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Hände.

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Als Thee Verwendung finden nur die an der Spitze des Triebes stehenden noch nicht aufgerollten Blätter- Die Ernte beginnt im März, wenn die neuen Triebe etwa 7 Blattpaare haben, und dauert bis October. Man zwingt durch Entfpitzsn der Triebe die nächsten Augen zum Austreiben, entfpitzt dann wieder und so fort 6» bis 7mal im Laufe der Ernte. Nach dem Pflücken läßt man die Blätter abwelken, rollt sie nuttelst Maschine und unterwirft sie einer Gährung. Je nach Art der­selben erhält man schwarzen oder grünen Thee. Die Benutzung von Kupfergefäßen zum Hervorbingen der grünen Farbe ist eine Fabel. Getrocknet werden die Blätter ausschließlich auf heißen Eisenplatten. Theeblüthen nennt man die kleinsten noch unentwickelten Blättchen, welche man für die besten hält- Pecco mit Blülhen ist deshalb die beste Sorte; dazwischen giebt es viele Abstusungen bis zum Dust (Staub, Abfallthee). Sortirt wird die fertige Waare durch Siebe.

Die Chinesen trinken den Thee ohne Zusatz, die Russen mit Zucker und wenig Milch; wir Deutsche verschleiern uns noch häufig das Aroma durch Rum oder Vanille; aber Soda, Mehl und Salz, welche die Baschkiren zur Bereitung benutzen, erscheinen uns als eine Entwürdigung des edlen Stoffes. Thee will gut behandelt sein und die einfache Prozedur der Bereitung des Getränkes verlangt genaue Befolgung der Regel. Man schwenke eine metallene Kanne mit etwas heißem Waffer aus, damit sie sich erwärmt, schütte dann den Thee hinein, lasse ihn mit wenig Waffer eine halbe Minute ziehen und gieße dann so viel Waffer zu, daß man für jede Person eine Taffe Thee erhält. Rach drei Minuten ist der Thee gut; man greße | ihn in die Tassen und lasse für den zweiten Aufguß etwas länger, I etwa 5-6 Minuten ziehen. Der zweite Aufguß ist ebenso aut wie der erste; man kann sogar noch einen dritten machen, wobei man jedoch meist etwas frischen Thee zusetzt- Vollständig falsch ist es, etwa wie beim Kaffee gleich so viel im Voraus zu machen, daß aus jeden Trinker mehrere Taffen kommen, oder den Thee früher aufzugießen, als man ihn trinken will. Man benutze auch kein abgekochtes Waffer, sondern solches, welches gerade zu kochen anfängt. Ich rathe der Leserin bei ihrem nächsten Five oclock Tea nach meinem obigen Rezepte zu verfahren; sie kann dann des Beifalls der übrigen Thee» schwestern sicher sein. Sollte sie sich jedoch russischer Spmpa- thieen befleißigen und einen Thee ä la russe geben wollen, so erfahre sie, daß man den Thee-Extract erhält, wenn man das Waffer 56 Minuten auf den Blättern stehen läßt. M, Extract, 3/4 heißes Wasser geben einen guten Thee.

Die wirksame Substanz des Thees, das Thöin, ist von gleicher Beschaffenheit und Wirkung wie das Cofföin. Es ist leicht löslich. Läßt man den Thee zu lange ziehen, so wird ihm auch die Gerbsäure entzogen und man erhält ein unan­genehm bitteres Getränk. Der Thee wirkt im höchsten Grade geistig anregend und ist das richtige Getränk für den Kopf­arbeiter. Im Uebermaße genossen, besonders von Leuten, Die es nicht gewohnt sind, regt er auf und erzeugt Schwindel und Schlaflosigkeit.

ihn mit Feit und Salz zubereitet. Die Theeziegel »ertre en dort häufig das Geld und dienen als Handelsmünze. Eigenthümlich berührt es uns, wenn E. M. Vacano, der als Mitglied einer Cirkusgesellfchaft jene entlegenen Gegenden bereiste, uns erzählt, wie das Geschäft so gut ging, daß sie gar nicht alle Theeziegel bergen konnten. ,

Wir Deutsche sind keine Theetrmker: es kommt nur/ao Kilo auf den Kopf. Er war uns lange Jahre zu theuer; aber jetzt eihält man ihn schon für 3 Mark, und wer 4 Mark für das Pfund anlegt, kann eine sehr gute Qualität verlangen. Da Thee weit ausgiebiger ist als Kaffee, kommt sein Genuß auch kaum theurer. , r m

