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lieber Herr!" lieber glättend, t mir zu ver- ht liebt!"

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Zener mit einer einander fertig, ren." , t fort und kurz daß der Herr, opp davon ge' lächelte still °°r f, seine Jugend,

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die schönen Tage akademischer Freiheit, welche ihn hier in dem lieblichen Mariaspring so oft gesehen, bis er plötzlich erschreckt sich wieder auf die Gegenwart" besann.

Donner und nun setzt sich der heillose Mensch auf die Bahn und saust vor mir nach Ebenheim zurück, um die Arme wieder zu umgarnen."

Er bezahlte eiligst, ließ seinen Wagen anspannen und fuhr nach Göttingen zurück. Richtig, Herr Steindorf war mit dem gerade zur Abfahrt bereitstehenden Zuge schon nach der Hei- math zurückgefahren und Doctor Peters hatte einstweilen das Nachsehen. Er stieß noch einen kräftigen Fluch aus, speiste dann mit großer Gemüthsruhe, weil der nächste Zug erst nach zwei Stunden von Frankfurt kam und überlegte dabei, wie er dem Einflüsse des Sappermenters bei der bedauernswerthen Armgard Holten begegnen könne, als plötzlich die Thür des Speisezimmers heftig aufgestoßen wurde und ein junger, ziem­lich auffällig gekleideter Mann mit einem breitrandigen Stroh­hut auf dem kurzgeschorenen Kopf in großer Erregung herein­stürmte.

Der junge Mann, welcher den Ausländer stark zur Schau trug, ließ sich eiligst an der langen Tafel, wo nur wenige Herren nach der Karte speisten, nieder, schlug mit seinem Stock auf den Tisch und befahl dem herbeieilenden Kellner im brüsken Tone, ihm rasch das Beste, was in Küche und Keller vorhan­den, herbeizuschaffen. Er warf dabei eine Doppelkrone auf den Tisch und fuchtelte ungeduldig mit dem goldbeknopsten Stock umher, als hätte er die größte Lust, die ganze Gesellschaft durchzuhauen.

Warum auch nicht?" murmelte Doctor Peters, dem dieser Gedanke gekommen.Der Bursche scheint ja Geld genug zu haben. Wo in aller Welt ist mir dieses Gesicht ach, das ist ja Mister Aankee, den ich droben im Försterhause mit dem Commiffar traf. Wo hatte ich denn nur meine Augen? Ob er mich nicht wiedererkennt?"

Des Fremden Augen fielen int selben Moment auf den Doctor und nahmen einen forschenden Ausdruck an. Der alte Herr verbeugte sich lächelnd.

Ich denke, wir sollten uns kennen," sagte der Doctor.

Kalkulire auch so," erwiderte Mister Hilbrecht,sind vielleicht der alte Doctor, welcher den armen Mister Marbach heraus- oder hereinflickt, meine in die Erde, ha, ha!"

Der Doctor verbeugte sich und lachte mit. Einem solchen Burschen etwas übel zu nehmen, lächerlich!

Ja, ich bin Doctor Peters," sagte er,und Sie sind doch herüber gekommen, um den Schinderhannes mit einfangen zu helfen, der unser» armen Marbach so schändlich zugerichtet hat?"

Und den guten Jungen, den Mister Warneck, um die Ecke gebracht hat, yes Sir, will den Schuft von William Prien einfangen, so wahr ich John Hilbrecht mich nenne. Hätte ich nur meinen Revolver bei mir gehabt, er wäre schon jetzt ein todter Mann gewesen."

Der Doctor sah ihn ganz verblüfft an, hatte er's mit einem Betrunkenen oder Verrückten zu thun?

Wer wäre denn eigentlich von Ihnen mit dem Revolver befördert worden, Mister Hilbrecht?" fragte er, ihn prüfend an­blickend.

Mister Prien, wer anders denn? Komme mit dem Zuge an, hab' die Kreuz und Quer nach einem Mister Eckert gesucht, kann ihn nicht finden. Schlechte Polizeiwirthschaft, by Jowe, wäre drüben schon längst eingefangen."

Wer ist Mister Eckert?"

Detectiv, schreibt seine Adresse an den Mister vom Criminal, und ich reise hin, um Mister Priens Persönlich­keit festzustellen. Keine Spur von einem Detectiv."

Er wird sich als solcher auch nicht declarirt haben, Mister Hilbrecht!" sprach der Doctor, sich Kaffee bestellend und eine Cigarre anzündend.Vielleicht hat er sich einen anderen Namen beigelegt. Wie sind Sie denn eigentlich hierher gerathen?"

