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G-mernnntzrges.
Zugefrorene Pumpen thaut man, nach der Allgem. Zeitung für deutsche Land- und Forstwirthe, am besten und raschesten in folgender Weise auf: Man löst in einem Gesäß mit heißem Wasser (etwa einen halben Eimer voll) zwei Hände voll Kochsalz und gießt von diesem Wasser in die Pumpe, während eine zweite Person den Pumpenhebel zu bewegen sucht- Es wird nur kurze Zeit dauern und die Pumpe ist wieder im Gange. Hölzerne Pumpen sind in dieser Hinsicht viel geeigneter als eiserne, weil sie nur selten zufrieren.
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Ein Kitt, dsr im Feuer und Wasser aushärt und deshalb für Metall, Porzellan und irdenes Geschirr anwendbar ist, wird folgendermaßen bereitet: Man läßt 2 Pfund süße Milch durch Zusetzung von Weinessig dünn gerinnen. Sobald die Milch abgekühlt ist, nimmt man die Molke davon und quirlt das Weiße von 4 bis 5 Eiern hinein; hierauf mischt man fein pulverisirten ungelöschten Kalk hinzu und arbeitet die Mischung mit einem Spatel recht tüchtig durch. Statt des Eiweiß kann auch frisches Rinderblut benutzt werden. An der Luft und dann in starker Wärme getrocknet, hält der Kitt Feuer und Wasser aus.
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Behandlung von gefrorenem Obst. Obst, wel- ches durch plötzliches Eintreten von Kälte im Keller oder Vor- ruthshaus gefroren ist, lege man in kaltes Wasser. Letzteres zieht die Kälte allmälig heraus und macht das Obst noch einige Zeit haltbar. Man räume aber darnach möglichst bald mit demselben auf, denn die Gefahr des Verfaulens ist immerhin eine große.
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Eiweiß und gemahlene Kreide gibt einen guten Kitt für Porzellan. Leim und Kreide ist auch gut.
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Der Schaum, welcher auf Fleischbrühe entsteht, wenn dieselbe in's Kochen kommt, wird meistens von den Haussrauen für Schmutz gehalten und abgeschöpft. Dies ist jedoch ganz verkehrt; denn es handelt sich nicht um Schmutz, sondern um Eiweiß, welches erst in der Brühe gelöst war, durch die höhere Temperatur aber nachträglich ausgeschieden wurde. Namentlich wenn das Fleisch mit kaltem Wasser angesetzt wurde, erhält es, sobald es in's Kochen kommt, viel von solchem gelösten Eiweiß, bildet somit viel Schaum. Der Verlust ist hier ein beträchtlicher. Man rühre also den Schaum, sobald er entsteht, unter die Suppe und er verschwindet bald. Zwar erhält man bet diesem Verfahren keine ganz klare, aber eine um so nahrhaftere Fleischbrühe.
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Kitt für Stubeuöfen. Der Lehm, mit dem gewöhnlich die Oefen verschmiert werden, fällt häufig wieder heraus, der Ofen raucht dann und das Verschmieren der Fugen muß zuweilen im Winter mehrmals wiederholt werden. Sowohl bet eisernen als thönernen Oefen läßt sich dem Uebelstande nach Angabe der Südd. Bauzeitung durch folgenden Zusatz zum Lchm abhelfen: Unter einen nicht zu fetten Lehmklumpen knete man einen Bogen graues, grobes Löschpapier, welches man vorher mik Milch naß gemacht hat, mit den Händen so lange durcheinander, bis die Fasern des Löschpapiers sich mit dem Lehm ganz verbunden haben. So erhält man eine Papier- maschemaffe, unter die man noch 20 Gramm Kochsalz und 20 Gramm gepulvertes Eisenvitriol mischt und wobei man der Consistenz durch Zusatz von Milch nachhilft. Solcher Ofenkitt bekommt keine Sprünge und ist dauerhaft; man kann mit diesem Kitt selbst die Oefen verschmieren, ohne einen Ofensetzer zu holen. Zuletzt mischt man ein Eiweiß mit so viel Schlemmkreide dazu, daß man einen weichen Teig erhält. Mit diesem verstreicht man die Fugen der Kacheln, läßt sie eine Stunde trocknen und polirt dann mit einem weichen Tuche.
