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feilte, allein, rssH kntfchlosien erfaßte der junge i Förster ihrs Hand und zog sie mit sich irr Lm Reigen der Tanzenden. ,
Paula folgte ihm, um kein<Störung, kein Aufsehen zu erregen. ,, _ t
Man sah dem jungen Förster die Freude an, über feinen Gegner gesiegt, ihn verdrängt zu haben.
Berger tänzle nicht. Das Roth war schnell von seinen Wangen gewichen, ste waren bleich, ein Zeichen seiner heftigen Aufregung. Sein Auge blickte finster, ja drohend, so oft Hellmann an ihm vorbeitanzte.
Dem Doktor war nichts entgangen.
Als der Tanz beendet war, verließ der Förster den Saal. Berger folgte ihm. Sein Blick »et- rieth, daß er Brrger zur Rede stellen wollte.
Hastig — schnell entschlossen verließ auch Prell den Seal.
Auf einer nur für die Bedienung des Gasthof« bestimmten Steintreppe kam er schneller in die untern Gasträume herab, wo die jungen Herren fich in den Zwischenpausen zu erftischen pflegten. Durch eine Seitenthür trat er ein und setzte sich unbemerkt in das Halbdunkel hinter dem Ofen.
Hellmann faß bereits im Sopha, -vor sich , ein Glas Bier.
Berger trat ein. Ein spöttisches Lächeln Hellmanns begrüßte ihn. Ohne Zögern schritt er auf den Förster zu und stellte ihn wegen seine» Betragens zur Rede. Er nannte es unartig.
„Nehmen Sie das Wort zurück, Herr Bergers riet er, „sonst werde ich Ihnen »eigen, wie ein Un- artiger handelt — Sie sollen es sonst empfinden."
stand drohend vor Berger. Seine Gestalt überragte diesen fast um die Länge eines Kopfes.
Berger blieb ruhig stehen. Er zeigte eine Furcht- lofigkett, die selbst den Doktor in Erstaunen setzte. Fest hielt sein Blick den de» Försters au».
„Ich habe meine Ueberzeugung ausgesprochen", erwiderte er „und deshalb nehme ich mein Wort nicht zurück!"
„So werde ich Sie zwingen, wie einen Knaben", rief der Förster. Er erhob seinen Arm. Der Jähzorn riß ihn mit sich fort.
Ehe er tndeß zuschlug, 'warf sich ein junger Assessor zwischen Beide.
„Halt, meine Herren I" rief er, sie mit beiden Armen auseinander haltend. „Begehen Sie keine Thorheit — Sie beide haben Unrecht I Wir leben im 19. Jahrhundert, einem Jahrhundert des Fort- schritt», also auch in der Liebe eine freie Coneurrenz, Freihandel und Freizügigkeit!"
Diese Worte riefen bet den Anwesenden, die soeben noch erschreckt aufgesprungen waren, ein schallendes Gelächter hervor.
„Der Assessor hat Recht — freie Coneurrenz in der Liebe!" riefen mehrere Stimmen zugleich.
Selbst über Berger» Gesicht glitt ein Lächeln. Er selbst hatte ja der freien Coneurrenz im geschäst- lichen Leben so oft dar Wort geredet.
„Berger, nun seien Sie vernünstig!" fuhr der
Assessor fort, „und Mache» Sie, daß S.e sottkommm und künftig mäßigen Sie Ihre Ausdrücke. Nun ort!" es schob ihn der Thüre zu.
Hcllmann wollte gewaltsam ihm Nacheilen. Der Affesior hielt ihn zurück. „Halt, Förster!" rief er. „Auch Sie müffen sich heute, dem Abend de» Balle» und der allgemeinen Freude, meinen Worten fügen. Heute keinen KrakehlI"
Hellmann bezwang sich.
„Gut", erwiderte er, „ich will es thun, freie Coneurrenz und Freizügigkeit, wie Sie sagen, ich will ihn heute Abend frei ziehen lassen, aber ich schenke ihm den ihm zugedachten Lohn nicht, so wahr ich Hellmann heiße!"
Berger hörte diese Worte noch — er verließ soeben da» Zimmer.
Wieder lachten die Anwesenden.
„Das ist Ihre Sache, Förster!" fügte der Assessor hinzu. „Ich selbst bin sogar principiell gegen alle« Schenken!"
Noch einmal versicherte Hellmann, daß er Berger das eine Wort schwer anrechnen «erde. „Mögen Andere sich vielleicht seine» Gelbe» wegen Manche« gefallen lassen", fügte er, noch immer aufgeregt, hinzu, „ich thue e» nicht. Noch ist auch Paula nicht die Seinig? und ich denke, sie wird e« nie werden." ~ ,
Neue Gäste traten in da» Zimmer. Der Streit war hiermit vor der Hand beendet. Prell verließ das Gastzimmer und kehrte wieder in den Saal zurück. Er ging zur Tafel - nachher wurde nur noch kurze Zeit getanzt. Niemand sah wohl dem Ende mit gröberem Verlangen entgegen al» er. Er hatte seinen Wagen bestellt, um sie abzuholen.
Berger blieb bi» zum letzten Augenblick neben Paula, er war ihr sogar beim Einsteigen in den Wagen behilflich.
Da» Herz Prell» fing an ruhiger zu schlagen, al» endlich die Wagenthür geschloffen war, al» er neben Paula saß und mit ihr heimfuhr.
Paula war in lustiger Stimmung.
„Du scheinst Dich sehr gut amüstrt zu haben?" fragte der Doktor.
„Vortrefflich", erwiderte Paula. „Seit langer Zeit bin ich nicht so heiter gewesen."
„Berger und Hellmann haben viel mit Dir getanzt?" fuhr Prell fort. „Er schien Dir auch lieb zu sein."
„Konnte ich ste zurückweisen?"
„Nein", sprach Prell. „Weshalb auch? Du hast Beide gern — sie find Dir nicht gleichgiltig — Du liebst ste."
Paula schwieg.
„Sprich — sprich, Paula", drängte der Doktor. Er erfaßte ihre Hand, die seinige war heiß. Du liebst sie. Ich habe e« Deinen Augen ja angesehen. Willst Du es mir nicht gestehen? Hast Du kein Vertrauen zu mir?"
Er neigte den Kopf zu ihr — er athmete aufgeregt schnell.


