Ausgabe 
18.4.1893
 
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Nr. 45

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1803.

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Dienstag, den 18. April.

..... -

Tante Hannas Geheimniß.

Original-Roman von E. v. Linden.

(Fortsetzung).

Es ist zu spät," sprach Armgard,aber ich danke Ihnen trotz alledem, mein väterlicher Freund!"

Nein, noch nicht zu spät," beharrte der Doctor, ihre Hände ergreifend,noch warten Standesamt und Altar des letzten bindenden Wortes. Machen Sie sich frei, liebe Arm- gard, versuchen Sie es, Ihr Verlöbniß, das nur einzig unter dem Druck jenes Ereignisses geschlossen worden, zu lösen. Wollen Sie mir die Vollmacht dazu geben?"

Armgard schwankte sichtlich, sie rang mit sich selber, mit ihrem Stolz, ihrem Gefühl für den Verlobten, das doch nur im Mitleid gipfelte.

Wir sind schon aufgeboten," sagte sie endlich,und er liebt mich"

Sind Sie davon so fest überzeugt, Fräulein Armgard? Möchten Sie diese Liebe nicht mal auf die Probe stellen?"

Sie martern mich, Herr Doctor!"

Nein, mein Kind, ich wünsche Sie zu heilen, da Sie krank, tief seelenleidend sind. Mit sich selbst und der eigenen Kraft im Zwiespalt, aus dem Frieden Ihres Innern gewalt­sam geschleudert, verzweifeln Sie an dem eigenen Character, dessen harmonische Abgeschlossenheit Ihnen den festen Halt im Leben gab, welchen wir Alle stets bewundert. Raffen Sie sich auf, Fräulein Holten, denn ich sage Ihnen, daß Sie an Ihrer Selbstachtung einbüßen, wenn Sie diesen Mann heirathen. er­nennen Sie mich zu Ihrem Vormund," setzte der Doctor dringend hinzu,Sie bedürfen eines solchen in dem Zustand hilfloser Schwäche, worin Sie sich seit jener Katastrophe befinden. Er soll Ihnen mindestens Zeit lassen zur Selbstprüsung, zum ruhi­gen Nachdenken, weil ich e» schmählich von ihm finde, als Mann von Ehre sowohl wie als trauernder Vater, der soeben erst sein einziges Kind begraben, mit solch' ungestümer, ja der Sitte und dem Anstand hohnsprechender Hast auf eine Heirath mit Ihnen zu dringen."

O, mein Gott, wie recht haben Sie," stöhnte Armgard, in einen Sessel sinkend und beide Hände vor's Gesicht pressend. Dann richtete sie sich entschlossen auf, ihre Augen leuchteten fieberhaft, sie war leichenblaß bis auf die Lippen.

Ich wollte Sie schon bitten, mein Trauzeuge zu sein, Herr Doctor!" sprach sie mit unnatürlich hartklingender Stimme. Konnte es aber bi» zur Stunde nicht über die Lippen bringen- Jetzt bitte ich um Ihren Beistand als Vormund, da ich mich ihm gegenüber willenlos fühle."

So ist's gut, Kind, er wird mich als Vormund nicht anerkennen, aber das schadet nichts, wenn Sie mir nur, da Sie mündig sind, die genügende Vollmacht zum Handeln geben. Bitte, mein Kind, geben Sie mir das schriftlich, seine Adresse lese ich hier"

Sie können das Couvert mitnehmen, Herr Doctor, da der Brief nach unserer Unterredung keine Bedeutung mehr hat," sprach Armgard, sich mit einer sonderbaren Ruhe vor ihrem Schreibtisch niederlaffend, den sie aufschloß, um einen Bogen Papier und ihr Siegel herauszunehmen.

Der alte Doctor beobachtete mit wachsendem Erstaunen, wie sie mit fester Hand die Vollmacht schrieb, dann ein Wachs­licht anzündete und ihr Siegel im feinsten rothen Lack sehr sorgsam neben ihren Namen setzte.

War diese plötzliche Ruhe eine erkünstelte oder ein neues krankhaftes Symptom? Diese Frage hatte vom psychologischen Standpunkte aus ein großes Interesse für den Arzt und sein scharfes Auge ruhte prüfend auf dem feinen Profil, das wie aus Marmor gemeißelt erschien, der schöngeformten, etwas großen Hand, welche jetzt keine Spur der vorherigen Erregung, nicht das leiseste Zittern mehr zeigte.

Sie reichte ihm den Bogen Papier, rasch überflog sein Blick das Geschriebene. Er wunderte sich über den klaren knappen Gedankengang, mitsiwelchem sie ihm ihre Vollmacht er« theilte, mit Herrn Julius Steindorf dahin zu verhandeln, daß die Heirath ihres leidenden Zustandes halber auf eine unbe­stimmte Zeit hinausgeschoben werde, damit beide Theile die nöthige Frist zur Selbstprüfung hätten und eine kindische Ueberstürzung bei einem so hochheiligen Schritte ausgeschlossen bliebe. Sie wünsche diese Frist in völliger Trennung von ihm zu verleben und wäre, falls Herr Steindorf unter diesen Ver­hältnissen auf eine Aufhebung der Verlobung bestände, zu jedem Opfer, was ihr Vermögen anbelange, bereit. Herr Doctor Peters habe nach dieser Richtung hin die unumschränkteste Voll­macht zum Handeln von ihr erhalten.

An und für sich betrachtet," bemerkte der Doctor, den Bogen zusammenfaltend und sorgsam in seine Brieftasche legend, wäre dies jetzt eigentlich die Domaine Ihres Sachverwalters. Doch hoffe auch ich als Ihr aufrichtiger Freund Ihr Glück in einer Weise zu fördern, daß Sie die so vollständig abhanden gekommene Harmonie Ihres Wesens wiederfinden. Und die Adresse dort darf ich auch mitnehmen."

Armgard schnitt das Couvert auf, zog den Brief an Ihren Verlobten hervor und warf denselben in den Schreibtisch. Dann überreichte sie das Couvert dem Arzte, verschloß den Tisch und erhob sich, um Schirm und Handschuhe wieder zu nehmen.

Ich habe lange auf mich warten lassen, mein aller Con«

ließen.