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Kharacterschikderungen von Krauen.
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mit Gewißheit sehen, an dem aber, was in der Jugend gelernt wird, trägt man doch später nicht schwer, und braucht man es wirklich später nicht selbst zu verwerten, dann findet man jedenfalls immer Gelegenheit dazu, Anderen damit nutzen zu
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können. , „ ,,
Von den deutschen Frauen lasten sich recht viele Dinge sagen, von unserer ganzen Mädchenerziehung leider nicht, daß sie auch das Practische für den Kampf um Dasein genügend berücksichtigt.
Hausfrau zum neuen Dienstmädchens auch wohl einen Schatz?" — Dienstmädchen: Kürassier." — Hausfrau (erschreckt): „Gott, Fleischpreisen sollten Sie sich doch schon mit begnügen."
Gemüsedüngung. Für die gute Ausbildung Gemüfe ist eine im Sommer vorzunehmende Jauchedungung von großem Nutzen,' da durch diese nicht allein das Gemüse größer und schöner wird, sondern sich auch bedeutend schneller entwickelt. Die Düngung selbst wird in der Weise vorgenom- men, daß man einen Spaten zwischen je zwei Pflanzen ganz in die Erde steckt, die Erde handbreit auseinanderbiegt und verdünnte, abgegohrene Jauche hineingießt. Die Oeffnung wird nicht geschlossen, sondern bleibt offen, so daß die Dungung einige Male wiederholt werden kann. Bei frühen Kohlarten, frühem Wirsing, Blumenkohl, Kohlrabi ist die Nachdüngung selbstverständlich entsprechend früher, aber vor oder während der Kopfbildung, möglichst bei nassem Wetter vorzunehmen, da sie dann von bestem Erfolge begleitet ist-
Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
Unter geänderten Umständen. Junge Frau (amf dem Ball): „Du tanzest ja jetzt viel besser, lieber MannI Erinnerst Du Dich noch, wie Du mir früher immer das Kleid 'runtertratst?" - Er: „Ja, damals hab' ich f A"* nicht bezahlen müssen."
Gewisfensbiffe. Ein Junge ist über den Zaun des Nachbars gestiegen, auf einen Pflaumenbaum geklettert und thut sich an den süßen Früchten gütlich. Nachbar (plötzlich hervortretend): „Junge, schämst Du Dich denn nicht, zu fWen Fühlst Du denn gar keine Gewissensbisse?" — „Ja, suhlen thu' ich se, aber ich eß se mir weg."
Ein spanisches Blatt hat sich bemüht, das Wesen des Cbaracters der Frauen in verschiedenen Ländern zu zeichnen; das geschah, wie folgt: „Die Französin heirathet aus Bersch» nunq, die Engländerin weil es üblich ist, die Deutsche aus Liebe. Die Französin liebt bis zum Ende der Flitterwochen, die Engländerin das ganze Leben, die Deutsche ewig. Die Französin führt ihre Tochter auf den Ball, die Engländerin fuhrt sie m die Kirche, die Deutsche beschäftigt sie in der Küche. Die Französin hat Geist und Phantasie, die Engländer hat Intelligenz, die Deutsche Gefühl. Die Französin kle det sich mit Geschmack, die Engländerin geschmacklos, die Deutsche bescheiden Die Französin plaudert, die Engländerm spricht, die Deutsche urtheilt. Die Französin bietet eine Rose an, eine Dahlia die Engländerin, die Deutsche em Vergißmeinnicht. Die Ueberlegenheit der Französin liegt in der Zunge,„ die der Engländerin im Kopfe, die der Deutschen im Herzen.
