Ausgabe 
15.4.1893
 
Einzelbild herunterladen

1'9T1' *»3 XVBWt RKSfWIlIltBHSSnwVfKTffvi« wer

176 -

GeineinnÄtziger

Uni

ff

Mittel zur Conservirung der Speisekartoffeln. { Da jetzt die Kartoffeln in Folge des Keimens anfangen, schlecht I und seifig zu werden, so sei darauf aufmerksam gemacht, daß | es vor allen Dingen wichtig ist, die Kartoffeln aus feuchten I Kellerräumen in trockene Räume zu bringen und die Keime I von solchen Kartoffeln, die zum Verspeisen verwandt werden sollen, schleunigst zu entfernen. Ferner wird zur (Soinermrinig der Speisekartoffeln folgendes Mittel empfohlen- Man wascht | die Kartoffeln, bringt ste in einen Korb und taucht sie in einen mit siedendem Wasser angefüllten Keffel; hier läßt man die Kartoffeln 5 Sekunden lang und schüttet sie behufs raschen Abtrocknens auf einen luftigen Boden locker aus- Derartig behandelte Kartoffeln halten sich längere Zeit, sie bleiben genieß, bar und schmackhaft, bis man wieder Neue ernten kann- Kar- löffeln, welche früher sich völlig mehlig kochen ließen, werden schlissig, sobald sie zu keimen anfangen. Man kann ledoch tue Schmackhaftigkeit erhalten, wenn man vor dem Kochen von jeder Kartoffel ein Stückchen abschneidet. Der widrige Saft und Geschmack der Kartoffel dringt dann beim Kochen an der abgeschnittenen Stelle heraus, er bildet sich an derselben während des Kochens eine hornartige Haut, und die Kartoffeln I bleiben wohlschmeckend und,mehlig.,

Spielschürze für Kinder. Eine hübsche Schürzen, art, besonders für die ganz Kleinen, ist diese Spielschurze, welche das ganze Kleidchen bedeckt, aus kräftigem grauen Stoff, gewöhnlich aus Leinen gefertigt und mit rother Litze eingefaßt wird. Aus kleinen rothen, blauen, gelben Tuch- oder Stoff- teilen werden dann Heine Figuren geschnitten, z- B. eine Puppe, einen Ball, eine Peitsche, Wagen u. f- w- und mit Kettenstichen auf die Schürze geheftet, oder solche Figuren wer- den auf die Schürze gezeichnet und mit rothem oder blauen waschächtem Garn benäht. Diese Schürzen machen den Kindern viele Freude und werden gerne von ihnen angezogen. Außer daß ste den eigentlichen Zweck der Schürze durch die practische Form im vollem Maße erfüllen, wirken sie auch auf die er. wachsenden Geisteskräfte, die Phantasie der ganz Kleinen durch die verschiedenen Figuren auch anregend und belehrend und können darauf den Müttern, besonders solchen, welche sich mel- leicht mit ihren Kleinen nicht soviel beschäftigen können, als der geistigen Eintwtckelung des Kindes gut wäre, nicht genug empfohlen werden. , *

Grüne Flecken aus Wäsche re., welche durch Ab. färben entstanden sind, zu beseitigen. Zuerst betupft man den Fleck mit Salmiakgeist, alsdann nehme man kochendes Wasser und halte die betreffende Stelle hinein- Sollte der Fleck nicht von einem Male verschwinden, so wiederhole man es so lange, bis derselbe fort ist. Auch kann man etwas Salmiakgeist gleich mit dem Wasser vermischen. *

Flecke und Ränder aus pottttrten Tischen zu entsernen. Man nimmt einen wollenen Lappen, taucht den­selben in Spiritus und Brennöl und reibt die Stellen so lange damit, bis die Flecken verschwunden sind-

Zerbrochene Gypsfiguren zu kitten. Man löst kleine Stücke Celluloid in Aether, gießt die Flüssigkeit nach einer Weile ab (V4 Stunde knapp) und verwendet den teigigen Bodensatz als Kitt. Derselbe trocknet sehr schnell und löst sich nicht, wenn er mit Wasser ta Berührung gebracht wird-

Eiergersten-Suppe. *Drei Löffel voll Semmelmehl und ein Löffel Mehl werden gelb gebräunt, mit guter BMHe abgelöscht, Pfeffer, Salz und Muskat dazu gethan, zwei Eier beigerührt, damit es int Kochen gerinnt; hat man säuern Rahm, kann man denselben verwenden.

