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harte

Frau

weg»-

für die Menschen wuchs. r . , -

Auch die Wurzel hat beim Volke große Bedeutung. Be. kannt ist die Geschichte von der Springwurzel, welche die Kraft besitzen soll, Berge zu öffnen und unterirdische Schätze zu heben; das erzählen sich noch heute die Leute, z. B. in der Gegend

des Köterberges. , L.

Weit verbreitet ist der Glaube an die überirdische Kraft mancher Kräuter, z. B. des sagenhaften Alrauns, der breite Blätter und gelbe Blumen tragen foll. Der Besitzer kann nie arm werden, dazu gelegtes Geld verdoppelt stch über Tracht, er kann sich durch Fragen über allerlei Dinge Rath holen, hat keine Feinde und Glück in jeder Beziehung. Aber es rst sehr schwer, den Alraun zu finden, man muß am Freitag vor

Hund aus der Erde ziehen. Der Hund stirbt durch das Aechzen und der Mensch kann sich vor gleichem Schicksal nur durch Verstopfen der Ohren retten. So sagt das Volk.

Pflanzen bringen unter Umständen nrcht nur Gluck, es soll auch möglich fein, Unheil hineinzubannen. Die Zigeuner wenigstens suchen das Fieber in ein Bäumchen zu bannen, das sie beim ersten Sonnenstrahl im Walde schütteln und beschwören. In deutschen Sagen finden wir Beispiele dasür, daß Pflanzen»

Berufsmäßig. Musiker (deffen Frau ihn eben nut Zwillingen beschenkt hat):Na, also in Gottes Namen zu Abwechslung 'mal etwas Vierhändiges."

Vorahnung.Kleiner, warum weinst denn?"

ich hab' heut' die dritte Schulstraf' bekommen und mein Vater :, ist Auctionatur, der schlagt beim dritten Mal zu!"

A b g e b l i tz t. Geck:Ach, gnädiges Fräulein, Sie machen mir nie ein freundliches Gesicht!" Dame:Sie sind eben nie da, wenn ich eins mache!"

Schade Um jede Apfelsinenschale, welche geworfen wird. Das Recept zu deren Benutzung ist folgendes: Die Schalen werden in einen Topf gethan, ganz mit Wasser (kalt) bedeckt und so mehrere Tage stehen gelaffen, dann nut diesem Waffer und noch mehr dazu an das Feuer gesetzt und wohl zwei Stunden gekocht. Sind sie weich, nimmt man sie aus dem Wasser und schneidet jedes Stück, wie es kommt, groß oder klein, in möglichst dünne Scheiben. Hierauf thut man Alles wieder in dasselbe Waffer, mehr dazu, wenn noch» wendig, und stets die Hälfte mehr Zucker als die Quantität der Frucht, und läßt dieses noch einige Zeit kochem Man kann dann den Saft abgießen und noch etwas allein kochen lassen, doch ist es nicht immer nothwendig. Wohl zu beachten ist, daß genügend Saft vorhanden, um die Frucht zu decken, wenn m die Büchsen oder Gläser gethan. Diese Marmelade auf Senium gestrichen oder dazu gegeffen, schmeckt vorzüglich. Wer einige der Apselsinen ganz verwenden will, mag es in der Werse thun, daß das Innere, von Kernen und Haut befreit, mit dazu kommt, wenn es zum zweitenmal gekocht wird, nothwendig ist es nicht. Ebenso ist es irrthümlich, das Weiße von der

I Schale zu entfernen.

Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

Gemeinnütziges.

geister geschehenes Unrecht rächen. DieRoggenmuhme , eine Märchengestalt der brandenburgischen Landleute, die im Roggen» selbe steckt und vor der sich die Kinder fürchten, soll nach Prätorius und mündlichen Erzählungen den Säugling einer Frau geholt und verwechselt haben, die der Gutsherr zur Arbeit in der Ernte zwang; nachdem aber das schreiende Kind des Rogqenweibes nicht von der Frau gestillt wurde - auf den Rath des den Vorfall beobachtenden Gmsherrn legte ine Roggenmuhme" das rechte Kind wieder zurück; der Arbeitsherr wurde dadurch bestimmt, nie wieder eine unter solchen Umständen zur Arbeit zu zwingen.

