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kehren in mein Recht und in mein Erbe, und Deine Stätte wird Dich dann nicht Wiedersehen."
Er wandte sich, um das Zimmer zu verlassen, aber ehe er die Schwelle erreicht hatte, war Hertha aufgesprungen und ihm nachgeeilt. „Erich, nimm mich mit Dir, mich und meinen Knaben, laß mich nicht hier zurück, mir grant vor ihm!"
Schaudernd schmiegte sie sich an ihn, ^.ad er schlang seinen Arm um die bebende Frau. Er war stehen geblieben, und seine Augen suchten, Rath fordernd, erst das Antlitz des Pastors, dann das des Notars. Aber schon war Malte neben seiner Frau. Hochroth vor Wuth, keuchte er mit zischender Stimme hervor: „Der Knabe bleibt, ich fordere das Recht des Vaters. Hier der Rechtsanwalt wirb mir bestätigen, daß er meinem Willen unter than ist."
Athemlos wartete Hertha auf den Ausspruch des Rechtsanwalts, der langsam und wie widerwillig seine Stimme erhob: „Der Knabe darf der Obhut des Vaters nicht entzogen werden, und auch Sie, junge Frau, haben zu bedenken, ob Sie gut thun, gegen den Befehl Ihres Mannes sein Haus zu verlassen."
Ein leichtes Lächeln glitt über Maltes Gesicht, als er Hertha änblickte. Es war, als ob es aussprechen solle, wie wenig ihm im Grunde an der Frau liege, zwischen deren zarter, gewissenhafter Natur und seiner rohen, verschlagenen kein Zug von Uebereinstimmung bestand. Sie mußte seine Meinung richtig verstehen, denn ihre bleiche Wange färbte sich plötzlich mit glühendem Roth. Sie schlang noch einmal ihre Arme um Erich.
„Ich kann meinen Knaben nicht verlassen," flüsterte sie gebrochen, und verbarg das Gesicht in den Händen. Einmal noch suchten Erichs Augen das Antlitz der Mutter; ob sie bemerkte, daß er ihr das Wohl der geliebten Schwester ans Herz legen wollte? Es war, als ob der Schreck über die Wendung der Dinge ihr die Zunge gefesselt hielt, denn starr und steif saß sie auf ihrem Platze, und nur die angstvolle Spannung, die in ihren Zügen zu lesen war, zeigte ihre innere Theilnahme an Dem, was um sie vorging.
Wenige Minuten und Erich Hagen hatte sein Vaterhaus verlassen und war in die sinkende Nacht hinausgeschritten.
VII.
In einer Vertiefung zwischen den Reihen der Dünen, welche den Strand begleiten, befindet sich ein vom Walde rings umgebener, freier Platz, den ein niedriger Zaun um- schließt, welcher aus gegeneinander gesteckten, rohen Holzstäben besteht. Eine schmale Pforte, deren eiserne Krampe nur mit einem Pflock befestigt wird, wenn man sich überhaupt die Mühe siebt, führt auf den Friedhof der Schiffbrüchigen, der, zum.arößeren Theil von Gras und Strandhafer überwuchert, einen vernachlässigten Eindruck macht. Jemand, den sein Weg hier vorüber führt, würde kaum die flachen Rasenhügel als Gräber erkennen, die dort die fernste Ecke des kleinen Raumes bedecken, wenn nicht der eine von ihnen, offenbar der zuletzt aufgeworfene, in einfacher Weise gepflegt und mit einem Holzkreuze versehen wäre. Er deckte die Leiche eines Mannes, die in einer stürmischen Nacht von den Wellen an den Strand geführt worden war, nicht weit von der Stelle, wo das Häuschen des Fischers Locke auf dem Höwt stand. Der alte Mann hatte den Verunglückten, das Haupt auf dem Arme ruhend, still wie ein im Schlaf ruhendes Kind, am Morgen gefunden. Da Niemand den Mann kannte, dessen fremdländifche Tracht ihn als Ausländer kennzeichnete, so hatte man ihn zu dem Friedhof der Schiffbrüchigen getragen und dort in die Erde ucbcttct»
1 Die Männer hatten ein stilles Vaterunser für seine Seele gesprochen, ehe sie wieder an ihre Arbeit gingen, und der arme Fremde war vergessen gewesen. Aber nicht ganz. Euch, welcher Hand angelegt hatte, ihn zu bestatten, hatte sich dem Verlassenen als Freund gezeigt, indem er ihm das Kreuz errichtete mit der Inschrift: „Aus der Tiefs rufe id), Herr, zu Dir!" und wenn er Abends von feiner Arbeit heimkehrte oder am Sonntag einen Gang durch die Wälder machte, so
