Ausgabe 
12.1.1893
 
Einzelbild herunterladen

»Jfe> r

^^SjisSs?

hbB* Sv

XLV)

Nr. 5.

e^ SmiC ^=-.«5^---«..---(T-EEs ,----

Antevhaltnngsblatt $um Gieszsnev Anzeigev (Gsnevcrl-Anzeigev)

SBrtBfflHSH'!' dafl

- ./ iWH

i

,r

^MWZW Swsofe '. -nruxr-J

WWWBMKKK«

#ssqs - Ms«>M

Donnerstag, den 12. Januar.

Dank für alle Ihre Mühe.

nicht.

Decken, Hoffmannstropfen und etwas Wein waren in den Hän-

bemerkte das Alles kaum, eine lutyjuvyuyc o«u'V''* I ~TL"

Herz; ohne dem Gutsbesitzer mehr als eine nur flüchtige Ver- I gebrochen zusammensank.

Dämon Gold.

Original - Roman von W. Höffer.

(Fortsetzung).

Ein spöttisches Lächeln zuckte um die Lippen der schönen Frau.Wirklich, Herr Wolfram? Aber ich nehme Sie beim Worte. Lesen Sie später den Inhalt dieses Briefes; wollen Sie das?"

Sie reichte ihm ein zerknittertes Blatt, das er zögernd nahm.Ist diese Mittheilung an mich gerichtet, gnädige Frau?"

Anna lachte hell auf.Dann würde sie sich schwerlich in solcher Vexfaffung präsentiren, Herr Wolfram. Nein, das Billet gehört Fräulein Aßmann, ich fand esin der Tasche ihres

Kleides."

Erich fühlte plötzlich, daß dunkle Gluth sein Gesicht über­flog.Und Sie lasen den Inhalt, gnädige Frau?"

Natürlich! Das Blatt war unverschlossen und auf erlaub- - tem Wege in meinen Besitz gelangt, ich sah also hinein. Mög­licherweise konnte es eine empfindsame Poesie enthalten oder ein Rccept zum Pudding, nicht wahr? Wer trägt denn auch I Documente von Wichtigkeit mit sich in der Tasche herum?

Der Gutsherr hatte die im Augenblick verlorene Geistes­gegenwart jetzt wieder gefunden; er bot der Dame den Brief, den sie indessen nicht annahm.

Ich meinerseits verzichte auf die Kenntniß fremder Schriftstücke," sagte er durchaus gelassen.

Sie sah ihn an, immer so sonderbar spöttisch und trium- phirend, daß es ihn heimlich quälte.Ihr Verzicht ist in diesem Falle unausführbar, Herr Wolfram."

Aus welchem Grunde, wenn ich fragen darf?"

Sind Sie nicht Fräulein Aßmanns Vormund?"

Das wohl, aber" .

Es gibt hier kein Aber. Lesen Sie nur diesen Brref,

beugung zu schenken, lehnte sie sich in die Kiffen zurück und Uoß wie in großer Ermüdung beide Augen.

Die Haushälterin griff schon nach den Tropfen.Gnä­dige Frau werden doch nicht unwohl?" fragte sie voll Be- ^^Belästigen Sie mich nicht!" ,

Die scharfe Erwiderung verschloß der Alten den Mund. Er wurde im Wagen ganz still.

Nachdem Erich dem Kutscher das Zeichen zur Abfahrt ge- geben hatte, schloß er die Hausthüre und ging in das Wohn­zimmer zurück. Zwischen seinen Fingern brannte immer noch der zerknitterte, an Ruth gerichtete Brief sollte er ihn wirk- lidi lefen?

Wenigstens aber jetzt nicht. Der Großvater wartete; es war daher eine unumgängliche Pflicht, zu ihm.zu gehen und ihn anzuhören. Ob seine Mittheilungen Gutes brachten?

Sicherlich nicht. Das empfand Erich schon jetzt.

Zweites Kapitel.

Der alte Herr ging in seinem Zimmer langsam auf und ab, sehr blaß und ohne die gewohnte lange Pfeife, aus der er sonst den ganzen Tag zu rauchen pflegte. Auf dem Tische vor dem Sopha stand eine kleine stählerne Kassette, einer jener zier­lichen Behälter, in denen Werthsachen und Documente auf- bewahrt werden. So oft der Greis an dem Tische vorüber- ging, streiste ein sorgenvoller Blick das Kästchen.

Als Erich erschien, bot ihm sein Großvater die Han^ Du hast getanzt, mein Junge, es ist spät, fühlst Du Dich auch kräftig genug, um eine lange Auseinandersetzung anzuhören und dann einem - Schlage, der Dich treffen wird, muthig die Stirn zu bieten, ganz tapfer und ruhig zu bleiben?

Erich erschrak nicht, er hatte Aehnliches erwartet.Emem Schlage?" wiederholte er.Was kann das fein, Großvater?

Der Alte stand still und stützte die Hand auf den Tisch

I mit der Kassette.Es ist nichts Gutes, Erfreuliches, gab er zurück, , leider nicht, mein armer Junge, aber auch ebenso Xä arg hää ä Dank für alle Ihre Mühe. - Bitte, derangiren Sie sich | von versetzte er.Alsowenig-

®r begleitete sie trotz ihres Sträubens zum Wagen, in I stens nicht ba»

dem Frau Steffen schon Platz genommen hatte. Wollene Großvater Mache es kur , "ber Beide blaß bis in die

Decken, Hoffmannstropfen und etwas Wem waren m den Han- Sie ^enfa jefe|ü^"a"De kräftige Mann mit ruhigem Blick den der guten Alten schon bereit, um etwaigen weiteren ^pbn. abe l ngere^^^^ g @rei8 h^ig erregt, Schwächezuständen mit Erfolg zu begegnen. Die schone Wlttwe und Wem,. Mbewuvu^M ganze hinfällige Gestalt wie

bemerkte das Alles kaum, eine rach richtige Freude erfüllte ihr daß seine FingerAllerren u»u a