Ueber das Trousfeau der Erzherzogin Margarethe Sophie, die sich demnächst mit dem Herzog Albrecht von Württemberg vermählen wird, berichtet das „Neue Wiener Tageblatt": Die Brauttoilette ist in schwerem elfenbeinfarbigen Grosgrain gearbeitet, den Saum der Toilette schmückt eine reiche, in echtem Silber gestickte Guirlande von Margueriten, die durch einige frische Myrthensträuße unterbrochen wird. Zu beiden Seiten des Tnblier gehen bis zur Taille zwei graziös ineinander geschlungene, ebensalls in Silber reich gestickte Guirlanden. Die rund ausgeschnittene Taille ist in Schrubben- form und duftig mit indischem Mousseline garnirt; aus demselben Stoffe sind die kleinen Aermel arrangirt. Das ganze Kleid wird reich mit srischen Myrthen uud Orangeblüthen geschmückt. Zu der Brauttoilette gehört noch ein großer Mantm de Cour, aus gleichem Stoff gearbeitet, der mit einem reichen Margueritenbouquet an der Taille befestigt wird; er fällt in seiner ganzen Länge in elegante Falten und zeigt in der Mitte des unteren Randes einen prachtvollen Strauß von großen und kleinen Blüthen. Als Umhülle dazu dient ein Kragen aus Grosgrain mit echtem Marabout verbrämt, um gegen die Kälte zu schützen, denn der Manteau de Cour fällt von dem Ausschnttte der Taille herab und läßt der Vorschrift gemäß Nacken und Arme frei. Außer der Brauttoilette sahen wir einen selten schönen langen Mantel aus Ivoire drap de France, eine ganz apart schöne Form und reich mit weißem Pelz besetzt. Unter den bis jetzt fertigen Toiletten erregt eint aus Creme ondine gefertigte imposante Robe, mit den feinsten Venetianerspitzen geputzt, im Genre Heinrichs IV., mit türkisblauem Velour de Lyon und Faille franyais Bewunderung. Entzückend schön ist auch eine hellblaue Robe in Brochs, Dessin Louis XIV., mit prachtvollen Silbersvitzen reich und geschmackvoll garnirt: diese Robe ist mit Recht ein Meisterwer! zu nennen. Von Wäsche sind hervorzuheben die reizenden Negliges in Battist und Spitzen, dazu paffend wunderhübsch! Battiströcke mit breitem, aus schönen Valenciennestoff gemachten Volants. Eben so hübsch und elegant sind die unzähligen Seidencamifols und die Matinees aus weißem Bolivardflanell, reich mit weißer Seide in den schönsten Mustern gestickt Die Bettgarnituren sind im französischem Stile, große Polster mit fünffachem breitem Durchbruchsaum und in der Mw das schön gestickte Monogramm mit der Krone. Besonders reich gestickte Betten sind mit schöner Flachstickerei versehen, haben einen gefalteten Battistvolant mit echten Valenciennes besetzt als Abschluß.
Aufmerksamkeit. Erster Bauer: „Wie, der Fersch! hat Dir scho a paarmal Aufmerksamkeit erwief'n?" — Zwei!« Bauer: „Freilich! Durchlaucht hat mir scho dreimal hintenans geschossen bet den Treibjagden."
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Der kleine Schwerenöther. Onkel: „Aber weshalb willst Du mir denn keinen Kuß geben?" — Der klein! Neffe: „Aber, Onkel, — wir sind doch beide Jung'sl"
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Auch gesehen. Gigerl: „Eh, Fräulein zu Haus ?" - Stubenmädchen: „Nein". — Gigerl: „Aber sie kam gerat! vor mir herein, ich hab' sie ja gesehen". — Stubenmädchen „Ja, aber sie hat Sie auch gesehen".
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Eine Meldung. Polizist: „Donnerwetter! Was reiße« Sie so an der Polizeiklinzel?" — Student: „Wollte ein Erdbeben anmelden — der Boden schwankt so gräßlich!"
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Malitiös- A.: „Du, das neue Restaurant ist abel nobel I" — B-: „Wie meinst Du das?" — A.: „Nuu, weil für die Gäste acht Kellner da sind!"
Redaction: A. Scheyda. — Druck uud Lerlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