E trotz alli

»N Hände letzten b gard, ve dem Dri Wollen

Ari ihrem C int Mitl

B er liebt

<S Möchten

S

-N krank, ti Kraft in sam gesc dessen h< Leben g, auf, FcL Selbstact nennen § hinzu, Schwäch soll Ihn gen Nach von Ehre einziges dem Anf zu dring

,,O in einen Dann ti fieberhaft

J< Herr So Konnte - Jetzt mich ihn

Redactton: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

A n t i q u i t ä t e n h ä n d l e r (zu fernem Geschaftsgenoff^ Der Gras bietet 800 Mark für den Schrank, der zu 1000 Ml. angesetzt ist. Der könne gar nicht aus dem ^.Jahrhundert stammen, dafür fäh' er viel zu neu aus."Gut! rmmm wir noch für 200 Mark!"

Zur Verdeutschung des Specialitäten-Pro- gramms. Direetor:Mit wem habe ich die Ehre?" - Fremder:Charles Read, Mimiker."- Director:Seien Sn mir herzlich willkommen, Herr Gesichterschneidermeister!

Aus der Gesellschaft. Die Mutter:Herr Hach mann, Sie werden doch zu unserer Soiree kommen? M Programm ist sehr reichhaltig: mein Linerl spielt Clavrer, Sopherl zupft Harfen, die Mizerl wird a Lied vortragen, d« Melanie declamirt was und ..." Hauptmann:m Fräulein Julie, Ihrer hübsche Nichte?" - Mutter:D kocht." __ Hauptmann:Ah, schön, da werd ich zumVortraz der Fräul'n Julie kommens

Doch etwas. Dorfpolizist:Herr Burjermäster, tf mach' die Anzeig, daß ich en Vagabund arretirt hab, der wo anscheinend en steckbrieflich versolgter Verbrecher i8. ' Bürgermeister:Emool erein mit'm." - PoMst:3® «J nit mehr do, er is mir Widder durchgebrennt. - Bürge: meister:Ja weßholb kommt Ihr denn zu mir? - Po E Ich wollt not melde, daß ich doch emool Aener gehe»! hawwe!" * #

i Der voreilige Brautwerber. Herr:Also Sn geben mir wirklich einen Korb?" Dame:Ja, ich nicht anders." Herr:Das ist schade. Ich habe mir z

I unserer Hochzeitsreise schon einen Bädecker gekauft!

Vsviirischtes.

Der Schatzgräber. Zu diesem Spiele macht man in den Erdboden ein Loch und um dieses vier Kreise auf dem Boden in gleichet Entfernung von einander, so daß der Durchschnitt des äußersten derselben ungefähr P/2 cm beträgt- Jedes mit. spielende Kind legt in ein kleines Körbchen eine Nuß, Birne rc. und diese werden in das Loch gesetzt- Ein Kind jedoch, dar vorher durchs Loos bestimmt war, legt nichts mit hinein und ist Schatzgräber, entfernt sich aber auch zu gleicher Zeit aur der Gesellschaft. Jetzt wird von einem Kinde eine Holzscheibe so versteckt, daß man nicht leicht eine Spur davon finden kann. Der Schatzgräber tritt wieder in die Gesellschaft, und gelingt es ihm, die Scheibe auf dreimaliges Einschlagen zu finden, Jo ist der Schatz sein, und er tauscht dafür die in der Grube liegenden Früchte ein. Findet er sie aber nicht, fo gibt er 4 Stück Früchte, oder »erfüllt einer anderen beliebigen Strafe für seinen Vorwitz- Die als Strafe eingelegten Früchte werden in ein Körbchen gesammelt und sind nach beendigtem Spiel ein Schatz, in welchen sich alle mitspielenden Kinder gemein­schaftlich theilen. Der Verstecker ist jedesmal der nächste Schatz- gröber, nimmt aber, wenn der Schatz nicht gefunden worder ist, seine Einlage zurück, die bet vorige Schatzgräber ersetzen muß. Der Schatz wird dann jedesmal aufs Neue gegraben-

Falsch. Lehrer:Welches ist der größte Fluß in Amerika?" (Schüler schweigt )Welches ist der grG Esel hier? Sag nur getrost:Ich binsl' Schüler: Der Herr Lehrer ist'sl" * ,

Ein origineller Mie*thzins. Ein Fischhändler in Wittenberg hat an seinen Wirth für die Erlaubniß, auf den, Hofe einige Fässer lagern zu dürfen, täglich.einen Hering zn entrichten- Die Heringsmiethe wird pünktlich reden dritten Ta, vom Empfänger abgehoben-, ,

Nr. <