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1893.
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Dienstag, den 17. Januar.
Dämon Gold.
Original - Roman von W. Höffer.
(Fortsetzung).
Und Hans Adam lächelte behaglich. Die altgewohnte Liebhaberei der Frauen — er kannte das. Sie waren ihm ja immer hold gewesen, die lieben Geschöpfe, deren Gunst ihm als der wahre Sonnenschein des Lebens galt-
Unten fuhr der Wagen des Commerzienrather vor das Portal und nach wenigen Augenblicken wieder fort. Hans Adam warf sich auf das Sopha, um zu schlafen; er war jetzt in bester Stimmung.
Famoses Mädel, die kleine Malten. Sie sollte mit nach Nizza und ihren Gehalt wollte er verdoppeln. Weshalb doch Ruth die stille, verschlossene Gesellschafterin ihrer Schwester so sehr verabscheute? Das arme Ding kam zu keiner Lebensfreude, nicht einmal zu dem gewöhnlichsten Vergnügen junger Mädchen, sich zu putzen. Man sah sie nur im grauen, schmuck- losen Kleide und mit einer nonnenhaften Frisur — und doch war Adele keineswegs häßlich oder gar unbedeutend; sie hatte prächtige dunkle Augen und einen Wuchs wie eine Gazelle.
Armes, kleines Ding. — Während Hans Adam im Einschlafen begriffen war, träumte ihm, daß er sie küßte.
Ein reitender Bote brachte den Brief der Barüntn zur Stadt auf das Postamt; es regnete und vom Meere herüber wehte ein scharfer Wind, der sich in der Nacht zum Sturm verstärkte. Alle Fischerböte wurden hoch auf den Strand gezogen und die Strohdächer der Häuser mit Eggen, Pflügen und Wagentheilen bedeckt.
Mehr als einmal zur Zeit der Herbststürme waren die Fluthen bis hoch an das hölzerne Dorfkirchlein emporgesprun- gen, mehr als nur einmal hatten sie die leichten Hütten mit sich fortgeriffen und Felder und Gärten verwüstet. Ob das auch jetzt wieder geschehen würde?
Zu Bergen thürmten sich die Wassermaffen und überschütteten mit weißem Gischt den schutzlosen Strand. Es stürmte aus Osten her gegen das Land, die Luft war erfüllt von Donnern und Heulen; bedrohliche Anzeichen häuften sich von Augenblick zu Augenblick.
Auf dem empörten Meere trieben Hausgeräthe, Körper von Thieren, Trümmer aller Art, untermischt mit Baumstämmen und losgeriffenem Gesträuch. Weiterhin, wo das Land bedeutend tiefer lag, mußte die See ihre Opfer bereits eingefordert haben. Als der nächste Tag heraufzog, erschienen einzelne Fischer mit blaffen Gesichtern im Schlöffe.
„Das Wasser steigt von Stunde zu Stunde, Herr Baron. Dürfen wir unsere werthvollsten Sachen, unser Vieh und die Erntevorräthe hierher bringen? Vielleicht geht ja noch Alles gut, aber man möchte sich doch lieber vorsehen."
Hans Adam hatte die Leute persönlich empfangen, er gab Jedem die Hand und ließ ihnen ein tüchtiges Frühstück vor«
„Bringt Alles hierher, was Ihr wollt, besonders die Kranken, die Frauen und Kinder — dann seid Ihr ruhig."
Die Männer dankten sehr erfreut; aber mit der Aus« Wanderung der Ihrigen habe es noch Zeit, meinten sie. Wenn nur erst einmal das Vieh in Sicherheit sei, die Familienpapiere und die kostbarsten Sachen, dann wäre für den Augenblick gesorgt.
Und so kamen denn während des ganzen Tages die Karawanen den Berg hinauf. Eine Kuh trieb der Eine vor sich her, Schweine oder Schafe der Andere; ihrer Zweie trugen einen schleunig zusammengeschlagenen Bretterkasten, in deffen Tiefe es krähte unv gackerte; in einem Sack brachte eine arme Alte ihre Lieblingskatzen, feine Tauben ein weinender Junge.
„Die Mutter will sie der Köchin vom Schloß verkaufen, sie sagt, die unnützen Freffer kosten zu viel Geld."
Ruth tröstete den Blondkopf. „Du sollst sie behalten, sei nur ruhig, Karlchen. Das Futter darfst Du Dir in Zukunft vom Schlöffe holen." ,
„Soll das ein Wort fein, Fräulein? Sagen Sie einmal „wahrhaftig"."
Und Ruth leistete lachend den verlangten Schwur. „Da hast Du ein Butterbrod, Karlchen, und einen Apfel. Nun hilf auch hübsch den alten Frauen, die nicht mehr so flink laufen können, wie Du." r „ , ,
„Das thue ich," nickte der Junge. „Ich lasse auch den lahmen Anton, wenn er mir begegnen sollte, einmal vom Brod abbeißen und einmal vom Apfel- Sein Vater ist draußen auf der See und Mutter sagt: Mit dem zerbrechlichen alten Kahn kommt er in diesem Wetter nimmer wieder an Land."
Ruth erschrak. „Sind denn die beiden Kinder bei ihrer Großmutter und ist die alte Katharina ganz allein?"
„Ja, Fräulein. Sie betet immer ihren gewohnten Vers: Eine Mauer um uns bau', daß dem Feinde davor grau d
Ruth streichelte das hübsche Gesicht des Knaben. „Geh hin zu der Alten, Karlchen, und sage ihr, sie soll mit den Kin« dern auf's Schloß kommen. Eine Kammer ist sür sie bereit-"
Der kleine Bursche schien etwas antworten zu wollen, aber er wagte sich offenbar nicht recht mit der Sprache heraus, und erst, als das junge Mädchen fragte, was er noch auf dem Herzen habe, da sagte er halb schelmisch, halb verlegen: „Ich