Die Theepflanze ist keine Staude, sondern em Baum, welcher eine Höhe von 30 Fuß erreicht. In den Plantagen zieht man ihn jedoch durch Schnitt in Strauchform , von 4 Fuß Höhe. Er giebt alsdann mehr Blätter und ist leichter zu be«

Kommitzbrod zu backen. Fünf Eidotter werden mit 80 Gramm Zucker zu Schaum gerührt, worauf man 70 Gramm gestoßene Mandeln, die auf Zucker abgeriebene Schale einer Citrone, etwas gestoßenen Zimmt und Nelken hinzumischt, zuletzt noch 90 Gramm geröstetes und im Mörser zerstoßenes Schwarzbrod, um dann die Masse in einer läng­lichen, mit Butter bestrichenen Blechform bei gelinder Hitze zu backen und mit einer Chocoladenglafur zu überziehen.

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Spanischer Kuchen. * 125 Gramm süße und 8 bis 10 Stück bittere Mandeln werden geschält und mit einem Löffel Orangenblüthenwaffer zu einem Brei gestoßen; man mischt nun 200 Gramm feingestoßenen Zucker, 250 Gramm feines Mehl und 8 Gramm gefloßenen Zimmt, sowie sechs gut verquirlte Eier nach und nach hinzu, verrührt ober schlägt die Masse unter Beifügung von drei Löffeln starkem Wein und einem Löffel Rosenwasser eine gute halbe Stunde lang, so daß man einen sehr leichten Teig erhält, süllt denselben in eine gebutterte Form und backt den Kuchen bei gelinder Hitze.

PHattion: A, Schepda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

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Gemeinnütziges*

Wollreste zu verwerthen. Man bitte sich von Be­kannten alle im Laufe des Jahres angesammelten Wollreste aus, es können auch nur kurze Fäden sein. Von diesen Resten kann man sehr hübsche Pulswärmer arbeiten, die in der kalten Jahreszeit manch' armes Kind erfreuen. Man strickt quer immer nur ein- oder zweimal hin und zurück von derselben Farbe. Die an einer Seite hängengebliebenen Enden werden behäkelt. Auch kann man kleine Vierecke stricken, welche, an­einander genäht, sich gut zu einfachen Fuß- oder Sophakissen- Bezügen verwerthen lassen; eine einfache Arbeit für Kinder-

Vevinischtes.

BarbierundBauer. Ein Landmann ließ sich rasiren und erzählte dabei, daß auf seinem Felde die Mäuse großen Schaden angerichtet hätten.Haben Sie viel von diesen Thieren?" fragte der Barbier.Das will ich meinen? Nun, ich brauche gerade welche, ich werde Ihnen eine Mark pro Stück zahlen." Der Bauer nahm diese Ausforderung ernst und kam einige Tage später bei dem Barbier mit einem großen Käfig an.Ich habe hundertzweiundfünfzig," sagte er. Der Barbier, welcher seinen Scherz vergessen hatte, suchte nach einem Mittel, um sich aus der Verlegenheit zu ziehen.Es sind doch lauter Männchen?" fragte er mit wichtiger Miene. Der Landmann sagte verblüfft:Darauf habe ich nicht ge­achtet."So? Dann nehmen Sie sie nur wieder mit fort. Ich dulde kein Weibchen in meinem Hause." Jetzt merkte der Landmann, daß man sich über ihn lustig machte. Er sann einen Augenblick nach und antwortete dann:Die Mäuse wieder mitnehmen? .... Ach, da lasse ich sie Ihnen lieber umsonst." Und er öffnete den Käfig, schüttelte denselben aus und ließ die hundertzweiundfünszig Mäuse in das Haus laufen. Neber den Landmann lachte man nicht.

LeichterDienst. Hausherr (zum neuengagirten Dienst­mädchen):Merken Sie sich - hier geht Alles nach militä­rischer Pünktlichkeit; um sechs wird aufgestanden, um zwölf gegessen und um zehn in's Bett gegangen I" Dienstmädchen: Na, wenn's weiter nichts zu thun gibt, dann bin ich schon zufrieden."

Stoßseufzer eines verkannten Dichters.O, hätf ich nur sämmtliche Würste, die schon in meine Gedichte | eingewickelt worden sind."