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'N.
Dienstag, den 5. September.
Nr. 104
1893.
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Das Erbe.
Preisgekrönte Erzählung von R. Blankenburg.
(Fortsetzung.)
Eine kurze Pause entstand, dann sagte der Pastor ruhig und fest: „Am Tage nach Ihrer Flucht entdeckte Ihr Vater das Fehlen Ihres mütterlichen Erbes, das Ihnen noch nicht Mstand, sowie einer nicht sehr bedeutenden Geldsumme in baarer Münze. Was er that? fragen Sie mich. Er ließ den Verbrecher entweichen, weil er sein einziger Sohn war, und verbarg sein Vergehen, so weit es ihm möglich war." Der Druck der Finger, welche das Handgelenk des Pastors umspannten, Erde so heftig, daß er ihm einen körperlichen Schmerz verursachte, dann ließ Erich plötzlich seinen Arm fahren und beide Hände vor das Geficht schlagend, taumelte er einige Schritte zur Seite, während der Pastor in leisem Tone fortfuhr: „Er zeigte dadurch die Größe seiner Liebe, Erich Hagen, und es mehr, als richtig und gut ist, wenn wir die menschliche Obrigkeit als Vertreterin der göttlichen ansehen müssen. Und dann hat er geharrt, Erich Hagen, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr, ich will nicht sagen ohne Groll oder gerechten Zorn, denn Sie hatten seine Ehre befleckt und feine Liebe bitter gekränkt, aber doch mit Sehnen, baß der Ver- lorene zu Reue und Buße sich wenden möge. Und nun kommen Sie aus der Ferne heim, und ich danke Gott, daß Sie das Verlangen des schwerbeleidigten Vaters stillen wollen, so daß setne grauen Haare nicht mit Kummer in die Grube fahren müssen. Sie haben schwer gefehlt vor Gott und den Menschen DUtCt) —
. cc»ff?Egen Sie, Herr Pastor," rief Erich in ausbrechen- der Heftigkeit, indem er die Hände von dem Gesicht nahm und ineinander krampfte, „nehmen Sie Ihre Zunge in acht, denn so wahr Gott lebt, eine Beschimpfung meiner Ehre soll nicht ungeahndet über Ihre Lippen gehen."
Es entstand eine Pause, dann sprach Erich von Neuem mrt gewaltiger Anstrengung, kurz und herrisch: „Geben Sie nur weitere Auskunft, Herr Pastor. Was setzte meine Mutter denn nur die kann es zum Spott des Mutternamens gewesen sein, in'« Werk, nachdem sie meinem Antlitz das Brandmal der Schuld ausgeprägt hatte? Aber zuerst sehen Sie mich an!" r,„ Er bückte sich, indem er den Hut abnahm, bis er sein schönes Gesicht dicht vor die Augen des Pastors gebracht hatte, so daß dieser jeden Zug des jetzt Bleichen und tief Erschütterten genau betrachten konnte, dann fragte er: „Sehen Sie das Zeichen der Schande auf meiner Stirn, wie es auf Kains zu
lesen stand? Finden Sie Gemeinheit und schändliche List auf den Zügen meines Angesichts?" Der Pastor antwortete nicht und Erich richtete sich mit einem tiefen Seufzer wieder empor. Beide gingen von Neuem schweigend neben einander, bis der Pastor begann: „Es ist Ihnen bei der Heimkehr zu Muth, wie dem verlorenen Sohne, der zu dem Vater spricht: „Ich habe gesündigt im Himmel und vor Dir;" das haben Sie selber bekannt; wie soll ich Ihre Worte deuten?"
xi e. es kein Unrecht, daß ich sein Haus heimlich verließ, in das er mich gerufen, und die Arbeit, die seinen Hän- den zu schwer geworden war? War es kein Unrecht, daß ich Pflicht und Kindesliebe in die Schranke schlug, um meiner ungezügelten Natur zu folgen? Mußte es denn ein Verbrechen vor dem richterlichen Gesetzbuch des Landes sein, das mir jene Worte in den Mund legte? Wahrlich, wenn der verlorene Sohn sich eines solchen schuldig gewußt hätte, er wäre bis an das äußerste Ende der Welt gegangen, ehe er einen Fuß in das Vaterhaus gesetzt hätte."
. er hätte doch keinen Frieden außer ihm gefunden und feine Ruhe für seine Seele, als zu den Knieen der allerbarmenden Liebe," sagte der Pastor mehr für sich, als zu seinem Gefährten sprechend. 8
Wieder entstand eine Pause. Der Pastor drängte das Gefühl, das in feinem Herzen laut für Erich zu sprechen be- gann, im Interesse des erwägenden Verstandes zurück, und auch dieser schien seinerseits auf eine Erklärung noch verzichten zu wollen, denn er kehrte mit einem tiefen Seufzer zu der vorhin gestellten Frage zurück. „Ich bat Sie, mir mitzutheilen," sagte er, „was meines Vaters Frau und meiner Schwester Mutter in’« Werk setzte, nachdem ste mich als Verbrecher von Haus und Hof hatte flüchten lassen. Behielt mein Vater die Zugel des Regiments in der Hand, wie die an mich gelangten Briefe aussagten, oder war das auch eine Lüge?"
„Es mag im Anfang der Fall gewesen sein," war des Pastors Antwort, „seit ich in Willnick bin und ihn kenne, ist er leidend gewesen, und die Herrschaft hat in der Hand Ihrer Mutter und des Schwiegersohnes gelegen."
War es denn nur möglich, anzunehmen, daß der Schreck, welcher Erich durchfuhr, ein erheuchelter war, oder daß da« Entsetzen, welches man in feinen Zügen las, nicht wirklich empfunden wurde?
Jetzt lachte er auf, hohnvoll und scharf. „Besser, immer besser," rief er laut, „eine Hochzeit gefeiert in Grashagen, ohne daß der Sohn des Hauses, der Bruder der Braut, davon Kenntniß erhält! Wer mag denn der Schwiegersohn fein, der in die Rechte und Würden eingesetzt ist, die mir zukamen?