zog es ihn oftmals zu dem einsamen Grabe zwischen den Dünen. Ein eigener Friede und eine tiefe Ruhe walteten an diesem stillen Orte, die seiner vom Widerstreit der Gedanken und Empfindungen gequälten Seele wohl thaten. „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir!" das Wort war dem geprüften Manne Bekenntniß und Wahrheit geworden, wenn er hier allein stand; denn noch niemals hatte er einen Menschen an der Ruhestätte des Fremdlings gefunden, und so war es ihm nie in den Sinn gekommen, daß auch andere Füße, als die feinen, hier gestanden haben mochten, und daß eine freundliche Hand die halbvertrocknete Blume auf den Hügel gelegt haben mußte, über die feine Augen achtlos hinsahen. Es war der Abend des Tages, an welchem man vor einem Jahre den Verunglückten gefunden hatte. Erich war früher als sonst mit seinen Genossen vom Fischfang zurückgekehrt und den Weg zum Dorfe hinaufgestiegen. Aber er trennte sich von ihnen, ehe sie die Höhe erreicht hatten. Es war ihm heute von den Männern eine Nachricht gebracht worden, welche fein Herz auf das Heftigste bewegte, und er sehnte sich nach Einsamkeit und Ruhe, sie in sich aufnehmen und verarbeiten zu können. Als er so dahinschritt, folgtem ihm die Blicke der Anderen, und der Steilere von ihnen begann: „Du hättest es ihm nicht sagen sollen, Karl, nicht so gerade heraus, mein’ ich —" aber der Jüngere antwortete schnell: „Und wozu sollt’ ich es verstecken, Vater? Er hat doch ein Recht darauf, daß er weiß, wie’s in Grashagen zugeht."
„Da hast Du wohl keine falsche Meinung darin," war die bedächtige Entgegnung, „aber es geht ihm nah', und es ist am Ende nichts Neues. Man hat schon immer gesagt, wie es da aussieht, seit die Hertha tobt ist." ,
„Und ich sage, Vater, es ist kein Recht im Himmel und auf Erden, wenn Erich zusehen muß, wie Malte ihm sein Erbe herunter bringt, und er soll nun noch erleben, daß der schlechte Mensch dem Mädchen nachstellt, das ihm lieb und werth ist. Sie meinen, der Alte sieht Malte nicht ungern kommen, aber ich kann’s nicht glauben, und das Eine weiß ich, wenn ich Erich wäre, so —"
„Und ich will Dir nur rathen, daß Du Deinen Mund halten mußt, wenn Du nicht in Ungelegenheiten kommen willst/ unterbrach ihn der Vater, indem er ihm einen nicht mißzu- verstehenden Wink gab, denn Marie Locke kam den Weg vom Dorf daher und ging wenige Schritte von ihnen in den Wald hinein. Der Jüngere sah ihr mit offenem Munde nach. „Jst’s nicht beinah’, als ob die Beiden —" fing er an, aber der Aeltere schüttelte den Kopf, und stumm schritten sie ihres Weges weiter. t
Marie Locke verfolgte unterdessen den Pfad, den Erich vor wenigen Minuten eingeschlagen hatte. Hier und da stehen- bleibend, um eine Blume dem Strauße zuzufügen, den sie in der Hand trug, bis er zu einem beträchtlichen Umfang angewachsen war, schritt sie durch den Frühlingsabend dem Wald- friedhof zu. Als sie an die Pforte gelangt war, blieb sie stehen, ordnete noch einmal die Tannenreiser, die seinen Hintergrund bildeten und ging dann langsam auf das Grab zu. Sie war dabei des Mannes nicht gewahr geworden, der nahe bei dem Kreuze stand, denn die Dämmerung fing schon an hereinzubrechen. Erst als sie die Ruhestätte in einfacher Weise geschmückt hatte, bemerkte sie ihn, aber sie fuhr nicht zusammen. Sie streckte ihm vertrauend die Hand entgegen, indem sie sagte: „Ich hab' den ganzen Tag daran denken müssen, wie Vater ihn im vorigen Jahre fand, und wie Ihr ihn hier begraben habt. Vielleicht hat er Frau und Kind daheim gelassen, die gern sein Grab besuchen möchten, und die uns danken würden, daß wir ihn nicht vergessen haben/ Sie stand neben ihm in ihrem einfachen Kleide, aber schlank unv hochgewachsen, eine hervorragende Erscheinung, und blickte ihm mit den klaren, offenen Augen voll ins Gesicht. Er antwortete in leisem, schwermuthvollem Tone: „Das ist freundlich gedacht, Marie, und ein Schiffer wie ich muß Dir’« Dank wissen. Wer sagt mir, wo meine Gebeine einmal ruhen werden, unv ob eine liebe Hand mir eine Blume auf das Grab legen wird #
l Sie sah plötzlich nieder, und er fühlte, daß die Hand,


