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das Leben und Eigenihum der Greisin begangen worden und daß durch mehrere Fundstücke, sowie durch Verkettung unheimlicher Umstände sich der überzeugende Beweis ergeben, daß auch dieses Verbrechen durch dieselbe Person verübt sein müsse, welche die tödtlichen Schüsse im Hohlwege und das Attentat oben in den Bergen auf dem Gewissen habe. Daß dies Alles aber als strenges Geheimniß bewahrt werden müsse, besonders auch die erhoffte Wiederherstellung der alten Tante Hanna, welche unstreitig den Verbrecher in jener Nacht gesehen habe.
„Ach, darauf deuteten am Ende ihre sonderbaren Reden hin," fiel Armgard, welche mit starrem Entsetzen zugehört hatte, überrascht ein. „Wissen Sie, Herr Doctor, sie sprach doch von einem Jemand, den sie gesehen, der etwas abgenommen —"
„Natürlich irgend eine Maskirung, da er sich unbeobachtet wähnte," ergänzte der Doctor.
„Ja, ja, aber — sagte sie nicht auch, daß sie ihn erkannt habe?"
„Allerdings, doch haben wir das wohl auf Rechnung der Gedankenlücken zu setzen- Ich sehr keine Möglichkeit für diese Behauptung. Lassen wir das jetzt und versprechen Sie mir, damit der Verbrecher nicht gewarnt werde, Tante Hannas Genesung als Geheimniß zu bewahren."
„Das verspreche ich Ihnen» lieber Doctor, keine Menschenseele, wer immer es auch fei und wie nahe mir dieselbe stehe, soll etwas darüber durch mich erfahren."
„Ich danke Ihnen, mein Fräulein! Es muß uns doch Allen daran liegen, den Buben, der so viel Unheil angerichtet, unschädlich zu machen, da sich Niemand vor seiner Tücke sicher fühlen kann. Und wenn Herr Steindorf auch wohl der Mann ist, ein Geheimniß zu bewahren, ja, wenn ihn der Tod feines Kindes vielleicht doppelt antreiben müßte, den Ruchlosen zu ent* decken, ihn durch jene Thatsache nicht rechtzeitig zu warnen und aus dem Gefühl der Sicherheit aufzuschrecken, so halte ich es doch für besser, daß die Sache unter uns bleibt."
„Sie haben ganz recht," sagte Armgard, „er braucht es nicht zu erfahren, da Tante Hanna ihm überhaupt nicht sympathisch ist."
„Dann will ich mich empfehlen, da Ihr Wagen nun lange genug gewartet hat, liebes Fräulein!"
„Oder vielmehr mein Kutscher und die armen Pferde," bemerkte Armgard wehmüthig lächelnd. „Gott mit Ihnen, Herr Doctor! Fahren Sie denn heute nicht in's Forsthaus zu Ihrem Kranken?"
„Ich fahre gegen Abend hinaus. Der arme Kerl macht mir große Sorge, ja, er thut mir in der Seele leid, und ich könnte den ruchlosen Banditen hängen sehen, der so kaltblütig mit Menschenleben gespielt."
„Haben Sie wirklich gar keine Hoffnung mehr, Herr Doctor?"
„Na, so lange das Leben noch pulsirt, muß auch der Arzt hoffen. Könnte ich ihm nur die innere Ruhe geben, aber er quält sich fortwährend mit fixen Ideen, welche sich um einen rothen Strich und — verzeihen Sie, Fräulein Armgard um Ihre Hochzeit drehen. Seltsam genug zermartert sich der alte Reinhardt auch mit dem vertrackten rothen Strich, den er jetzt, Gott sei Dank, vergessen zu haben scheint."
„Er ist wieder besser?'
„Hm, genesen noch nicht, aber doch mit vollen Segeln auf der Fahrt zur Genesung. Er ist sehr entstellt, doch haben wir, was ich nicht zu hoffen wagte, seine Augen gerettet. Wird immerhin noch wochenlang an den Folgen der Verletzungen leiden müssen. Ich muß ihm stets von Ihnen und Ihrer Verlobung erzählen. Gestern noch fragte er mich, wann Ihre Hochzeit fein werde, er wolle sich die Trauung ansehen."
Armgard war' sehr blaß geworden, sie erinnerte sich jenes Pfingstabends und seiner Erzählung bei Tante Hanna.
„Grüßen Sie Herrn Reinhardt von mir," sprach sie etwas gepreßt, „versichern Sie ihn meiner aufrichtigsten Theilnahme und theilen Sie ihm mit, daß meine Hochzeit sofort dem Aufgebot folgen, aber nicht hier, sondern der Trauer halber in aller Stille auswärts stattfinden werde. Der Ort fei noch nicht bestimmt."
