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Zuschlägen der Schlasstubenthür, durch die Jemand eingetreten, findet. Wahre Ewigkeiten hatte ich in dem Traum durchlebt; aber als ich auf der Uhr nachsah, war seit dem Einschlafen nicht mehr als eine Minute vergangen, viel kürzere Zeit, als man zum bloßen Erzählen braucht." So wenig Merk­würdiges dieser sonst sehr gewöhnliche Traum zeigt, so gibt er doch ein vorzügliches Beispiel ab für den hohen Grad von Täuschungen, denen Träume bezüglich ihrer Zeitdauer unter­liegen. Noch andere Beobachtungen, aus denen sich ebenfalls die außerordentliche Kürze der Zeit ergibt, innerhalb deren ein Traum im Gehirn des Schlafenden sich abspielt, sind wieder­holt gemacht worden. Napoleon I, der bei der Explosion der Höllenmaschine im Wagen schlief, durchlebte in dem unendlich kleinen Zeitraum zwischen der Wahrnehmung des Knalles und dem Erwachen den Uebergang über den Tagliamento und die Kanonade der Oesterreicher und erwachte mit dem Ausrufe: Wir sind unterminirtl" Ebenso wie im Traums hat man auch bei außerordentlichen Vorgängen, so zum Beispiel in Fällen von dringender Lebensgefahr, beobachtet, daß die feelischen Procefle mit ungewöhnlicher Schnelligkeit sich abspielen Von einer Dame, die dem Ertrinken nahe war, wird berichtet, daß sie nach ihren eigenen Mittheilungen in dem Zeitraum von zwei Minuten ihre ganze Vergangenheit noch einmal durchlebte, wobei die unbedeutendsten Details sich vor ihrer Phantasie ausbreiteten. Man nimmt an, daß in Augenblicken großer Lebensgefahr das Seelenleben sich gewisiermaßen concentrtrt und eine große Fülle unbewußter Vorstellungen sich plötzlich an die Oberfläche drängt.

GsmeinnÄ^rges.

Iden Gebrauchswerth nicht mindert, wohl aber den Verkaufs» und Aufhebungswerth, nämlich das Aufplatzen. Dies fetzt sich oft bis an den Centralcylinder fort, und wir ziehen aus seinem Vorkommen die Lehre, daß Mohrrüben, Petersilienwurzeln rc., denen es an einer festen Rinde fehlt, nicht so weit in den Herbst hinein gegoflen werden dürfen. Den Sellerie darf man übrigens immer noch behäufeln und düngen, jedoch nur bei trockener Witterung.

Spinat für das kommende Frühjahr wird jetzt ausgesäet, stellenweise hat man besiere Erfolge, wenn man den- selben in Rillen säet. In verschiedenen Gemüsegegenden, so auch in Köln, Breslau und Umgegend wird der Spinat breit- würfig gesäet und eine großblätterige Sorte, sogenannter Sa- voyen-Spinat (monströser Spinat von Viroflay), eignet sich dafür am besten. *

Blumenkohl, zum Durchwintern bestimmt, wird An- fangs September ausgesäet und zwar in einen abgetragenen Mistbeetkasten. Später wird er in Töpfe gepflanzt.

Ueberwintern von Gemüsepflanzen zur Sa­menzucht. J-n Herbste, wenn Nachtfröste zu befürchten sind, wähle man die schönsten, zur Samenzucht geeignetsten Pflanzen aus, nehme sie vorsichtig mit guten Wurzelballen au» der Erde und setze sie in Töpfe, gieße sie gut an und stelle sie an einen hellen, luftigen, aber frostfreien, trockenen Ort. Die Pflanzen, die stets gleichmäßig feucht und rein gehalten werden, nimmt man im April wieder heraus und pflanzt sie in das vorbe- reitete Beet. Auf diese Art überwinterte Gemüsearten werden stet» guten, vollkommenen und keimfähigen Samen tragen und die Nachzucht wird nicht ausarten.

