte sich sein Besuch in der Villa.

Das junge Paar eilte jetzt eilig nach der Villa und als es dort eintraf, lief Käthe voraus, um dem Vater die Ankunft Ludwigs zu melden.

feine Tochter, aber es war freilich in verschiedener Weise in der Seele der beiden Personen vorhanden. Käthe traute ihrem Bräutigam Ludwig Malten unbedingt zu, daß er das schwerste Unglück von ihrem und des Vaters Haupte fern halten werde und sie über kurz oder lang glücklich machen müsse, während der kühle, kritische Verstand Hülsemanns in der Hilfsbereit­schaft Ludwig Maltens nur eine günstige Aussicht für die Zu-

schast Ludwig Maltens nur eine günstige Aussicht für die Zu-Gerettet ist es noch nicht," erwiderte Ludwig mit schmerz, fimft seiner Tochter und für die theilweise Errettung seines lichem Zucken seiner Lippen.Das ist nach einer solchen grau- 9ior\nnn»na. un sigen Katastrophe ja auch in dieser Zeit gar nicht möglich, mein

liebes Kind, aber ich glaube, es sind einige Aussichten vorhan­den, daß das Bergwerk gerettet werden kann. Es darf eben kein Mittel unversucht bleibe», um den vollständigen Ruin von der Felix-Grube fern zu halten und was in meiner Macht steht, das wird in dieser Hinsicht geschehen."

O, Du großmüthiger, treuer Mann," rief das junge Mädchen und drückte dankbar Ludwigs Hand.

Aber Käthchen, ich bitte Dich nochmals, nenne mich nicht fortwährend edel, gut und großmüthig in einer Angelegenheit, wo ich nur meine Pflicht thue," bat der junge Ingenieur.

O, Ludwig, ich fühle, daß Du Großes für uns thuest, vielleicht sogar ein im Menschenleben seltenes Opfer für mich bringst und da kann mein Herz nicht schweigen."

Ich wiederhole, daß ich nur meine Pflicht thue, wie ich sie als Dein Bräutigam und als Freund Eures Hauses auf­fasse," betonte Ludwig.Unsere Schicksale sind aneinander gekettet und ich kann bei Eurem Unglück nicht ruhig zusehen. Laß uns jetzt in das Haus eilen, Käthchen, denn ich habe mit

merkte Ludwig im Tone herzlicher Theilnahme,in seinem Alter und m seinen Verhältnissen ein solches furchtbares Un- glück erleben zu müssen, ist sehr, sehr bitter. Doch hoffe ich Deinem Vater gute Nachrichten bringen zu können."

Ist das Bergwerk gerettet?" frug Käthe in großer Er- regung.

Gott sei Dank, daß Du wieder da bist und so gute Botschaft bringst," sagte der Greis,denn ich war bereits in großer Sorge wegen Deiner langen Abwesenheit."

Käthe erröthete und merkte erst jetzt, daß sie vor einer Stunde das Haus verlassen hatte, ohne dem Vater etwas zu sagen.

Mit einem ehrerbietigen Gruße trat jetzt Ludwig in das Zimmer und reichte Herrn Hülsemann die Hand.

Herzlichen Dank, Herr Malten, für Ihren freundschaft- lrchen Besuch und für Ihren großmüthigen Beistand in meinem Unglücke." Damit begann der alte Herr die Unterhaltung.

O, ich thue nur das, was unter wahren Freunden eine Ehrenpflicht ist," erwiderte Ludwig,und soll es mich freuen, wenn ich Ihnen in dieser kritischen Lage einen Dienst er- weisen kann."

Wie sieht es in der Felix-Grube aus, Herr Malten? Haben Sie einige Hoffnung, daß das Bergwerk erhalten werden kann?" frug dann der Greis mit bangevoller Geberde.

Hoffnung und gute Aussichten bringe ich Ihnen mit, Herr Hülsemann," antwortete Ludwig.Die Waffermassen sind seit fünf Stunden entschieden im langsamen Fallen be- griffen, der ungeheure Wasserdruck scheint in den Tiefen des Erdreiches einen Ausweg für die stauenden Gewässer erzeugt zu haben und in dem oberen überschwemmten Schachte war das Wasser fast einen halben Meter gesunken, als ich das Bergwerk verließ. Danach scheint mir Hoffnung vorhanden zu sein, die Felix-Grube in nicht zu langer Zeit ganz und gar von den Wassermaflen zu befreien."

Dieser Thatbestand gibt zwar einige Hoffnung, das Berg­werk zu retten," erklärte Herr Hülsemann,doch gilt dabei al» Voraussetzung, daß die Verheerungen, welche der Schachtsturz und das Wasser im Bergwerke verursacht haben, nicht gar zu groß sind und daß sich unter nicht zu großen Unkosten der Be­trieb der Grube wieder einrichten läßt. Kann das Oberwasser wieder für den Betrieb der Maschinen angesammelt werden?"

Schwerlich!" entgegnete Ludwig und zuckte mit den Achseln.Der Schachtsturz hat das obere Erdreich bis auf eine Länge von über hundert Meter erschüttert und oben ist das Waffer so gut wie verschwunden."

(Fortsetzung folgt.)

Dahm schwand jetzt plötzlich Käthchens hoffnungsvolle Stimmung, sie besaß ja auch nur ein menschliches Herz mit seiner Fähigkeit, himmelhoch zu jauchzen oder bis zum Tode betrübt zu sein, und eine namenlose, unheimliche Angst bemäch- tigte sich ihrer. Weit weg und hin zu dem Geliebten eilten wre Gedanken, Alles um sich vergessend trat sie in den Vor- saal, nahm Hut und Mantel und schritt aus der Villa in der Richtung nach der Felix-Grube.

Es war eine sternenhelle Nacht, doch die schmale Mond­sichel erleuchtete nur sehr schwach die Landschaft und man konnte nicht weiter al» höchstens dreißig Schritte vor sich sehen. Wie ein gehetztes Reh eilte das junge Mädchen vorwärts, doch kaum war sie dreihundert Schritte gegangen, da stand sie vor dem Manne rhrer heißen Liebe. Ludwig war im raschen Laufe von der entgegengesetzten Seite gekommen und hatte sich, im Schatten der an dem Wege stehenden Bäume gehend, fast unsichtbar der Gesiebten genähert.Käthchen, Du bist es?" rief er fast er- schrocken und schloß das zitternde Mädchen in seine Arme.

7, »Ich hatte so große Sorge um Dich," flüsterte sie mit bebenden Lippen,denn es ist jetzt so gefährlich in dem Berg- werke.

Ja, gefährlich ist es dort unten, Kind," gab der stattliche Mann lächelnd zurück,aber deshalb darfst Du Dich um mich nicht so sehr sorgen. Wenn man helfen will, muß man zu- weilen sein Leben auf das Spiel setzen, das ist feit Menschen« gebernen so gewesen. Ich halte es dabei mit dem Sprüchworte: Dem Muthlgen hilft Gott!"

... «uter, edler Mann! Wie sollen wir Dir danken T,da-' was Du für uns thust!" rief jetzt das junge Mäd- chen und küßte Ludwigs Hand mit Thränen in den Augen.

von meinem Thun, ich

Ä» "* * m 6aIte- ®ie * -- n^tzt einigermaßen wieder Hoffnung Obersteiger Krützner da war und meldete, r r» Jn der Felix-Grube bei den Rettungsarbeiten thätia seist, blickt er nicht mehr so trüb in die Zukunft." 9 9 3«, es ist ein schwerer Schlag für Deinen Vater," be- |