Ausgabe 
12.9.1893
 
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Gemeinnütziges

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nur nicht, daß Sie hier drei Monate Ziel haben!

Aus der Rechenstunde. Lehrer:Wenn Du also

Die Behandlung verkommener Formbäume.

Es aehött durchaus nicht zu den Seltenheiten, in den Gärten , ««*»- ---- - -- 7/-- ",

verkommene Formbäume anzutreffen, seien sie nun durch eigene zwei Kilo Schinken holen w llst, das»Kilo zu emer^Mark Schuld oder durch die Schuld Anderer vernachlässigt worden, mußt Du dann mttnehmen? Schüler.Das Buchlem zu

Am allermeisten kennzeichnen sich solche verkommene Formbäume > Anschreiben I" ..

dur ch übermäßigen Holzreichthum. Trotzdem werden von einem solchen Fornckaum noch Früchte verlangt und man schimpft und klagt über die schlechte oder undankbare Sorte; oder man Sparsame Heizung. Kürzlich wurde der Vorschlag ' legt die Schuld dem Lieferanten des Baumes zur Last. Alles gemacht, die beim Herdfeuer verloren gehende Wärme für die dieses sind aber keine Grunde, daß der Baum keine Fruchte übrigen Räume der Wohnung nutzbar zu machen. Statt des bringt und das innere Laub gelb wird, infolgedessen ein jetzt üblichen Heißwafferbehälters soll zu diesem Zwecke ein kleiner Schlupfwinke sur allerhand Ungeziefer ist, sondern man hole Dampfkessel eingesetzt werden, der unter Niederdruck steht, also Säge und eine scharfe Scheere herbei und schneide alles lu gefahrlos arbeitet. Von diesem soll eine Rohrleitung den Dampf dicht stehende Holz an seinem Entstehungspunkte heraus und zu Blechcylindern führen, welche in jedem zu heizenden Raume streiche die großen Wunden mrt kaltflüsftgem Baumwachs zu; Ausstellung finden- Diese Culinder sollen im oberen Theile nur dann sind wir dem Baume behilflich, um seine Blatt« und mit mittelgroßen Kieselsteinen gefüllt, im unteren Theile ein Blüthenknospen gehörig ausbtlden zu können, um gute Fruchte Gesäß zum Sammeln des aus dem Dampf sich bildenden zu zeitigen. Jedoch achte man darauf, daß man nicht vielleicht Wassers enthalten, welches mittelst Hahn zeitweilig abgelassen einem arg verkommenen Formbaume in einemIahrealleüber. rocr' en kann. Die Steine werden angeblich in wenig Minuten flüssigen Zweige fortmmmt, da sonst zu vrel Wasserholz en. stark erhitzt und geben die Wärme noch 5-6 Stunden ab, stehen würde, sondern man vertheile diese so nothwendrge Arbeit wenn kein Dampf mehr zuströmt. Die verschiedenen Räume auf mehrere Jahre. Das Ausschneiden rst an und für sich können nacheinander ein« oder ausgeschaltet werden. Die Ein« sehr leicht, wenn man nur darauf Rücksicht nimmt, daß sich richtung soll leicht und billig herzustellen sein. Falls sie sich jeder Leitast des Formbaumes frei fortentwickeln kann und auch

bewährt, wird man jedenfalls bei ihrer Benutzung viel Staub nicht durch fern Übermäßiges

und Schmutz in den Wohnungen vermeiden und außerdem viel und Licht fortnimmt. Ebenso darf aber auch nicht das Frucht.

Heizmaterial sparen. Holz sich gegenseitig berühren, sondern es muß von allen Gerten

® * überall Raum gewinnen können, um die Fruchtaugen natur«

geweicht, nach Abgießen des Wassers mit Wein tüchtig zerschlagen ------------

und mit dem zu schönenden Wein gut gemischt. Auf den Hecto-

liter braucht man 200 bis 400 Gramm. Daß der Wein vor DcvmifcbtCS«

und nach dem Schönen abzulassen ist, versteht sich von selbst. 1

Die spanische Erde kostet etwa 70 Pfg. das Kilogramm. Wenn

ein Obst, oder Traubenwein zähe, schleimig ist, so bringe man In der Sommerfrische.St ift 1 Pfund Rosinen in eine Zweiltterflasche, fülle letztere zu vier« | necht ja schon!Riecht schon? Na, schauen S, da ist § fünftel mit Wasser, lasse dieselbe stehen, bis starke Gährung höchste Zeit, daß s gessen.rmrd. *

S1Kt *b* Me EU"- dcm» -u -tw° 10 Sta s4bne a,Mt rito: Nem Iu * diesen Mann heirathest, wirst Du später noch betteln gehen!"

B-i R°,-n werben bie milden Triebe - ft»*;* b« * met *

unterhalb der Veredelung weggeschnitten; die Triebe oberhalb zu gut . . . da wird er gehe * derselben bleiben bis zum Frühling stehen. Variante.Nun, wie sst Ihnen das Bad bekommen?"

Gut. Das Moor hat seine Schuldigkeit gethan ... ich

Chrysanth-mumsteckling-pflanzen wir indrelzöllige geben!"

Töpfe mit hornspandurchmischter Erde und stellen sie neben I e

die Veilchen. Belohnung. Unteroffizier:Weil heute Morjen Aller

so jut jeklappt hat, wollen wir jetzt die Freiübungen mit der

Das Faulen der Früchte am Baume tritt häufig $ront der Wurstfabrik machen!"

bei sehr großfrüchtigen Aepfelsorten, z. B. Kaiser Alexander, ,

dadurch auf, daß an den nach unten hängenden Früchten sich Färb en spiel.Ich sagte einst einem Mädchen, sie in deren weiter Stielhöhle Wasser sammelt, welches langsam roetbe einen Bräutigam bekommen, und sie erröthete. Erröthen in die Frucht eindringt, gegen welches Nebel wir kein Vor- @ieicht, mein Fräulein, wenn sie nicht heirathen wollen, so beugungsmittel haben. Tritt dagegen, wie das gar nicht selten bekommen Sie keinen Bräutigam. Nun erblaßte sie. Sie be- vorkommt, die Fäulniß am Baume in Gärten rc. auf, wo der fam keinen Bräutigam und ergraute später." Baum mit seinen Wurzeln in eine Dünger-, Kloakengrube oder e

Abzugsgraben hineingegangen ist, oder wo man Aas bei den Bedenkliche Liebesbetheuerung.Wie rasend ich Bäumen eingegraben hat, so hilft die Ableitung der Wurzeln Sie liebe, reizende Helene, das ist gar nicht zu glauben!" -

von den Krankheitserregern. Aber auch bei alten, sehr ver-Ich glaub's auch gar nicht, Herr von Gimperl."

wahrlosten, lange nicht beschnittenen Bäumen, wo auch wohl * e

noch Nahrungsarmuth im Boden vorhanden ist, zeigt sich das Auf dem Schießstand. Hauptmann (zu einem Ein«

Faulen der Früchte am Baume bet einzelnen Sorten. Hier jährigen):Einjähriger Müller, Sie zielen viel zu lange!

Hilst gehöriges Ausputzen und Auslichten der Baumkronen, so- Was sind Sie im Civilstande?" Einjähriger Müller:Kauf' wie Zufuhr von guter Nahrung durch Düngung. mann, Herr Hauptmann!" Hauptmann:Na, glauben Sie

* * I mtr Hinht Kis hv»i TOnttAtf. Ziel haben!

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chi. Pietsch) in Gießen.