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Oemnifchtes
Herr (am Stammtisch er«
komme ich von der Jagd mit
Comptoir, wo gerade der Buch-
Fensterschmuck.
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Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen,
Ein rostiges Bügeleisen wieder in Ordnnng zu bringen. Man bestreicht dasselbe an allen Stellen mit Petroleum, stellt es eine Weile hin, scheuert es tüchtig mit Seife und nassem Sande und wäscht es ab.
Kaltstüsfiges Baumwachs bereitet man sich auf folgende Weise: 1 Theil Wachs, 2 Theile Harz, V2 Theil dicken Terpentin und V< Theil Fett werden auf dem Feuer flüssig gemacht und unter stetem Umrühren gehörig vermischt.
und überall, wo es feucht ist, auf. Sie benagen die Speisen, ja sogar auch Wollstoffe. Zur Tilgung derselben stellt man Abends enghalflge Gläser, in die man etwas Zucker thut, in die Nähe des Aufenthaltsortes.
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Waschbare Gypsfiguren. Um Gypsabgüffe zu Härten und abwaschbar zu machen, werden dieselben mit einer Lösung von Ammonium-Triborat in Waffer bepinselt oder getränkt. Die Gegenstände erhalten dadurch das Ansehen von Abgüssen aus Elfenbeinmaffe und laffen sich nach Belieben auf nassem Wege reinigen. Das Verfahren wird von der Firma Rheinische Gypsindustrie in Heidelberg in den Verkehr gebracht.
Fischchen aus Wohuräumeu zu entfernen.
Die Fischchen halten sich gern in den Ritzen der Fensterbretter
Der große Dumas. Der bekannte Chemiker Dumas nahm es immer sehr übel, wenn man ihm mit seinem Namensvetter, den Romanschriftsteller, verwechselte. Eines Tages empfing er den Besuch einer englischen Dame, die ihm begeisterte Lobsprüche über seine Werke spendete, namentlich den „Grafen von Monte Christo" und die „Drei Musketiere. Mit einer Kühle, durch die etwas wie Verachtung durch« schimmerte, bemerkte ihr der Chemiker, er stehe in gar keiner Beziehung zu dem Manne, der jene Werke geschrieben habe. — „Wie schade!" rief die Dame enttäuscht, „ich habe Sie für den großen Dumas gehalten!"
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Kathederblüthe. Lehrer: „Wenn Sie etwa denken, daß Sie mir hinter meinem Rücken auf der Nafe herumtanzen können, so täuschen Sie sich!"
viel Böcke darin waren."
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G'rad heraus. „Gnädige Frau, Ihr Fräulein Tochter hat mich empfindlich beleidigt; sie hat mich einen eitlen Gecken genannt!" sagte ein anmaßender Herr zu einer ältlichen Dame. — „Ach, das dürfen Sie nicht fo übel nehmen, Baron," antwortete diese verlegen, „sie ist halt noch etwas — g'rad heraus!"
Selbsterkenntniß. Assessor: „Aber Du bist dick geworden! Du solltest trachten, das faule Fleisch wieder los zu werden." — Bemoostes Haupt: „Aber lieber Junge, da würde ja rein nichts mehr von mir übrig bleiben!"
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In der Markthalle. Hausfrau: „Warum sind denn in letzter Zeit die Kartoffeln so voll Sand?" — Händlerin: „Weil wir fie jetzt nach dem Gewicht verkaufen müssen."
Essiggurken vor Schimmel zu bewahren. Um das Anlaufen und Schimmeln der eingemachten Gurken zu j verhüten, wende man folgendes einfache Mittel an: Man legt zu den Gurken ein Säckchen mit schwarzem Senf etwa 30 Gramm, und man wird finden, daß die Essiggurken von jedem Schimmel befreit bleiben.
