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Worte seit einigen Tagen eingeprägt, hatte sie hun­dert und aberhundert Mal wiederholt und jetzt jetzt wußte er nicht ein Wort mehr davon.

Er strich mit der Hand über die Stirn, die Verlegenheit wich nicht, sein Herz schlug nicht ruhiger.

Dort ist Paulas Zimmer", sprach Prell, indem er auf eine Thür zeigte.Paula ist darin - gehen Sie hinein und machen Sie Ihrem vollen Herzen Luft."

Berger zögerte. Er blieb stehen und fast ängst« lich faßte er des Doktors Hand.

Kommen Sie mit mir, Herr Doktor", sprach er.Sagen Sie Paula, war mich zu ihr führt ich weiß nicht ich bin ich bitt besangen!"

Wieder strich er mit der Hand über die Stirn.

Prell lächelte. Allein dieser Lächeln war kein natürliches.

Ich werde es thun, da Sie es wünschen", er­widerte er.Jeder Mensch hat seine eigene Weise."

Sie traten in Paulas Zimmer.

Paula saß am Fenster am Nähtisch. Errölhend erhob sie stch, als sie Berger erblicke. Sie schien zu ahnen, was ihn zu ihr führte. Befangen reichte fie ihm die Hand zum Gruße. Die Augen schlug sie nieder.

Berger stammelte einige Worte weder Paula noch Prell verstanden fie. Er selbst wußte nicht, war er gesagt hatte. Fast angstvoll richtete er den Blick auf den Doktor.

Paula, Herr Berger wünscht Dir seine Liebe zu gestehen und um Deine Hand anzuhalten", sprach Prell.

Er klangen seine Worte bitter spottend.

Berger bemerkte es nicht.

Ja, Fräulein", rief er, als er sah, daß sich Paula» Wangen noch dunkler färbten,ich bin ge­kommen, um das Geschick, das Glück meines Lebens tot Ihre Hand zu legen. Entscheiden Sie darüber."

Der Doktor beobachtete Paula. Kein Zucken ihrer Mienen entging ihm. Ja sie liebte ihn. Was deutete anders das Roth ihrer Wangen ihre Verlegenheit? Weshalb konnte sie das Auge nicht aufschlagen? Weshalb antwortete sie nicht?

Sprechen Sie sprechen Sie, Fräulein", drängte Berger.Sie müssen es wiffen längst wissen, daß ich Sie liebe, daß der ganze Zweck meines Daseins in Ihnen aufgeht. Ja, ich liebe Sie schon lange, schon seit Jahren und Sie machen mich zum glücklichsten der Menschen, wenn Sie mir Ihr Herz und Ihre Hand schenken wollen!"

Paula schwieg roch immer. war befangen durch Prells Gegenwart die Weihe dieses Augen­blicks ging ihr durch dis Anwesenheit eines Dr-tien verloren.

(Fortsetzung folgt.)

Vermischtes.

Wer ist der bescheidenste.Mann Berlins?" fragt ein Witzbold seinen Freund Strohmüller. Dieser hat keine Ahnung und der Witzbold fährt fort:Der Tapezierer Hiltl, denn er hat den deutschen Kaiser­thron ausgeschlagen." Dieser Scherz gefällt Stroh­müller sehr, und als er nach Hause kommt, stellt er die gleiche Frage im Kreise seiner Familie. Da niemand den bescheidensten Mann errathen kann, nennt er den Tapezierer Hiltl.Warum?" schreit man ihm entgegen. Strohmüller lächelt schlau und ant­wortet:Weil er den deutschen Kaiserthron frisch überzogen hat!"

Die bösen Fremdwörter. Unteroffizier: Also Sie sind auf der Universität wie sagten Sie doch?" Einjähriger:Jmmatrikulirt." Unteroffizier:Nun ja, ja ganz richtig wir fagen da einfach geimpft." (Ulk.)

Vice versa. Herr zum Diener, ihm die halbge­leerte Weinflasche zeigend:Ich begreife nicht, daß Du-der Versuchung, meinen Wein zu trinken, nicht wiederstehen kannst."Das ist leichter gesagt al» gethan."Und wenn Du einmal meinen Wein trinkst, so solltest Du es mirwenigstens offen bekennen." Das ist leichter gethan als gesagt."

Arger Verdacht. Maler:Sehen Sie lieber Freund, selbst der Herr Bankdirector Mauser läßt sich von mir malen." Freund:Der ist schlau. Wenn er mal auskneift und der Steckbrief wird nach diesem Bilde gemacht, dann ist er sicher."

M u ck e n i ch:Man kann et Keenen recht machen! Zu Hause haben se mir rausgeschmissen, weil se drin keenen Betrunkenen haben wollen, und nun sperren se mir wieder in, weil se draußen ooch keenen haben wollen. Wo soll man denn nu betrunken sind."

Gerechtigkeit. Prinzipal zum Commis:Sie wollen sich beschweren? Worüber?" Commis: Ich appelliere an Ihr Gerechtigkeitsgefühl. Herr Schmidt thut ganz dieselbe Arbeit wie ich und bekommt doch monatlich zwanzig Mark mehr; ist das in Ord­nung?" Prinzipal:Nein. Sie haben Recht. Ich werde Herrn Schmidt's Salair sofort um 20 JL herabsetzen."

In einem unserer Salons wurde ein sehr leb­haftes Gespräch über'menschliche Schönheit geführt. Ich liebe die häßlichen Menschen nicht," bemerkte ein älteres Fräulein, welches selbst mit 18 Jahren nicht schön gewesen war.Wirklich nicht?" spottete ein ebenfalls anwesender, etwas boshaft angelegter alter Junggeselle, seines Zeichens Justizrath. Nein," replizirte das Fräulein,ich könnte alle häßlichen Menschen umbringen."Selbstmord ist straflos," entgegnete der Justizrath verbindlich lächend.

Stilblüthen aus einem Damenroman. Kinderlosigkeit war in seiner, wie in so mancher anderen Familie ein Erbübel. Mit der einen Hand hielt er ihr goldhaariges Haupt über den schäumenden Wellen, mit der andern rief er laut um Hilfe.

Redaktion; A. Scheyda. -- Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Thr. Pietsch) in Gießen,