(Schluß folgt.)

«1 erklären. Das Volk und die Kinder verbinden dreist und spielend, was die Gelehrten vorsichtig noch trennen, um erst ganz zuletzt - vielleicht - einen Zusammenhang nachzuweism.8 Auch den Dichter überragen sie darin, daß ne au ihre Schöpfungen voll und ganz glauben, daher haben die . Sagen so unendlich mehr Bedeutung für Volk und Kinder als die Schöpfungen der Dichter. , .

Aus letzterem Grunde ist Sage rote Märchen ost genug mit dem tiefsten Glauben, mit der Religion eng verbunden. Fn der Religion werden höhere Wesen geahnt, in den sagen und Märchen werden überall Geister gedacht, m den Pflanzen, in der Natur, mächtige und schwache, schreckliche und freund­liche. Besonders an die kräftigen der Pflanzen knüpfen zah.- reiche Sagen an. Auf dem Walserfeld bei Salzburg stau ein uralter dürrer Birnbaum, schon mehrsach wurde er um­gehauen aber aus der Wurzel schlugen immer wieder grüne Triebe aus. Das Volk in dieser Gegend knüpft daran die Be» deuturig, daß einst, wenn er wieder einmal völlig grünen: wird, die Bösen in der Welt durch eine gewaltige Schlacht von den Guten werden ausgerottet werden. Wie Tacttus (Germania Kap. 39) berichtet, hielten die Sernnonen, das ^teste Vo k der Sueven, einen Wald heilig durch mancherlei Gebräuche, die darauf Hinweisen, daß das Volk einst daraus entsprungen sei und Gott dort gegenwärtig wäre. In der älteren Edda wird der ..Urbaum" als der Ursprung alles Sems angesehen, von dem selbst der höchste Gott Odhin heruhrt und dem die Menschen entstammen. Ganz ähnlich der germanischen Weltesche scheint in der iranischen Sage ein Baum des Lebens. Genaue Forschungen haben ergeben, daß sich diese Vorstellung in den Erinnerungen der Perser, Germanen, Assyrer, Babylonier, doch auch der Römer und Griechen findet. Dieser Mythus scheint aus einer gemeinsamen Quelle herzustammen und deutet neben Anderem stark auf die gemeinsame Abkunst dieser und anderer Völker hin aus einem uralten arischen Stamme-

In dem noch heute uncioilisirten Volke der siebenburgischen Wanderzigeuner findet man eine Sage vomAllsamenbaum noch ganz lebendig; noch heute senken diese Zigeuner gläubig zwei Bäumchen, Tannenbaum und Weide, in die Erde und umschlingen sie mit einem rochen Faden (verherrlichen ), m der Meinung, daß in der Nähe davon nicht selten derAll- samenbaum" erscheine. Sie erzählen, daß einst eine große Hungersnoth ausgebrochen sei und daß dann ein frommer Mann durch einen Wassergeist auf den Grund eines Flusses geführt sei und dort auf einer Wiese einen ungeheuren, bis ui den Himmel ragenden Baum gesehen habe, der alle Fruchte der Welt trug. Von dem Samen trug der gute Mann auf die Erde allerlei Arten, aus denen dann wieder neue Nahrung

Vermischtes.

Ein Menschenfreund. Gerichtsvollzieher:Sehen Sie, dem Mann dort hab' ich auf die Beine geholfen." -- Wie so? Dem reichen Baron?"Ja, ich hab' ihm die Equipage gepfändet!" * *

Am Anstand. .Jetzt sitz' ich schon zwei Stunden da und kein Has' kommt! Und ich hab' ihnen doch noch nie war gethan!" , ,

Aus der Schule. Lehrer (recitierend):Da werden Weiber zu Hyänen! .... Wo kommt das vor, Schulze? Schulze:In den feinsten Familien!"

Immer im Sattel. Ein Sportsmann muß sich auf

-men man mun am ^euu« . der Reise in einer kleinen Stadt einen Zahn ziehen lassen. (Ssntttipnmifnftna mit einem ganz schwarzen Hunde hinausgehen Während der sehr langwierigen und schmerzhaften Operation "Ä" Eich- ,.W Ich I-hl.Rmg-wi"