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Wohl 13 Sommer sind es her, Daß einst in Potsdams Sanden-Meer Erbaute eine Festung sich Das kleine Prinzchen Friederich; Da kam nun Zastrows Rudolf auch. Und - wie's so ist der Kinder Brauch — Gemeinsam stürmen sie den Femd I Nußknacker war es, riesengroß. Es traf ihn gut der Freund Geschoß. Er stell Den Sieg sie erfochten haben. Und wenn den Knaben schon ^eses gerathen Wie werden erst leuchten d,eMannesthatenI
So floffen nun die Jahre hin An beider Kinder heit'rem Smn; Der eine liebte Blumen gar sehr. Und pflückte den halben Thiergarten leer, Der andere Insekten und Eichhörnchen ragte, Das ganze Thierreich er hchte und plagte. Sie lernten viel in allen Weisen, Auch Erziehungstalent sie thaten beweisen.
Es hielt fich jeder einen Hund Doch beim Erziehen gibt viel sich kund, Der Rudolf war zu mild gesinnt, Doch Fritze nur für Strenge stimmt Und wie's nun geht, Ihr wißt es schon, Der Strenge trug den Sieg davon; Denn Springen, Tanzen unb w4e» Sefcen Das war des geplagten „Prettis Leben. Doch ach! „Fidel", der Verwöhnte, blieb dumm, Hochverehrtes Publikum!
Ein Jeder hat so seine Noth;
Biersupp' haßt Fritzchen, w,e den Tod Und hätte der Gouverneur mcht erzählt, Daß alle seine Ahnen sich damit gequält Und dadurch so ganz unvermerkt Zu Heldenseelen sich hätten gestärkt, Die Suppe wäre nimmer gegeffen, Gewiß die zweite Portion vergessen Doch so, da ging es wunderschön, — . ,
Die Resultate werdet dereinst Ihr sehn!
Gegensatz dazu einen ganz ungeheuren Abscheu vor . ^Weniger indiscret erscheint es uns, wenn da verrathen wird, daß der jugendliche Prinz und.des. gleichen sein Gefährte Rudolf je einen Hund be. spaßen, bei denen sie ganz und gar entgegengesetzte Erziehungsmethoden in Anwendung brachten. Des Prinzen Friedrich Vierfüßler, „Pretti hwß er wurde mit militärischer Strenge erzogen. , Der bracht' es auch zu etwas. Der konnte springen, tanzen, Pfötchen geben, exerciren, schön machen u. s. w. Nicht so aber Rudolfs Köter „Fidel." -Der blieb bei seines Herrchens mildem Erziehungssr)stem dumm wie Bohnenstroh! Und dann--doch ich will
das Lied selbst erzählen lasten. - Wer s verfaßt hat? Ich weiß es nicht genau, wohl aber das,
I daß es authentisch ist, und daß sich der Kaiser, wenn die Geschichte auch bereits 41 Jahre her ist
innert: Also der Leierkastenmann sang auf dem besagten Kinder.Hof-Maskenball:
„Hier kommt der alte Leiermann, Ihr Leutchen tretet nur heran Und hört die niedlichen Geschichten, Die ich Euch jetzund will berichten-
armer, armer Mann, wie hat er wohl gelitten!" rief sie mit schmerzlicher Stimme, wahrend ^.hrane über ihre Wangen liefen. „Es giebt _ kem edleres ßen als das seine! Ich muß zu meinem Gatten, B) werde ihm jubelnd zurufen, daß ferne Unschuld entdeckt ist! Und Ihnen, Pau Schmidt sage ich meinen unbegrenzten Dank ur das Gluck, welches | Sie meinem Hause gebracht.
In Begleitung Langenbach s, der nach dem alten Kastellan sehen wollte, verließ die Geheimrathin das Jägerhäuschen. Sie konnte es nicht erwarten, ihrem Manne die Freudenbotschaft zu bringen. Im Schlosse angelangt, befahl sie einem Diener, Langenbach in-das Zimmer des Kastellans zu geleiten und iraate ihn darauf, ob ihr Gatte zu Hause ser.
^„Der Herr Geheimrath wird auf fernem Zimmer sein" erwiderte der Diener.
Langenbach entfernte sich mit Letzterem und Alexandra ging an Wolter's Zimmer und Hopf e an die Thür. Als Niemand Herein nef, öffnete sie dieselbe und sah, daß es drinnen^ dunkel l war. Sie entzündete eine Lampe und erblickte sogleich den Brief. (Fortsetzung folgt.)
Kaiser Friedrich und das Leierkastenlied.
(Aus unseres Kaisers Jugendzeit.)
Miigetheilt von R- Trebor.
(Nachdruck verboten.)
Vor mir liegt ein kleines Lied eines Leierkasten- |
Liedlein schwatzt indiscreterweise gar manches aus, von der frühesten Jugendzeit »unseres Jritz" bis hinein in seine JüngliNgszahre, und laß uns^ da ohne weiteres erfahren, was Mir , war ch kaiiorlicb osmanischer Unterthan — schon dadurch, daß ich den Inhalt des Liedes publieire, dm ,,Orden ™ l’mdiscretion, an der seidenen Schnur sicherlich einbrächte. Aber in Anbetracht, daß wir im großen Deutschen Reiche wohnen, wo man gern anch^in ferneren Zeiten von des besungenen Helden^ uniert Fist?, Thun und Lasten hört, geb' ich
Lick, des alten Leierkastenmannes, der dastelbe nn0 1847 im Februar gelegentlich eines Hof- Kinder - Maskenballes vortrug und, auf bemalte Leinwand "mit dem Stabe weisend, anschaulich wackle - bier wieder. Ja, ich geb's hier wieder, j ' T' in hem Lied des Leiermannes gar entsetz- - Le Dinge verrathen werden vom Prinzchen | Friedrich und seinem Erziehungsgenossen Rudolf \ öon,Em°aüch gar zu indiseret! Was haben sich s x Andere darum zu kümmern, daß der junge!
PMz Friedrich allzugern Chokolade trank und im
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Du Laß' s an Dei Profess schäft! Prophe offenba sich nei mann, dem I.
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