„Und weshalb denn auswärts?" fragte Doctor Peters erstaunt-
„Steindorf wünscht es," versetzte sie, seinem Blicke ausweichend, „und mir selber ist es, aufrichtig gestanden, auch am liebsten, da ich es nur zu gut weiß, wie hart ich von der Welt verurtheilt werde."
„Sie meinen von der kleinen Welt unseres Städtchens," sagte der Doctor, sie nachdenklich anblickend, „bas wird Ihren Verlobten doch nicht weiter beirren oder geniren können. Ich glaube, mein Fräulein, daß die Welt Ihre Beweggründe sehr falsch beurtheili."
„Unb Sie haben recht, lieber Doctor," rief Armgard mit einer ungewohnten Heftigkeit, „o, Sie wissen nicht, wie dankbar ich Ihnen für diesen Glauben bin."
Sie drückte seine Hand, ergriff hastig ihren Sonnenschirm und wollte gehen. Der Doctor hielt sie zurück-
„Lassen Sie Kutscher und Pferde noch einige Minuten warten, mein theures Fräulein," sagte er bewegt. „Ich war seit vielen Jahren nicht blos der Arzt, sondern auch der Freund Ihrer Eltern, welche mir ein freies Wort nicht übel nahmen. So erlauben Sie mir das auch heute — Ich bin ein alter Mann und darf Ihnen sagen, daß Sie einer Nachtwandlerin gleichen, welche mit geschlossenen Augen an einem Abgrund dahin wandelt. Als Freund und als Arzt warne ich Sie vor dem jähen Sturz, der Sie unrettbar zerschmettern wirb. In Ueberhastung wie eine Fieberkranke schließen Sie den wichtigsten Bund Ihres Lebens, worauf Sie zehn Jahre sich besonnen haben."
„Ist dieser Zeitraum noch nicht lang genug dazu gewesen?" unterbrach ihn Armgard schwerathmend.
„O, ich denke, es haben sich genug ehremverthe Männer um Sie beworben, denen Sie Ihre kostbare Freiheit nicht opfern wollten Nun gut, ich habe fein Urtheil darüber, möchte aber als Freund Ihre Hand ergreifen und mit mahnendem Zuruf Ihr rechtzeitiges Erwachen bewerkstelligen."
„Unb ich danke Ihnen für den Glauben an mich, an meine besonderen Beweggründe," sagte Armgard, ihm mit einem schmerzlichen Blick ihre Hand entziehend.
„Nun, den Dank beanspruche ich auch noch," rief der Doctor achselzuckend, „was kann denn bas weiter für Ihr Glück bedeuten, wenn ich auch den festen Glauben hege, daß Sie nur einig um eines Wahnes willen sich verlobt haben- Ja, ja, ich wiederhole es, um eines unseligen Wahnes willen, mein armes Kind, wollen Sie sich selber iür's ganze Leben elend machen. Ist es nicht ein Wahn, daß Sie, wenn auch nur inbirect, den Tob jenes Kindes verschuldet haben? War es etwa eine Leichtfertigkeit, mit bet int Grunde ganz gesunden Kleinen eine Spazierfahrt zu machen? Wollten Sie dieselbe irgend einer Gefahr leichtsinnig damit ausfetzen? Konnten nicht aud) Sie von dem Mordgeschoß getroffen werden? Wo in aller Welt liegt auch nur der geringste Grund vor, sich selbst deshalb als Sühnopfer darzubringen?"
„Er hatte das Kind meinem Schutze anvertraut und ich erzwang die Fahrt sozusagen von meiner alten Evers," versetzte Armgard mit versagender Stimme, „mußte ich dem vereinsamten Mann nicht einen Ersatz für den großen Verlust bieten?“
„Ja, Fräulein Armgard, die Sache ist auch soweit in der Ordnung, wenn Sie den vereinsamten Mann tieben. — Ist bas aber nicht ter Fall, — unb ich wenigstens glaube bies sehr fest, — bann konnten Sie mit ihm Ihr Hab unb Gut theilen, was immerhin das kleinste Sühnopfer Ihrerseits gewesen wäre, währenb Sie jetzt Ihr ganzes Glück barangeben, um biesen — Herrn, der seinen Vortheil unb Ihre augenblickliche Schwäche sehr rasch zu benutzen verstanb, zu entschädigen. — Nun. mein Kind," setzte er, sie liebevoll anblickend, mit bewegter Stimme hinzu, „verzeihen Sie dem alten, rücksichtslosen Mann, der es Ihren seligen Eltern schuldig zu sein glaubt, Sie nicht ungewarnt vor dem letzten verhängnißvollen Schritt zu lassen"
(Fortsetzung folgt.)