Aufbewahren der Aepfel und Wallnüfle. Ueber die paffendste Aufbewahrung von Aepfeln und Wallnüssen wurde von der Lehranstalt für Obst- und Weinbau zu Geisenheim ein Versuch angestellt, über welchen der Jnstitutsbericht Folgendes sagt: Da große Obstversandtgeschäfte werthvolle Tafelfrüchte in Seidenpapier eingewickelt aufbewahren und behaupten, daß sich auf diese Weise das Obst.viel besser halte, so wurde mit den Früchten des weißen Winter-Calvills, der großen Casseler Rei­nette, Esperen» Bergamotte, Olivier des Serres und St. Ger­main Vauquelin ein Versuch derart angestellt, daß je zwanzig Stück einer Sorte in Seidenpapier eingewickelt und andere zwanzig ohne Seidenpapier freigelegt wurden. Der Versuch ergab, daß die eingewickelten Früchte eine hellere Farbe hatten, fleckenfrei waren und viel weniger Fältchen zeigten, als man dies bei den nicht eingewickelten Früchten beobachten konnte. Es lohnt sich also, bei werthvollen Früchten dieses Verfahren anzuwenden, nur wird man, um nicht etwa die Keimung von Pilzsporen durch das Einwickeln zu begünstigen, damit warten müssen, bis die Früchte einen Theil ihres Wassergehaltes ver- dunstet haben und die Schale vollständig trocken geworden ist. Ein weiterer, die Aufbewahrung von Obst betreffender Versuch wurde mit Wallnüffen vorgenommen, und zwar nach Maßgabe französischer Zeitschriften. Man schälte die reifen Nüsse so schnell wie möglich aus den grünen Hülsen heraus, wusch sie sorgfältig mit Hülfe von Besen in einem Zuber ab und setzte sie/ nachdem sie abgetrocknet waren, zehn Minuten in einer ge- schlossenen Kiste Schwefeldämpfen aus. Die auf diese Art be­handelten Nüsse zeichneten sich durch ihre reine schöne Färbung und durch ihr Freisein von Schimmelp lzen so vortheilhast von nicht behandelten aus, daß dieses Verfahren besonders bei den sür den Handel bestimmten Nüssen allgemein angewendet wer­den sollte.

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Die Kohlarten sind gerade jetzt im besten Wachsthum und werden noch sorgsam gepflegt- Sellerie und andere Wurzelgemüse werden noch immer dicker, nur bei einigen Arten tritt in sehr feuchten Herbstzeiten eine Krankheit auf, die zwar

Vermischtes.

Ein höchst origineller Mann war der rechts, kundige Magistratsrath Max Weber, allgemein nurWeber Maxl" genannt, der jüngst in München gestorben ist- Zu einem in der Magistrathssitzung arbeitenden Stenographen sagte er einmal:Was schreibst denn da fur n Mist?Den Du vorhin geredt hast!" war die kühle Antwort de» Steno, qraphen. Weber Maxl nahm darauf eine tüchtige Prise und - mußte diese Antwort als richtig beniesen.

Erkannt. Gigerl:Und so wage ich es, Herr Eom. merzienrath, Sie um die Hand Ihrer Tochter zu bitten! Commerzienrath:Na, hören Sie, so ein junger, kräftiger Mensch wie Sie kann aber^doch noch arbeiten!

D e g e n e r i r t.Ach," seufzt ein verarmter Aristokrat der feit Jahren vom Verkauf seiner Ahnenbrlder lebt, .,fu die Vorfahren au» den frühesten Zeiten löste ich horrende Summen .... aber je näher sie mir kommen, desto weniger sind sie werth!" * #

Satz und Kehrsatz. A.:Sehen Sie, meine Verse machen mir gar keine Mühe!" - B.:Es ist aber auch gar nicht der Mühe werth, daß* Sie Verse machen!"

R i ch t i g c a l e u l i r t- Er:Wenn der Baron mir bk 400 Mark bezahlt, gehen wir in die Sommerfrische! - e. Und wenn er sie nicht bezahlt, geht er in die Sommerfrische i

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Verrathen. Kleiner Hans (der zusteht, mie feine Schwester beim Pfänderspiel geküßt wird):Nicht wahr, Emm, gestern hast Du und der Onkel Lieutenant in der Laube allein Pfänder gespielt?" ______,

Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gicßcu.