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Wirsing kann man den Winter über stehen lassen, wenn man 1. die Köpfe abschneidet, 2. den Boden ringsum auflockert und von Unkraut säubert, 3. den Boden gegen die Stöcke rings hoch anhäufelt. Man hat dann gleich im Früh« I jahr, wenn sie austreiben, ein beliebtes Gemüse.
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Das Aufblühen von getriebenen Hyaeinthen und anderen Blumenzwiebeln zu befördern. Wenn man zu befürchten hat, daß solche Zwiebeln in der Blüthe stecken bleiben, ein Fall, der nicht ganz selten eintritt, so empfiehlt es sich, sobald die Zwiebeln aufgestellt sind, folgende Mischung zum Begießen anzuwenden: In einem Liter Regen-, Flußoder gekochten Wassers löst man 80 Gramm Salpeter, 10 Gramm Kochsalz und 10 Gramm Pottasche auf Von dieser Lösung setzt man von Zeit zu Zeit ein bis zwei Kaffeelöffel voll dem Waffer zu, das man in die Untersätze der Töpfe gießt. Dieses Mittel läßt sich auch bei anderen Pflanzen, die getrieben oder in ihrer Entwickelung gefördert werden sollen, mit Vortheil in Anwendung bringen.
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Crysanthemum. Diese in der Neuzeit mit Recht sehr beliebt gewordene Pflanzengattung verdient die weiteste Verbreitung, da die herrlichen sehr vervollkommneten Blüthen gerade in den blumenärmsten Monaten erscheinen und ein feines mannigfaltiges Material für feine Binderei enthalten. Ihrer einfachen Cultur wegen sind sie aber noch ganz besonders jedem Liebhaber zur eigenen Heranzucht zu empfehlen und werden sie die geringe, auf ihre Pflege verwandte Mühe wie kaum eine andere Pflanze durch dankbares Blühen vollauf belohnen. Vom Februar bis Mai bezogene Steckltngspflanzen liefern, im Topf cultivirt oder ins freie Land gesetzt und nach den ersten Nachtfrösten wieder eingetopft, in kaltem oder warmem Zimmer von November bis Januar den herrlichsten
Das Kapitalvieh. Herr (am Stammtffch er« zählend): »Meine Herren, ich sag' Ihnen, ich hab' ein Kapita • vieh von Jagdhund. Neulich komme ich von der Jagd mit ihm zurück und trete in mein Comptoir, wo gerade der Buchhalter einen Rechnungs-Auszug auf einen Stuhl zum Trocknen der Schrift gelegt hat. Sofort eilt mein kluger Phylax daraufhin und bleibt unerfchütterlich vor der Rechnung stehen. Und rathen Sie mal, weßhalb? Nun ganz einfach. Weil so
Zerstreut. Am Geburtstage eines General« hält beim Festessen der Oberst der Garnison eine Festrede. Im Augenblick, als er mit gehobener Stimme ruft: „Und nun, meine Herren, erheben Sie sich und stinrmen Sie mit mir ein in den Ruf . . ." (in diesem Augenblick läßt eine Ordonnanz die Teller fallen. Entrüstet dreht sich der Oberst um und ruft den übrigen Ordonnanzen mit donnernder Stimme zu): „Schmeißt den Kerl hinaus!"
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Geinenrirütziges.
Um guten Schlehenmost zu bekommen, nimmt man zu 100 Liter Obstmost 4 Liter Schlehen, 2 bis 3 Pfd. Zucker und V2 Liter vom feinsten Weingeist. An die Schlehen wird etwas Wasser gegossen und dann werden sie sammt dem Zucker gekocht. Darauf läßt man die gekochte Masse kalt werden. In kaltem Zustand bringt man den gekochten Saft (sammt Steinen) nebst dem Weingeist das Mostfaß und läßt Alles mit einander gähren. Nach der Gährung zeichnet sich der Most nicht bloß durch seine Farbe, sondern auch durch seinen angenehmen Geschmack vor dem gewöhnlichen Most in vortheilhafter Weise aus.