War da in einem Harzneste, weiß nicht mehr den Namen, fragte nach meinem Mann und erhielt eine Beschreibung, die genau auf Mister William Prien paßt. All right, sage ich,

und fahre nun von Ort zu Ort, verfolge wie ein Indianer die Spur und komme hierher. Als ich aussteige, will just ein anderer Zug abfahren und wer springt in ein Coupee? Mister Prien! Ich wie der Blitz hinterher, - da saust der Zug fort und ich hab' das Nachsehen- Weiß aber nun, daß er hier ist, soll mir nicht entwischen, der old. boy."

Versteh' ich recht, so haben Sie den Menschen gesehen, den man int Verdacht hat, Herrn Warncck erschossen zu haben," sagte der Doctor, nun selber ganz erregt und sich neben den Amerikaner setzend.

Dieser nickte, den mittlerweile gebrachten Speisen zusprechend.

Den Henker auch," fuhr Docior Peters fort,bann müßte man ja sogleich hinterdrein. Hat der Bursche Sie ge­sehen und erkannt?"

Glaub' nicht, schaute weder rechts noch links, schien es höllisch eilig zu haben- Müssen noch über zwei Stunden hier warten oder einen Extrazug bezahlen. Wollen Sie mit- halten, Sir?" (Fortsetzung folgt)

Amazonen.

Von Dr. R. Mortclli.

--------- (Nachdruck verboten.)

Im Verlauf der letzten Monate durchzog die größeren Städte Deutschlands eine TruppeAmazonen aus dem Land Dahome". Nach den Klängen der bekannten mit der Hand ge­schlagenen afrikanischen Trommel marschirend, mit Gewehr und Säbel exercirend und rnanöverirend erwies sich die braune Weiberschaar als eine gut gedrillte Truppe, während in dem Schwertertanz und dem fingirten Kampfgetümmel das wilde Naturell und die katzenartige Geschmeidigkeit der weiblichen Krieger zum guten Ausdruck kam. Mögen auch gewichtige Gründe daran zweifeln lassen, daß diese reisende Truppe that- sächlich dem Amazonencorps des Königs von Dahome angehört, daß ihre Hetmath Westafrika ist, ist sicher und ihre Pro­duktionen vermögen ein charakteristisches Blld zu geben von jener eigenartigen Kriegsmacht, deren Existenz durch mehrere Reisende widerspruchslos beglaubigt ist.

Nicht selten begegnen wir in Afrika der Heranziehung des weiblichen Geschlechts zu Kriegszwecken. Schon aus dem Mittel- alter» als Afrika wie heute als begehrenswerthes Colonisations­object die Aufmerksamkeit der civilisirten europäischen Nationen auf sich zog, liegen aus portugiesischer Quelle sichere Nachrich­ten über kriegerische Weiber der Ost- wie besonders der West­küste Afrikas vor, von denen manche, wie die später zum Chriflenthum übergetretene Königin Singet von Angola im Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts den Europäern ernst­hafte Schwierigkeiten zu bereiten wußte.

In einer Reihe afrikanischer Gemeinwesen hat sich diese Tradition lebendig erhalten, nirgends aber so, wie in Dahome, diesem Muster eines despotisch und grausam regierten, und zu­gleich mit einem gewissen Culturanstrich versehenen Staates. Aeltere und neuere Reisende berichten einstimmig von der mehrere Tausend Köpfe zählenden weiblichen Armee, die weit entfernt eine bloße Palast- oder Schautruppe zu sein, nicht nur benachbarten einheimischen Stämmen gegenüber sich als nicht zu verachtende Stütze des Reiches bewährt hat, sondern durch ihre tollkühne Angriffsweise und unerbittliche Grausam­keit selbst den Franzosen während der letzten Kämpfe nach den eigenen Angaben derselben manche Verluste beigebracht hat. Hier im Westen des schwarzen Erdtheils, dessen Durchforschung während der letzten Jahrzehnte so manche halbvergessene Sage wieder aufleben ließ, scheint auch der Mythus von den Ama­zonen Fleisch und Blut angenommen zu haben und unwillkür­lich lenken wir unsere Gedanken rückwärts und gedenken der mannichfachen Erzählungen, die sich an diesen Namen knüpfen.

Durch das ganze klassische Alterthum hindurch zieht sich die Sage vom kriegerischen Weibervolk der Amazonen; an die Südufer des schwarzen Meeres, wo ihre Hauptstadt Themis- kyra stand, werden die Wohnsitze der Amazonen verlegt. Mannig­fach sehen wir sie in kriegerische Unternehmungen mit den