9 Sehr schiefe Urtheile über die Amerikanerinnen fällte Adele Crepaz in „Die Gefahren der, Frauen-Emanz,pat on — Leipzig, bei K. Reißner. Selbstsüchtig, herzlos, unbedeutend, schlecht als Hausfrauen, mannhaft emanzipirt, kalt re., wird von ihnen gesagt, verrathen aber wird im ganzen Buche, daß die Verfasserin nie eine Hausfrau in Amerika in ihrem Wirken beobachtet hat. Nach einer Anzahl überspannter Töchter reich« gewordener Yankees von ursprünglich vielleicht dunklen Existenzen darf man doch eine ganze Nation nicht beurtheilen. Auch in Amerika giebt es recht viele Ehefrauen in echt ameri- konischen Familien, welche unseren besten Hausfrauen an Werth nicht nachstehen; das darf die Dame glauben und würde sie sofort gewahr werden, wenn sie die Reise nach Chicago machen wollte. Wunderbar ist es gar nicht, daß die Amerikanerinnen, welche in guten Verhältnissen, aber doch nicht mit zahlreicher Lung leben, sehr viel Zeit übrig haben für Dinge woran die deutsche bürgerliche Hausfrau nicht denken darf; das ganze Geheimniß liegt einfach darin, daß die echten AmerikaneriMen unendlich viel praetischer als unsere meisten Frauen find. Wir kennen aber bei uns auf dem Lande auch viele Hausfrauen, welche „unendlich viel Zeit" übrig zu haben scheinen und deren umfassender Haushalt doch wie am Schnürchen geht (auf Großgütern mit zahlreichen Kostgängern), weil diese Damen halt auch etwas praetischer sind wie viele andere und besonders die Direction des großen Personals m der Küche, im Hause, im Stall rc. vortrefflich verstehen, Damen welchen nichts entgeht, welche den Haushalt im großen Style mit wunderbar wenig Geld führen, und bei welchen nichts verschwendet wird aber alles richtig verwendet wird und besonders die Arbeitskraft des dienenden weiblichen Personals, ohne diesem zu viel ruzumuthen. Das will freilich gelernt fein und sehr oft findet man auch das Gegentheil davon. Wir kennen auch deutsche Hausfrauen in Stadt und Land, welche bei kleinem Haushalt mit wenig Kindern trotz zwei bis drei dienenden Geistern „nie fertig" werden, weil sie es nicht verstehen, was emtheilen, an- ordnen und überwachen heißt. Sie müssen sich „entsetzlich plagen" und kommen „kaum einmal zum Sitzen , weil sie zu viel anordnen und täglich zu viel sich vornehmen Wer nach solchen Frauen die deutschen Familienverhältmfle fchlldern wollte, käme zu dem Urtheil, daß unsere Frauen stets mißmuthlg und übellaunig sind, wer jene zuerst geschilderten allein kennen lernte, zu dem, daß sie ewig heiter und lebensfroh find.
Daß die Schriftstellerin keine Freundin von der^Eman« zipation der Frauen ist und alle Bestrebungen, für sich selbst orgen zu können, verwirft, steht in dem Buche zu lesen. Sie wird es aber doch nicht verhindern können, daß die Bestrebungen immer weiter befördert werden und das ist gut, denn es gibt leider gar zu viele Mädchen, welche diese Kunst erlernen müssen. Wer es mit seinen Kindern gut meint, lehrt seinen Mädchen auch etwas von der Kunst, selbst wenn er glaubt, daß sie es später „nicht nöthig" haben. Niemand kann in die Zukunft
Wenn die Petersilie auch keine anspruchsvolle Pflanze ist so wächst sie viel schöner und kräftiger, wenn man ganz alten, verrotteten Dünger in die Rinnen bringt. Durch öfteres Schneiden ihrer Blätter werden die Pflanzen frischer und schmucker, weshalb das Schneiden nicht vernachlässigt werden ollte, selbst auch, wenn kein Bedarf an Petersilie vorhanden sein sollte. * ,
Ueber das Begietzeii der Blumen im Sommer. Die Frage: Wann sollen Blumen und Gemüse ,m Sommer begossen werden, wird folgendermaßen beantwortet: Ein alter Gärtnerspruch lautet: „Eine Kanne Wasser Abends ist so gut wie zwei früh." Obwohl diese Regel hauptsächlich dem Ge- müsebau gilt, so hat man doch die Erfahrung gemacht, daß sie ebenso richtig in der Blumenzucht und in der Topspflanzcultur sei. Wir können die Befolgung dieses Spruches nur allgemein anempfehlen.
Vermischtes.


